Immer kaputtere unausgeschlafene Menschen (Elektrosensibilität)

Doris @, Mittwoch, 21.07.2010, 10:38 (vor 4077 Tagen) @ Eva Weber

MÜNCHNER MERKUR 4.7.2007 "Studenten leiden an Burn-Out.
Berlin - Immer mehr Studenten leiden unter dem Burn-Out-Syndrom. Mittlerweile klage jeder siebte Studierende über Symptome der eigentlich für Manager typischen Krnkheit, teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit. Das Burn-out-Syndrom äußert sich unter anderem in Depressionen, Versagensängsten und Schlafstörungen. Unter Studenten ist das Syndrom laut DSW erst seit zwei Jahren zu beobachten. mm "

Und Sie sind der Meinung, das kann bzw. muss am Mobilfunk liegen?
Wie wollen Sie das erklären?
Haben Sie nach Burn out recherchiert und all die anderen Fakten mit in Ihre Überlegungen aufgenommen?

Da gibt es eine extra Seite dazu (Achtung da steckt ein Link dahinter !). Da steht sehr vieles drin, EMF wird dort nirgends erwähnt obwohl es sich sogar eher um eine Seite handelt, die auch um eine gesellschaftliche Anerkennung der Betroffenen kämpft. Also wie bei MCS Erkrankung. Komischerweise gibt es solche Anlaufstellen für Elektrosensible nicht, die sich organisieren und gebündelt versuchen was zu erreichen. Zumindest in Deutschland ist mir keine bekannt. Lediglich die mobilfunkkritischen Umweltärzte und sonstige Aktivisten arbeiten mit irgendwelchen Phantomzahlen und ein paar wenige äußern sich öffentlich und das anscheinend stellvertretend für ganz viele anderen.


PASSAUER NEUE PRESSE 26.2.2009 "AOK: Fehlzeiten oft psychischer Natur.
Berlin. Psychische Erkrankungen schlagen nach einer Analyse der AOK bei Krankschreibungen immer stärker zu Buche. 2008 fehlten von 9,7 Millionen AOK-Versicherten rund acht Prozent wegen psychischer Probleme. Seit 1995 seien die Fehlzeiten in diesem Bereich um 80 Prozent angestiegen, teilte das AOK-Institut gestern mit. - dpa."

Sie machen vermutlich wiederum den Mobilfunk dafür verantwortlich. Und zwar die EMF als Einwirkung auf den menschlichen Körper. Wollen Sie uns das erklären?

Hier gibt es eine ( andere Erklärung Achtung, ein Link !)

Psychische Erkrankungen steigen nach aktuellen Meldungen (das war ein Link !) wohl tatsächlich dramatisch an.
Ihnen werden gleich die zwei Handys am Ohr des jungen Menschen in's Auge fallen. Mit EMF hat das vermutlich weniger zu tun, sondern die ständige Erreichbarkeit, die das Handy mit sich bringt, kann durchaus Stress bedeuten. Ich habe in meinem Job sehr viel mit Außendienstmitarbeiter zu tun und erlebe, dass selten ein ungestörtes Gespräch möglich ist. Aber es gibt auch unter dieser Berufsgruppe Menschen, die lassen ihr Handy im Auto liegen, wenn sie einen Besuch abstatten, da sie die Unterbrechungen unhöflich finden.


Sie verlangen, dass ich den Trend belegen soll. Nun das kann ich nicht, da ich nicht Hellsehen kann, aber vielleicht können Sie aus den beiden Artikeln zumindest erkennen, dass Krankheiten im Anstieg begriffen waren. Ob dies ab heute schlagartig aufhört, ist abzuwarten!

Durch die neuesten Meldungen fühlen Sie sich sicherlich wieder bestätigt.

Höchster Krankenstand seit fünf Jahren ! (da steckt ein Link dahinter !)

Für Sie wird dies wiederum eine Bestätigung Ihrer unerschütterlichen Überzeugung sein.

Arbeitsmarktexperten erklären es so

Arbeitsmarktexperten erklärten den Anstieg der Krankenstände vor allem mit der besseren konjunkturellen Situation, die im Allgemeinen dazu führe, dass die Beschäftigten im Krankheitsfall weniger Angst hätten, den Job zu verlieren.

Dieser Trend ist immer wieder zu beobachten. Sobald die Situation auf dem Arbeitsmarkt schlechter wird, gehen die Krankentage zurück. Und übrigens, Fehltage sagen nichts über den tatsächlichen Gesundheitszustand des Menschen aus.

Ihr Problem ist, dass Sie keine anderen Faktoren zulassen als den Mobilfunk und das hat sich bei Ihnen so verfestigt, dass es für Sie auch kein Zurück gibt. Da kann man noch so sehr auf Sie einwirken. Das Problem ist, dass Sie Ihre Überzeugung in Form von Leserbriefen als belegte Tatsache unter die Bevölkerung bringen. Ob das tatsächlich so großen Schaden anrichtet, oder ob Sie "ach schon wieder die Eva Weber" von der Leserschaft gesehen werden, da mag jeder darüber denken wie er will. Es gibt in jeder Region so bekannte überaus eifrige Leserbriefschreiber.

Ich halte auch die Mühe hier, Sie und andere EHS von Ihrer Überzeugung abzubringen, für vergebene Liebesmüh.

Im Erklärungsmodell von Harlacher und Schahn ist das sehr gut beschrieben
(Harlacher, U. & Schahn, J. (1998). "Elektrosensitivität" - ein psychologisches Problem? In E. Kals (Hrsg.), Umwelt und Gesundheit. Die Verbindung ökologischer und gesundheitlicher Ansätze (S. 151-172). Weinheim: Psychologie Verlags Union.)

Das o.g. Erklärungsmodell ist in der Dissertation von Christoph Augner auf Seite 14 beschrieben.

Die Schlussfolgerung von Harlacher und Schahn lautet

Irgendwann gibt es dann einen „point of no return“, wo die Überzeugung so in das Selbstkonzept übergegangen ist, dass eine Korrektur nur noch schwer möglich ist. Es kommt zu Erinnerungsfehlern, Vermeidungsverhalten und selektiver
Informationsaufnahme von verifizierenden Inhalten

Deshalb sind für mich diese ständig mit Betroffenen geführten Diskussionen vielleicht noch gut zur plätschernden Unterhaltung, aber sie sprechen weder für die eine noch für die andere Diskussionsgruppe. Es erinnert mich an den Kindergarten, wenn der eine sagt "du bist blöd", "nein, du bist es" und lässt sich beliebig fortsetzen.
Es gibt zu dem Thema genügend Stoff über den man diskutieren könnte, wenn das Thema bedeutend erscheint. Dies hätte vielleicht etwas mehr Niveau und wäre für die Allgemeinheit informativer.

Tags:
Angst, MCS, Burnout, Krankheitsfall


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