Drei Parameter des vegetativen Nervensystems gemessen (Forschung)

H. Lamarr @, München, Montag, 23.01.2017, 22:10 (vor 1028 Tagen) @ charles

Aber, der Einfluss von Elektrosmog auf den Körper kann man gut elektronisch messen, muss aber am Körper selbst gemessen werden, was in Ihre genannte sg. *wissenschaftliche* Studien nioe getan wurde.

Das stimmt nicht, "Charles". Beispielsweise Furubayashi et al., 2008, haben drei Parameter des vegetativen Nervensystems (PvN) beobachtet, während die Probanden (Fälle/Kontrollen) über 4x30 Minuten einer tatsächlichen oder vermeintlichen UMTS-Ganzkörperexposition von 10 V/m ausgesetzt waren (was merklich mehr ist, als in realer Umgebung üblich):

- Temperatur der Hautoberfläche
- Herzrate
- Lokaler Blutfluss

Es gab vier unterschiedliche 30-min-Expositionsszenarien:

- Dauerbefeldung mit UMTS
- Intermittierende Befeldung mit UMTS (5 min. an/5 min. aus)
- Scheinbefeldung
- Geräuschexposition (ohne EMF)

Um PvN-Veränderungen erkennen zu können, wurden in dem 30-min.-Testintervall drei Untersuchungsperioden vorgesehen:

- Früh (00 min. bis 05 min.)
- Mitte (12 min. bis 17 min.)
- Spät (25 min. bis 30 min.)

Die Auswertung der in den Untersuchungsperioden genommenen Messwerte ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden EMF-Befeldungen und der Scheinbefeldung. Außerdem gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen Fällen und Kontrollen. Die Studienautoren schließen daraus, dass EMF sich unter den gegebenen Bedingungen nicht auf das vegetative Nervensystem auswirkt. Ich schließe daraus: Wenn die "Elektrosensiblen" auf EMF-Einwirkung nicht reagierten und die Kontrollen nicht anders reagierten als die "Elektrosensiblen", dann ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass "Elektrosensibilität" eine Krankheit der Psyche ist und nicht der Physis.

Das verwendete UMTS-Signal war übrigens ähnlich dem, das Zwamborn et al., 2003, und Regel et al., 2006, verwendeten, wir hier kennen diese beiden Studien besser unter den Synonymen TNO-Studie und deren Replikation, die ETH-Studie. Furubayashi et al. ergänzten dieses UMTS-Signal um 64 physikalische Kanäle (DPCH). Warum sie das gemacht haben, erklärten sie nicht weiter.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
TNO-Studie, ETH-Studie


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