BfS schreibt Nachfolgestudie zur jüngsten Lerchl-Studie aus (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 24.09.2015, 20:46 (vor 1364 Tagen) @ Alexander Lerchl

Bisher haben zwei Studien (Tillmann 2010, Lerchl et al. 2015) bei Mäusen der Linie B6C3F1 übereinstimmend nach Behandlung mit dem Tumorinitiator Ethylnitrosoharnstoff (ENU) unter Exposition mit elektromagnetischen Feldern des UMTS Standards eine erhöhte Tumorrate in Lunge und Leber festgestellt. Ein Wirkmechanismus, der zu diesen Ergebnissen führen könnte, ist unbekannt.

Es ist unklar, ob EMF die Wirkung von ENU verstärkt (Kokarzinogenität) oder ob ENU unabhängig von EMF Tumore verursacht, die dann später durch EMF in ihrem Wachstum gefördert werden (Tumorpromotion). Eine Nachfolgestudie soll beide Prozesse trennen und vorerst klären, ob EMF die Aufnahme und/oder Wirkung des Kanzerogens (ENU) in utero fördert. Dafür sollen trächtige weibliche Mäuse wie in den beiden vorangegangenen Studien in einem engen Zeitfenster vor und nach der Verabreichung von ENU mit den Expositionsintensitäten 0,04 W/kg und 0,4 W/kg exponiert sowie scheinexponiert werden. Die Temperatur und der metabolische Umsatz der Tiere sollen während der Exposition kontrolliert werden.

Die Aufnahme von ENU im Gewebe der Föten sowie der Verlauf der Reparaturprozesse sollen innerhalb der ersten 24 - 48 Stunden nach der Gabe von ENU untersucht werden. Die Wirksamkeit von ENU soll im Gehirn, Leber und Lunge der Föten anhand der DNA-Schädigung organspezifisch quantitativ bestimmt werden.

Die Nachfolgestudie soll am 1. Januar 2016 starten, die Laufzeit ist auf 15 Monate veranschlagt. Angebote von Bietern können bis 1. November 2015 abgegeben werden. Wer Fragen zu der Ausschreibung hat, kann diese noch bis 18. Oktober 2015 stellen.

Komplette Ausschreibung inkl. Leistungsbeschreibung

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Studie, Mäuse, BfS, Jacobs Universität, Tillmann, Ausschreibung, Lerchl


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