Kronen Zeitung & Salzburgleitung: Zacken in der "Krone" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 23.08.2017, 12:20 (vor 697 Tagen) @ H. Lamarr

Was in Deutschland die "Bild" ist, ist in Österreich die "Krone". Im Streit um die Salzburgleitung versucht die Kronen-Zeitung die öffentliche Meinung zugunsten der Stromgegner zu modellieren und setzt dazu auf die Allzweckwaffe Wolfgang Weber, der als Redakteur der "Krone" über alles und nichts schreibt. Doch was Weber über den Streit um die Salzburgleitung zu berichten weiß ist stets tendenziös und nicht selten falsch. Die folgende kurze Chronik belegt grobe Zacken in der "Krone".

Neue Hoffnung Jungwirth: Am 28.03.2017 berichtet Weber noch hoffnungsvoll, dass der bisherige umweltmedizinische Gutachter Manfred Neuberger, der von den Stromgegnern mit allen Mitteln angegriffen wurde, gegen den Amtsarzt und Umwelthygieniker der niederösterreichischen Landesregierung Dr. Michael Jungwirth ersetzt wird. Da jedoch auch Jungwirth die Erwartungen der Stromgegner nicht erfüllen sollte, wird er schon bald ebenso unter Druck geraten wie zuvor Neuberger.

Es bahnt sich ein bizarres Schauspiel an: Die Stromgegner lassen eine Expertenmeinung nur soweit gelten, solange sich diese Meinung mit der ihren deckt. Da "echte" Experten den Stromgegnern die gewünschte Meinung nicht liefern, weichen die Gegner auf Pseudoexperten und verblasste "Titelträger" aus Deutschland aus. Weber fungiert in diesem Schauspiel als Sprachrohr der Stromgegner.

Jungwirth gutachtert nach bestem Wissen und Gewissen: Schon am 19.07.2017 hat Jungwirth ausgespielt. Redakteur Weber jubelt zwei Jungwirth-Kritiker als "Experten" hoch, die hier im Forum nur allzu bekannt sind. Bei Weber werden der Ex-Elektriker Hans-U. Jakob (Gigaherz) und der Ex-Professor Rainer Frentzel-Beyme, beides betagte Rentner, zu "international renommierten Experten". Frentzel-Beyme wird als "Mitarbeiter des deutschen Krebsforschungszentrums" vorgestellt, was ebenfalls falsch ist. Im Eifer des Gefechts bringt Weber auch noch die Namen der Gutachter Neuberger und Jungwirth durcheinander und kreuzt beide zu dem fiktiven Gutachter "Neuwirth". An solchen Fehlern lässt sich die Qualität einer Zeitung und ihrer Mitarbeiter messen.

Austrias Stromgegner werfen deutsche Rentner in die Schlacht: Die Entwertung des Gutachters Jungwirth wird am 14.08.2017 von Weber fortgesetzt, drei Wochen nach Ende der Berufungsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Wien. Gigaherz-Jakob wird nicht mehr genannt, jetzt trumpft der Krone-Redakteur damit auf, drei Uni-Professoren würden Jungwirth als Laien einstufen. Die sogenannten Uni-Professoren sind der "Volkssturm" der Stromgegner (letztes Aufgebot) in Gestalt von Franz Adlkofer (81), den Weber fälschlich von Berlin nach Wien verpflanzte, Karl Hecht (93) und abermals Frentzel-Beyme (78). Weber gibt sich große Mühe, diese seit langem emeritierten Herren, die auch eine lange Historie als verbohrte Mobilfunkgegner haben, als berufstätige "renommierte Universitätsprofessoren" aussehen zu lassen, die mitten im Leben stehen. Woher Weber seine Informationen aus der mündlichen Verhandlung hat ist nicht klar, vermutlich wurden ihm die "Aussagen" von Stromgegnern zugespielt, so dass an deren Authentizität erhebliche Zweifel angebracht sind.

Kommentar: Mit Dr. Gerd Oberfeld aus Salzburg wären die Stromgegner schlagartig glücklich und Wolfgang Weber müsste nicht länger gegen den Stromgegnern unbequeme umweltmedizinische Gutachter polemisieren. Doch Oberfeld hatte sich 2008 fachlich bis auf die Knochen blamiert.

Hintergrund
Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück
Franz Adlkofer bei Psiram
Frentzel-Beyme bei Psiram
Karl Hecht bei Psiram
Die 158 Unterstellungen des Hans-U. Jakob

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Entwertung, Journalist, Weber, Adlkofer, Hintergrund, Hecht, Frentzel-Beyme, Kronen Zeitung, Salzburgleitung, Neuberger, Jungwirth


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