Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen unauffindbar (Allgemein)

Christopher, Sonntag, 12.07.2015, 23:17 (vor 1593 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Sachverständiger für Humanmedizin hat in seinem Gutachten gegen eine Bodenverkabelung der 380kV-Salzburgleitung mehrmals behauptet, die Studien von Prof. Rüdiger der MedUni Wien im Rahmen des Reflex-Programms seien gefälscht.

Nachdem inzwischen klar ist, dass der Sachverständige Prof. Neuberger ist, habe ich im Umweltverträglichkeitsgutachten zur Salzburgleitung vom 16.12.2013 nach dem gesucht, was Herr Jakob behauptet. Gefunden habe ich nichts, überhaupt nichts. Auch in dem älteren Umweltverträglichkeitsgutachten vom 10.07.2006 habe ich nichts finden können.

Weiß jemand, wovon Herr Jakob eigentlich redet?

Ich kann nur raten, aber er bezieht sich vermutlich auf folgendes Dokument: Protokoll aus Salzburg
Dort heißt es auf Seite 81, letzter Absatz: "Herr Prof. Dr. Neuberger wiederholt die bereits oben gemachten Aussagen bezüglich des Ausschlusses der Erhöhung des Risikos von Erkrankungen durch den geplanten Leitungsbau. Ebenfalls macht er Ausführungen zur sogenannten Reflex-Studie. Dr. Neuberger repliziert darauf und stellt fest, dass diese nicht gefälscht ist. Herr Köck stellt ebenfalls Fragen (...)"

Meine Vermutung: Der Protokollant hat sich hier entweder vertippt und ein "nicht" geschrieben wo keins hingehört, oder (aus dem Kontext wahrscheinlicher): Eigentlich sollte kein "Neuberger repliziert" dastehen, sondern ein "Köck repliziert". In der jetzigen Formulierung antwortet Neuberger ja sich selbst, was ein wenig der Logik widerspricht... Auch das "stellt ebenfalls Fragen (...)" deutet stilistisch in die gleiche Richtung, aber das ist jetzt fortgeschrittene Text-Exegese :)

Wenn Sie jetzt etwas enttäuscht sind: Eigentlich ist es genau das, was ich erwartet hatte (Sie ja vielleicht auch). Viel Lärm um nichts.


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