Was wurde eigentlich aus der Salzburgleitung? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.06.2016, 11:07 (vor 1244 Tagen) @ H. Lamarr

Was passiert, wenn grenzüberschreitend ein Querulant aus der Schweiz ein passendes Gegenstück im Salzburger Land findet, davon handelt dieser Strang. Der Schweizer Hans-U. Jakob instrumentalisiert mit seinen bizarren Ideen den Österreicher. Dies führt jetzt auch in Österreich zu Auswüchsen, wie sie zuvor in der Schweiz zu beobachten waren. Heimlicher Nutznießer der ganzen Aufregung ist ein Ex-Tabaklobbyist in der deutschen Hauptstadt.

Und, hat das Gift, das Hans-U. Jakob in Österreich verbreitet hat, denn nun gewirkt?

Nein, die Schlacht ging für die Strommastengegner mit dem Genehmigungsbescheid für die Freileitung und gegen die Erdverkabelung im vergangenen Dezember verloren. Neben Agrar-Landesrat Josef Schwaiger und Gutachtern stuft auch die grüne Umweltreferentin Astrid Rössler die Eingriffe des Erdkabelverlegens als wahrscheinlich noch schwerwiegender ein als jene von Mastenstandorten. Das Kabel würde einige Probleme, etwa mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, bringen, heißt es <hier>.

Das UVP-Verfahren zur Errichtung und zum Betrieb der 380-kV-Salzburgleitung ist seit 28.9.2012 bei der Salzburger Landesregierung als UVP-Behörde anhängig. Es wurde mit Genehmigungsbescheid vom 14.12.2015 abgeschlossen.

Nach Durchführung eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens und abschließender rechtlicher Würdigung hat sich ergeben, dass alle Genehmigungstatbestände erfüllt sind. Trotz der in einigen Fachbereichen erheblichen Eingriffe bzw. Auswirkungen des Vorhabens ergab sich nach umfassender Abwägung der unterschiedlichen öffentlichen Interessen, dass insgesamt das Interesse an der Projektumsetzung der 380-kV-Salzburgleitung überwiegt. Aus diesem Grund waren die Genehmigungen nach den jeweiligen Materiengesetzen (Starkstromwegegesetz, Wasserrechtsgesetz, Forstgesetz, Salzburger Naturschutzgesetz u.a.) und die Genehmigung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz unter Vorschreibung zahlreicher Nebenbestimmungen zu erteilen.

Kommentar: Es ist schön zu sehen, dass die niederträchtigen Methoden, mit denen der schweizer Verein Gigaherz im Streit um die Salzburgleitung Boden gut machen wollte, nicht verfangen haben. Die aufgehetzten Bürgern entlang der Trasse scheinen in Gestalt der "IG Erdkabel" schon 2014 abgewirtschaftet zu haben, die Aktuell-Ecke der IG döst seit August 2014 vor sich hin und auch sonst ist dieser Website die erlittene Niederlage deutlich anzumerken. Fotos der Truppen zeigen auffällig viele Kinder und alte Männer, Strommasten- und Sendemastengegner schenken sich da nichts. Wahrscheinlich wird die Website der IG noch eine zeitlang als Soldatenfriedhof im Netz stehen, bevor sie das Schicksal zahlreicher Anti-Mobilfunk-Websites teilt und unbeachtet auf dem Kompost landet.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Erdkabel, Niedertracht, Salzburgleitung, Erdverkabelung


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