EBI "Stop 5G" mit abschreckendem Spendenkonto (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.02.2022, 01:57 (vor 232 Tagen) @ H. Lamarr

Wie die Alpenrepublikaner das geschafft haben ist rätselhaft, es passt aber gut zu den teils nicht nachvollziehbaren Aktivitäten und Absonderlichkeiten auf der noch immer ziemlich chaotischen Website.

Wenn wir schon bei den Haken und Ösen der EBI "Stop 5G" sind, hier noch eine dazu passende "News":

Eigentlich hatte Markus S. schon vor geraumer Zeit angekündigt, sich aus der Anti-Mobilfunk-Szene zurückziehen zu wollen. Das stimmt auch, was seine öffentlichen Auftritte mit Medienecho anbelangt. Rigoros ist sein Schlussstrich jedoch nicht, denn auf der deutschsprachigen Spendenseite der EBI ist gegenwärtig zu lesen:

Screenshot der EBI-Stop-5G-Website (Auszug) vom 5. Februar 2022
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Das ist insofern irritierend, weil die EBI rund drei Wochen vor dem Start ihrer Unterschriftensammlung noch immer kein eigenes Konto für Spender aus Deutschland vorweisen kann. Ersatzweise muss das Spendenkonto der Bürgerinitiative 5G-freies Köln herhalten. Die Kölner BI benennt momentan auf ihrer Website in älteren PDFs noch drei weitere Spendenkonten, darunter eines aus der prä-historischen Vergangenheit der EBI, als Eduard Meßmer noch zuversichtlich war, er könne das Projekt EBI stemmen, das bei ihm nicht "Stop 5G" hieß, sondern "Attention 5G".

Im April 2021 gab es schon einmal Irritationen um Markus S. und ein Spendenkonto der Kölner BI. Auch der "Bundesverband verstörter Mobilfunkgegner Deutschlands" :-) (BVMDE) war in diese Irritation verwickelt. Mehr dazu hier. Der BVMDE beabsichtigte seinerzeit, die bis dato ehrenamtliche Koordinationstätigkeit von Michaela T. zugunsten des BVMDE mit Spendenhilfe in eine bezahlte Teilzeitstelle umzuwandeln. Allem Anschein nach gelang dies nicht. Auch Jörg W., Gründer von elektrosmognews.de, musste schon 2004 die gleiche enttäuschende Erfahrung machen, dass die Anti-Mobilfunk-Szene zwar liebend gerne (Information & Desinformation) nimmt, aber nur, wenn diese unentgeltlich frei Haus geliefert wird. Jörg W. gab seinerzeit die erfolgreichen elektrosmognews verärgert an das hese-Projekt ab und zog sich aus der Szene zurück. Auch Michaela T. folgte ihm auf diesem Weg, sie zog sich 2021 vom BVMDE zurück und wurde durch den überzeugten "Elektrosensiblen" Georg V. ersetzt. Jörg W. will bis heute mit der Szene nichts mehr zu tun haben, Michaela T. hingegen schon. Sie taucht in der Organisationsgruppe der EBI neuerdings als Stellvertreterin der deutschen Vertreterin Elisabeth Birgit Madsen auf. Gegenwärtig allerdings nur in der englischen Fassung der Website, nicht in der deutschen Fassung, was ich als weiteren Beleg für Chaos in der Organisationsgruppe werte.

Aller "guten" Dinge sind Drei

Also noch einmal: Das oben im Screenshot genannte EBI-Spendenkonto findet sich auf der Website der "Bürgerinitiative 5G-freies Köln". Es findet sich aber auch als Spendenkonto des BVMDE in dessen Impressum. Womit wir der Ursache des eigentümlichen dreifachen Kontogewürges mit Markus S. im Mittelpunkt auf der Spur sind. Denn die Organisatoren der EBI können es unter den gegebenen Umständen nicht schaffen, ihrem Projekt ein lupenreines Spendenkonto zuzuordnen. Warum nicht? Weil auch die EBI, ebenso wie die Kölner BI und der BVMDE lediglich ein loser Zusammenschluss von Gleichgesinnten ohne Rechtsform ist.

Gleiche Gesinnung ist aber zu wenig, um ein Girokonto bei einem Geldinstitut eröffnen zu können, dies dürfen nur natürliche oder juristische Personen (in unserem Fall z.B. eingetragene Vereine) unter wenig strengen Voraussetzungen. Markus S. fungiert somit für die drei rechtlosen Interessengruppen als Strohmann, er stellt ihnen ein von ihm als Privatmann eröffnetes Girokonto als Spendenkonto zur Verfügung, weshalb sein Name als Kontoinhaber auf Überweisungen auch nicht fehlen darf. Ob dieser Konstrukt rechtlich wasserdicht ist kann ich nicht beurteilen. Aus meiner Sicht riecht er unangenehm nach Geldwäsche. Wenngleich ich keinen der Beteiligten diesbezüglich in Verdacht habe, so zeigt das blauäugig praktizierte Vielzweckkonto doch eine gehörige Portion an Weltfremdheit und Unprofessionalität der Bündnisgenossen, die aus mir unbekannten Gründen ein anrüchiges Vielzweck-Spendenkonto einem unverdächtigen Vereinskonto vorziehen und das Risiko billigend in kauf nehmen, damit Spender abzuschrecken.

Da Markus S. dem Vernehmen nach maßgebend an der Gründung des BVMDE beteiligt war, schält sich langsam heraus, dass die in der Szene bislang unbekannte ÖDPlerin Madsen mit Markus S. und Michaela T. mutmaßlich unter dem Einfluss des BVMDE steht, der seinerseits unter dem Einfluss von Diagnose-Funk steht. Dieses Schneeballsystem soll dafür sorgen, dass bis 28. Februar 2023 die für Deutschland erforderliche Mindestanzahl von 72'096 EBI-Unterstützern weit übertroffen wird. Sind es weniger, womit in Zeiten, da alternative Fakten Konjunktur haben, nicht zu rechnen ist, verfallen die hierzulande abgegebenen Stimmen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Baubiologie, EHS, Seilschaft, Spendenaufruf, Qualitätsmängel, ÖDP, Schneeballsystem, Unterschriftensammlung, Meßmer, Koppelgeschäft, BVMDE, Köln, Madsen, EBI, Stop (((5G))), Attention


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