Ein weiteres Blendwerk von Diagnose-Funk (Forschung)

KlaKla, Sonntag, 12.06.2016, 08:51 (vor 1198 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 12.06.2016, 09:12

Es ist geradezu grotesk: Während auf der einen Seite es nur so an mehr oder weniger substanzieller Kritik an der NTP-Studie hagelt, schwelgt Diagnose-Funk bereits inklusive kindischer Bildretusche in Endsieg-Fantasien. Zur Sache weiß Diagnose-Funk selbst nichts zu sagen, der Verein, der ein sogenanntes Ressort "Wissenschaft" hat, sitzt nur wieder einmal auf den Schultern anderer und kommt übers Zitieren, Copy-Paste und Linksetzen nicht hinaus. Aus meiner Sicht eine beschämend schwache Leistung, die über die dünne Kompetenzausstattung des Vereins faktisch Zeugnis ablegt.

Doch selbst diese Leistung wird noch unterboten von dem Interview, das Diagnose-Funk anlässlich der NTP-Studie mit Franz Adlkofer geführt hat.

Bemerkenswert: Rechts in der Portal-Säule bietet Diagnose-Funk auf seiner Webseite Stellungnahmen an. Das Interview, die Stellungnahme vom Ex-Tabaklobbyisten Dr. Franz Adlkofer ist da jedoch nicht zu finden!

Die Stellungnahme von Dr. Wilfried Kühling, Bund für Umwelt und Naturschutz spiegelt lediglich eine Aussage von Elisabeth Cardis. Diese nutzt er als Einstieg um einen Vergleich zur Risikobewertung bzgl. Luftschadstoffe herzustellen, wo er mVn seine Kernkompetenz hat. Weglassen tut man die weitere Aussage von Cardis, So warnt die Strahlenforscherin vor voreiliger Panikmache. "Die Tumor-Fallzahlen waren in der NTP-Studie recht gering, und die Ergebnisse wurden in der Studie lediglich als 'geringe Auftretenshäufigkeit' von Gliomen und Schwannomen im Herzen bezeichnet".

Seit langen wünscht sich Dr. W. Kühling einen Paradigmenwechsel. Damit allein schon eine Annahme einer Gefahr reicht um Vorsorge im Sinne der Baubiologie voranzutreiben.

Besondere Kenntnisse in der EMF-Forschung benötigt man nicht um so eine Stellungnahme abzugeben. Es reicht ein Artikel in der Welt gelesen zu haben. Es zählt lediglich der Doktor-Titel, diesmal der von Herrn Kühling. Ganz nach der Devise, unter den Blinden ist der Einäugige König.

Die Augsburger Allgemeine schreib am 01.06.2016: Zwar seien die Ergebnisse durchaus wichtig und relevant, dennoch handele es sich hierbei um "Panikmache", so Cardis. Denn gleichzeitig belege eine australische Studie, dass Strahlen des Handys für den Menschen weitesgehend ungefährlich seien.

Den Artikel in der Welt, verfasste kein Wissenschaftsredakteur, sondern ein Wirtschaftsredakteur.

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Tags:
BUND, Cardis, Seilschaft, Blendwerk, Weglassen, Gliom, Paradigmenwechsel, Arbeitskreis, Alarm, Kühling, NPT-Studie, zitieren, Schwannom


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