"STOA-Studie" - Mittel zum Zweck (Allgemein)

KlaKla, Sonntag, 24.07.2022, 10:16 (vor 131 Tagen) @ KlaKla

STOA-Berichte wurden schon früh benutzt um sich in den Vordergrund zu spielen. Beispiel aus dem Jahr 2001. So versuchte man mit einem Bericht der STOA Oberwasser zu gewinnen. 2002 und 2003 griff der Baubiologe W. Maes die Story noch mal auf.

Auszug: "Obgleich das Auftreten nichthermischer Einflüsse nicht per se notwendigerweise schädliche Folgen für die menschliche Gesundheit nach sich zieht, geben die zunehmenden Anzeichen einer Übereinstimmung zwischen einigen der veröffentlichten nichtthermischen Effekte der Strahlung und der Art spezieller berichteter gesundheitsschädigender Auswirkungen Anlass zur Sorge, besonders die neueren Berichte über ein verstärktes Auftreten einer seltenen Art von Gehirntumoren (unbeschadet der relativ kurzen Belastungsdauer im Vergleich zu üblichen Ruheperioden), das zur Gentoxizität der Strahlung konsistent ist."

Herausgeber: Dr. G. Hyland, University of Warwick, Coventry, UK und Internationales Institut für Biophysik, Neuss-Holzheim, BRD

Wenn ich mich recht erinnere, war in der frühen Ausgabe des "Weißbuch - Elektromagnetische Felder" auch STOA, Hyland als Quelle genannt. Heute steht da der neue STOA-Bericht von Belpoggi drin.

Der Mobilfunkgegner Dr. Klaus Buchner ehemaliger Mitglied des Europaparlamet (MdEP) hat Kontakte zu Michèle Rivasi. Ihre Gemeinschaftsarbeit, der „Rivasi-Report“, der massive Interessenkonflikte der ICNIRP belegen sollte. Der Rivasi-Report setzte auf die Berichterstattung von Investigate Europe aus dem Jahr 2019.

Seilschaft: Investigate Europe, Autor Harald Schumann – Buchner – Diagnose-Funk

Die ICNIRP ist immer noch nicht zu Fall gekommen Belpoggis Arbeiten sind aktuell im Gerede und sie ist eine in der Szene bekannte Mobilfunkkritikerin. Was 2001 ging, wird auch 2022 gehen. Heute ist man deutlich besser miteinander vernetzt, als noch vor 20 Jahren. Ein STOA-Bericht muss her. Mit einer zu erwartenden unkritischen Auftragsvergabe ist man erfolgreich. Später kommt der Mitstreiter Dr. Klaus Buchner ins Spiel. Er macht eine kleine Anfrage, wird es den STOA-Bericht auf Deutsch geben? Nein, dafür gibt es keine Mittel. Quelle: diagnose:funk Webinar Nr. 19: Die STOA-Studie – Bibel oder Teufelszeug? ab min. 24:58

Wie gut für Diagnose-Funk, sie übernehmen diese Arbeit unautorisiert, fügen ein Vorwort ein, da sie davon ausgehen, dass Politiker oder deren Sachbearbeiter keine 200 Seiten lesen. Diese gedruckte Übersetzung bietet Diagnose-Funk überteuert für 24,90 Euro an, damit nützliche Idioten es jedem Abgeordneten in ihrem Wahlkreis übergebe, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Sie wollen gehört werden, sie glauben sie verfügen über die fachliche Kompetenz Politiker zu beraten. Sie wollen empfohlen und wahrgenommen werden als die unparteiischen Berater, als Alternative zur ICNIRP, SSK, BfS. Denn auch ein gelernter Drucker ist des Lesens mächtig und mehr braucht es seiner Meinung nach nicht um da mit zuspielen!

Kritische Nachfragen schiebt die STOA auf die lange Bank. Was mMn fehlt ist eine öffentliche Stellungnahme des BfS zum STOA-Bericht. Was Dr. Ketteler vom BfS bei der Veranstaltung in Ulm zum STOA-Bericht sagte, ist zu wenig. Zumal es angeblich lt. Diagnose-Funk, eine schriftliche Stellungnahme geben soll vom BfS, für Bundestagsabgeordnete.

Ergänzung 29.07.2022 Techniken der Wissenschaftsleugnung

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Diagnose-Funk, Lobbyarbeit, Seilschaft, Buchner, Irrtum, Spaltung, Rivasi, Belpoggi, Investigate Europe, Karaboytcheva, Plurv, Wissenschaftsleugnung, STOA-Studie, STOA-Bericht, Briefing


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