2010 - Klagewelle zugunsten von Uli W. angefacht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.04.2013, 23:21 (vor 2286 Tagen) @ H. Lamarr

Anfang 2010 war die große Zeit des Mitte 2009 gegründeten "Aktionsbündnis für strahlungsfreie Lebensräume" (AB-Strahl), das sich insbesondere um den überzeugten Extrem-Elektrosensiblen Ulrich Weiner kümmerte. Rechtsanwalt Frank-Ulrich Mann (ehemals Leiter der Rechtsabteilung von Greenpeace) ließ am 11. Februar 2010 verlauten:

AB-StrahL bereitet gerade eine Klage gegen einen Mobilfunkbetreiber vor. Die Rechtsprechung zum Thema Mobilfunk bedarf einer wegweisenden Änderung. Hin zu mehr Schutz für die elektrohypersensiblen Menschen und diejenigen, die es nicht werden wollen. Wir stellen uns dabei auf einen langen Weg durch die Instanzen ein. Ein schwieriges und heikles Unterfangen. Aber wenn wir nicht permanent versuchen, die staatlichen Entscheidungsträger zu überzeugen, werden wir unser Ziel nie erreichen. Für Ulrich Weiner wurde seitens AB-StrahL bereits ein Antrag auf einstweilige Verfügung finanziert, um die Klagewelle ins Rollen zu bringen. Es geht dabei um die Erhaltung eines Funkloches. Das LG Freiburg hat den Antrag zwar per Beschluß mit nicht überzeugenden Gründen abgewiesen (was zu erwarten war), es wurde jedoch sofortige Beschwerde eingelegt. Hierüber ist noch nicht entschieden.

Noch heute, gut drei Jahre später, ist die Begeisterung in den Zeilen des Rechtsanwalts spürbar, vermutlich erhoffte er sich seinerzeit üppigen Zuwachs an Klientel. Die Klagewelle aber kam nie zustande, sie versickerte bereits vor ihrer Entstehung. Und auch AB-Strahl ist Geschichte. Noch ist der Verein zwar am Amtsgericht Freiburg eingetragen (VR 700353), doch er ist eine Karteileiche, Lebenszeichen sendet er schon lange keine mehr aus.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Weiner, Anwalt, Sammelklage


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum