2002 - Biophysikprofessor warnt eindringlich vor UMTS (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 20.12.2013, 21:40 (vor 2101 Tagen) @ H. Lamarr

Der folgende Artikel von Martin Müller-Bialon erschien am 20.02.2002 in der Frankfurter Rundschau.

Professor Mäntele: "40 Millionen Versuchskaninchen"

Die warnenden Stimmen von Wissenschaftlern vor der neuen UMTS-Technik für Mobiltelefone mehren sich. So fordert der Frankfurter Biophysiker Professor Werner Mäntele sogar den Verzicht auf die neue Handy-Generation, bis die Wirkung der elektromagnetischen Strahlung auf den menschlichen Organismus erforscht ist.

"Derzeit haben wir 40 Millionen Versuchskaninchen in Deutschland", sagte Professor Mäntele im Gespräch mit der FR. "Die Quittung werden wir vielleicht in ein paar Jahren haben." Den Menschen seien "Handys in die Hand gedrückt worden", obwohl noch keine genauen Erkenntnisse über die medizinischen Folgen bekannt seien.

Mäntele nimmt mit zwei Kollegen seines Instituts an einem EU-Forschungsprojekt teil. Insgesamt 30 Wissenschaftler aus fünf EU-Ländern sowie Israel untersuchen die Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf biologische Systeme.

Dabei geht es auch um die übernächste Generation der Datenübertragung, das so genannte Iridium-System, bei dem Wort und Bild von Satelliten gesendet werden. Am Wochenende traf sich die Forschergruppe zu einer Fachtagung in Frankfurt. Der Politik wirft Biophysiker Mäntele Verantwortungslosigkeit vor. "Die Gier war größer als die Vorsicht", sagte er mit Blick auf die Milliarden-Einnahmen bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen.

Den momentan gültigen Grenzwerten für die elektromagnetische Strahlung von Mobilfunk-Sendeanlagen räumt Mäntele keine große Aussagekraft ein. Grund: Die Grenzwerte seien "extrapoliert", das heißt: von anderen Sendeanlagen auf die Mobilfunk-Technik übertragen. "Das ist so, als wenn man einen Ochsenkarren mit einem Auto vergleicht."

Ob und wie gefährlich die UMTS-Technik für den Menschen sei, lasse sich ein Jahr nach dem Start des EU-Projekts noch nicht sagen, so Mäntele. Es gebe gleichwohl "Verdachtsmomente, dass gewisse Frequenzen in Zellen Resonanzen erzeugen". Bevor diese Frage geklärt sei, sollte nach Meinung des Professors die UMTS-Technik nicht auf den Markt gebracht werden.

Handy-Benutzern rät Strahlungs-Experte Mäntele, die Geräte so wenig wie möglich einzuschalten. "Das ist der beste Schutz. Besonders Kindern sollte man kein Handy ans Ohr halten."

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Verantwortungslos, Lizenzen, Vergangenheit, UMTS-Technik


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