Irrtum + Verallgemeinerung = Unfug (Allgemein)

Eva Weber, Montag, 25.10.2010, 20:04 (vor 4268 Tagen) @ RDW

"..derzeit nicht eindeutig belegt" heißt für Betroffene stets, entsprechend Prof. Eikmann am 7.12.2006 im Bayer. Landtag in etwa: "Wenn Patienten zu uns kommen und ihre Beschwerden mit Mobilfunk in Zusammenhang bringen, so sagen wir ihnen, dass es das eigentlich nicht gibt."

Während die dafür zuständigen Stellen zu athermischen Effekten von Mobilfunkexposition sagen, "dass es das eigentlich nicht gibt", reden die Lehrbuchschreiber von nicht eindeutig belegten Effekten und kontrovers diskutierten Genotoxischen Effekten.

Lügt da jemand? Und wenn ja, warum?

Wer sagt, dass die "zuständigen zuständigen Stellen zu athermischen Effekten von Mobilfunkexposition sagen, "dass es das eigentlich nicht gibt""?
Etwa die "zuständigen Stellen"?
Nein, es ist eine für ihre Missverständnisse und Verdrehungen bekannte Forenschreiberin, die das sagt (siehe das oberen Zitat) sowie Sie selbst mit der von Ihnen unzulässig eingebrachten Verallgemeinerung von "Beschwerden" zu "athermischen Effekten" inklusive "Genotoxischen Effekten".

Also künftig etwas mehr Unterscheidung bitte, um Unwahrheiten nicht auf diese überflüssige Weise zu erzeugen und weiter zu verbreiten.

RDW

Hier meldet sich die Forenschreiberin, die wie Sie sagen, für ihre Missverständnisse und Verdrehungen bekannt ist (siehe obiges Zitat).

Zur Klärung:

Anhörung gem § 173 der Geschäftsordnung für den Bayerischen Landtag

zum Thema: Einfluss des Mobilfunks auf die menschliche Befindlichkeit
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz
70. Sitzung, Donnerstag, 7. Dez. 2006, 9.23 Uhr bis 13.15 Uhr

Ich zitiere aus dem Protokoll Seite 37: SV Prof. Dr. Eikmann (Institut für Hygiene und Umweltmedizin):
" ... Wenn Patienten mit der Aussage 'Ich bin elektrosensibel. Ich empfinde bestimmte Symptome, wenn ich elektromagnetischen Feldern ausgesetzt werde.' zu uns kommen, dann nehmen wir dies schon sehr ernst. ...Wir haben im Rahmen der Multicenterstudie ein gutes Instrumentarium erarbeitet, anhand dessen auf der einen Seite die somatische Situation, aber auch die psychische Situation des Patienten geprüft wird. Unser Ziel ist, diese Patienten in die Lage zu versetzen, wieder lebensfähig zu sein, wieder mit ihrer normalen Umgebung auszukommen, wieder soziale Kontakte haben zu können und wieder arbeiten zu können. Das ist unser primäres Ziel. Wir werden mit den Patienten sicherlich nicht bis ins letzte diskutieren, ob sie elektrosensibel sind oder nicht. Wir teilen ihnen mit, dass wir als behandelnde Ärzte die Ansicht haben, dass es das eigentlich nicht gibt."

Ebenfalls anwesend Frau Prof. Herr, die bei dieser Gelegenheit von Prof. Eikmann vorgestellt wurde.

Im übrigen halte ich es für unwahrscheinlich, dass ein Betroffener zum Arzt geht und sagt "ich bin elektrosensibel, ich empfinde bestimmte Symptome, wenn ich elektromagnetischen Feldern ausgesetzt bin"...Er wird eher über Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen etc. klagen. Und wenn er dies schließlich mit Mobilfunk in Zusammenhang bringt, dann hat er eben Angst vorm Mast oder vor Strahlen.

Wenn auch der niedergelassene Arzt von Fact Sheet 296 nichts weiß, so behandelt er automatisch seinen Patienten danach. Symptome behandeln, kein Hinweis evtl. wenigstens die Eigenbelastung durch EMF zu reduzieren. Wenn er darauf hingewiesen wird, na dann tickt eben der Patient nicht richtig. Denn EMF hat bis heute unter den Grenzwerten keinerlei Auswirkungen zu haben und dass ein Wirkmechanismus nicht gefunden ist, wird in Fact Sheet 296 den Regierungen unterbreitet zur Weitergabe an Ärzte etc.

Eva Weber

Tags:
Landtag, Anhörung, Herr


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