1,3 W/kg = 250 mSv? (Allgemein)

Sektor3, Sonntag, 24.10.2010, 01:39 (vor 4228 Tagen) @ H. Lamarr

Die Deutschen telefonieren im Jahr im Schnitt 37 Stunden mit dem Handy, kommen also demnach bei 1,3 W/kg im Durchschnitt auf ein Äquivalent von ca. 250mSv im Jahr.

Mir ist absolut schleierhaft, wie sie für eine nichtionisierende Strahlung (1,3 W/kg) aufs Jahr bezogen eine für ionisierende Strahlung vorgesehene Äquivalentdosis von 250 mSv ermitteln können.

Ich würde mir nicht zutrauen, selbst solche Werte zu ermitteln. Die Annahme beruht auf folgenden Überlegungen:

1. Werte von Tauber
Beim IZgMF findet unser Mediziner dann noch in diesem Bericht auf Seite 6 einen Vergleich der Mobilfunk-Befeldung mit ionisierender Strahlung. Demnach hat die Mobilfunk-Befeldung mit 1,3 W/kg über 72 Stunden eine ähnliche Wirkung wie eine Strahlendosis von 0,5 Gy (Strahlung wie bei einer Atombombe in wenigen km Entfernung, weit über allen Grenzwerten für berufliche Exposition).

2. Die Deutschen telefonieren im Jahr im Schnitt 37 Stunden mit dem Handy

3. Annahme: Strahlengewichtungsfaktor = 1
Dort steht, Photonenstrahlung aller Art hat einen Strahlengewichtungsfaktor 1.

4. Strahlendosis
"Die gemeinsame Einheit aller radiologisch bewerteter Dosisgrößen ist Sv (Sievert), wobei in vielen Fällen des praktischen Strahlenschutzes (bei Röntgen-, Gamma- und Beta-, also elektromagnetischer und Elektronenstrahlung) gilt: 1 Gy = 1 Sv."

Überschlägig geht aus Taubers Graphik (1) und der durchschnittlichen jährlichen Nutzungsdauer (2) hervor, dass beim "Durchschnittstelefonierer" bei 1,3 W/kg etwa 0,25Gy an Strahlung losgelassen sind, die nach (3) und (4) wiederum etwa 250 mSv entsprechen, unter der Annahme, dass die Expositionsdauer lineare Wirkung zeigt.


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