EHS-Forschung (Forschung)

Doris @, Sonntag, 13.12.2009, 12:41 (vor 4802 Tagen) @ Fee

Kommt mir vor, wie wenn einem z.B. jemand ständig mit einem Hämmerchen auf den Kopf schlagen würde und dagegen schmerzlindernde, angstlösende und kognitive Therapie durchgeführt würden. Oder man täglich Gift schlucken müsste und dagegen oben erwähnte Therapien gemacht würden.

Das Problem ist, dass Sie und andere Betroffene sich vorsätzlich geschädigt fühlen und den Verantwortlichen mehr oder weniger unterstellen, dass dies bekannt ist, aber bewusst nichts dagegen unternommen wird. Auch in Form von Forschung, die so wie ich das sehe an ihre Grenzen gestoßen ist.

Das Problem wird m.E. jedoch nicht geleugnet, aber unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet. Da sind Menschen, die leiden und dass diese sogar massiv leiden, wird nicht abgestritten. Der kausale Zusammenhang, den diese Menschen herstellen, konnte bisher nicht bewiesen werden. Persönliche Vorsorge, wie Abschirmung, Minimieren der Exposition auf einen Level, bei dem "nichts mehr gespürt werden dürfte", reichen nicht, die Menschen leiden weiter. Also muss doch angesetzt werden die Symptome zu bekämpfen, wenn die Ursachen nicht eindeutig geklärt sind.
Nun haben Sie und andere die Möglichkeit sich in die Märtyrerrolle zu begeben und für eine Anerkennung des von den Betroffenen aufgezeigten kausalen Zusammenhang zu kämpfen, oder aber Sie setzen die Prioritäten anders. Sie können für ein Schutzgebiet, am Rande der Gesellschaft unter Ihresgleichen kämpfen, oder aber für ein erträgliches Leben in Ihrem gewohnten Umfeld im Kreise Ihrer Familie und sonstigen Angehörigen.

Wie lange kann man eigentlich täglich Schmerzmittel schlucken ohne Nebenwirkungen wie Leber- und Nierenschäden, dann hätte man dann gleich noch ein Problem mehr.

Mit diesem Problem kämpfen wohl viele Ärzte mit ihren Patienten. Neben dem Problem der Tablettenabhängigkeit gibt es auch Patienten, die jegliche Medikamente aus Angst vor den Nebenwirkungen ablehnen. Eine Nutzen/Risikoabwägung muss einfach in jedem Einzelfall erfolgen.

Es gibt Menschen mit chronischen Erkrankungen, die können ohne Medikamente gar nicht leben und müssen die Nebenwirkungen einfach in Kauf nehmen.

Psychopharmaka und auch Ritalin bei ADHS Kindern wird vom Laien von vorneweg grundsätzlich spektisch und mit Ablehnung betrachtet. Eltern, die ihren Kindern Ritalin geben, begeben sich sofort in die Verteidigungshaltung, warum sie dies tun müssen. Ein Mensch mit Depressionen hat zwei Möglichkeiten. Entweder er schmeißt sich vor den Zug, oder er nimmt begleitend zu einer Therapie Psychopharmaka. Bei den meisten Menschen steht doch als Endziel im realen Leben integriert zu bleiben.

Das mit den "Schutzgebieten" stellen Sie sich m.E. zu einfach vor. Was soll ein Schutzgebiet bringen, was nicht in einer eigenen Wohnung erreicht werden kann. Ich gehe davon aus, dass ES nicht nur Menschen sind, die nicht oder nicht mehr arbeiten. Oder müssen Ihrer Meinung nach Schutzgebiete mit Berufsunfähigkeitsrente gekoppelt werden? Haben Sie eine Ahnung, durch welche Instanzen Menschen gehen müssen, die eine Frühberentung bewilligt bekommen?

Tags:
Ritalin, Funkloch, Schutzzonen, Frühverrentung


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