EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 (Allgemein)

Gast, Dienstag, 01.12.2015, 11:51 (vor 993 Tagen)
bearbeitet von Gast, Dienstag, 01.12.2015, 12:08

EUROPAEM EMF-Richtlinie 2015 zur Prävention, Diagnose und Behandlung von EMF-verbundenen Gesundheits-Problemen und Krankheiten.

Von: Belyaev I, Dean A, Eger H, Hubmann G, Jandrisovits R, Johansson O, Kern M, Kundi M, Lercher P, Mosgöller W, Moshammer H, Müller K, Oberfeld G, Ohnsorge P, Pelzmann P, Scheingraber C, Thill R

Abstrakt: (Automatenübersetzung)
Chronische Krankheiten und Erkrankungen mit unspezifischen Symptomen verbunden sind, sind auf dem Vormarsch. Neben chronischen Stress in der Sozial- und Arbeitswelten, der physikalischen und chemischen Expositionen zu Hause, bei der Arbeit und in der Freizeit sind kausale oder einen Beitrag belastenden Umweltfaktoren, die Aufmerksamkeit verdienen durch den Hausarzt als auch von allen anderen Mitgliedern der Gesundheitsbranche. Es scheint nun, sicherlich notwendig, um "neue Forderungen" wie elektromagnetisches Feld (EMF) zu berücksichtigen.

Ärzte werden zunehmend mit Gesundheitsproblemen von nicht identifizierten Ursachen konfrontiert. Studien, empirische Beobachtungen und Patientinnen und Patienten deutlich, Wechselwirkungen zwischen EMF-Exposition und gesundheitlichen Problemen. Individuelle Anfälligkeit und Umweltfaktoren werden häufig vernachlässigt. Neue drahtlose Technologien und Anwendungen haben, ohne Gewissheit über ihre Auswirkungen auf die Gesundheit eingeführt, neue Fragen für die Medizin und Gesellschaft.

So wurden zum Beispiel die Frage der so genannten nicht-thermischen Wirkungen und potenziellen langfristigen Auswirkungen von niedrig dosiertem Exposition kaum vor der Einführung dieser Technologien untersucht. Gemeinsame EMF-Quellen gehören Wi-Fi Access Points, Router und Clients, schnurlose und Mobiltelefone einschließlich ihrer Basisstationen, Bluetooth-Geräte, ELF Magnetfelder von Nettoströme, ELF elektrische Felder von elektrischen Lampen und Leitungen in der Nähe der Bett und Schreibtisch.

Einerseits gibt es starke Hinweise, dass langfristige Belastung durch bestimmte EMF Belichtungen ist ein Risikofaktor für Erkrankungen, wie bestimmte Krebsarten, Alzheimer-Krankheit und männlicher Unfruchtbarkeit. Auf der anderen Seite, ist die Schwellenelektrosensibilität (EHS) mehr und mehr von den Gesundheitsbehörden, Behinderung Administratoren und Sachbearbeiter, Politiker sowie Gerichten anerkannt.

Wir empfehlen, die Behandlung von klinisch EHS im Rahmen der Gruppe der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI), die zu einer Funktionsbeeinträchtigung (EHS), aber immer noch zu erkennen, dass die zugrunde liegende Ursache bleibt das Umfeld. Am Anfang, EHS Symptome treten oft nur gelegentlich, aber im Laufe der Zeit können sie in Häufigkeit und Intensität zu erhöhen.

Gemeinsame EHS Symptome sind Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Depression, Mangel an Energie, Müdigkeit und grippeähnliche Symptome. Eine umfassende Anamnese, der alle Symptome und ihre Vorkommen in räumlicher und zeitlicher Hinsicht als auch in Zusammenhang mit EMF Expositionen gehören sollte, ist der Schlüssel für die Diagnose. Die EMF-Exposition kann, indem er für typische Quellen wie Wi-Fi Access Points, Router und Clients, schnurlose und Mobiltelefone und Messungen zu Hause und bei der Arbeit zu beurteilen. Es ist sehr wichtig, um die individuelle Empfindlichkeit berücksichtigen. Die primäre Methode der Behandlung sollte vor allem auf die Verhütung oder Verringerung der EMF-Exposition, das heißt, Reduzierung oder Beseitigung aller Quellen der EMF zu Hause und am Arbeitsplatz.

Die Verringerung der EMF-Exposition sollte auch auf öffentlichen Plätzen wie Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, und Bibliotheken, um Personen mit EHS eine ungehinderte Nutzung (Zugänglichkeit Maßnahme) zu ermöglichen verlängert werden. Wenn eine schädliche EMF-Exposition ausreichend reduziert ist, hat der Körper eine Chance sich zu erholen und EHS-Symptome reduziert werden oder sogar verschwinden. Viele Beispiele haben gezeigt, dass solche Maßnahmen als wirksam erweisen.

Auch die Überlebensrate von Kindern mit Leukämie hängt von ELF-Magnetfeld-Exposition zu Hause. Um die Wirksamkeit der Behandlung zu erhöhen, sollte die breite Palette von anderen Umweltfaktoren, die auf die Gesamtbelastung des Körpers beitragen ebenfalls angegangen werden. Alles, was eine ausgewogene Homöostase wird Belastbarkeit eines Menschen gegen die Krankheit und damit gegen die nachteiligen Auswirkungen von EMF-Exposition zu erhöhen unterstützt. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass EMF-Exposition einen großen Einfluss hat auf die oxidative und nitrosativen Regulierung Kapazität in betroffenen Individuen. Dieses Konzept kann auch erklären, warum der Grad der Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Feldern ändern kann und deshalb die Anzahl von Symptomen im Zusammenhang mit der EMF Belichtungen berichtet so groß ist. Basierend auf unserem heutigen Verständnis, ein Behandlungsansatz, die die nachteiligen Auswirkungen von Peroxynitrit minimiert - wie schon immer bei der Behandlung von Multisystemerkrankungen eingesetzt - am besten funktioniert.

Das EMF-Richtlinie gibt einen Überblick über das aktuelle Wissen über EMF-Gesundheitsrisiken und bietet Konzepte für die Diagnose und Behandlung und die Zugänglichkeit des EHS Maßnahmen zur Verbesserung und Wiederherstellung einzelner Gesundheitsergebnisse als auch für die Entwicklung von Strategien für die Prävention.

Es sind keine Basisdaten zu diesem Artikel vorhanden

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Filz, EMF-Portal, Landessanitätsdirektion, Oesterreich, IGUMED, AEB, Johansson, Mosgöller, Naturheilkunde, Belyaev, Umweltmedizin, EZU, Ohnsorge, EMF-Leitlinie, Europaem, Unfruchtbarkeit, Oekologischer Aerztebund, DGUHT, dbu, Moshammer, Würzburg

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

spatenpauli @, München, Dienstag, 01.12.2015, 12:37 (vor 993 Tagen) @ Gast

Jahrelang galt sie als verschollen, doch jetzt gibt es eine Reinkarnation der berühmt-berüchtigten EMF-Leitlinie, die einst im Mai 2012 Dr. med. Oberfeld ersann, dann von der österreichischen Ärztekammer kurzzeitig im www verbreitet, nach nur wenigen Wochen jedoch ersatzlos vom Netz genommen wurde.

Die nach gut drei Jahren jetzt vorgestellte neue Richtlinie heißt unattraktiv sperrig:

EUROPAEM EMF-Richtlinie 2015 zur Prävention, Diagnose und Behandlung von EMF-verbundenen Gesundheits-Problemen und Krankheiten.

EuropaEM ist ein eingetragener Verein von Umweltärzten, über den es einiges zu sagen gäbe, was aber jetzt nicht Thema ist.

Und die neue Richtlinie hat jetzt plötzlich auch ganz viele Väter:

Belyaev I, Dean A, Eger H, Hubmann G, Jandrisovits R, Johansson O, Kern M, Kundi M, Lercher P, Mosgoller W, Moshammer H, Muller K, Oberfeld G, Ohnsorge P, Pelzmann P, Scheingraber C, Thill R

Aufmerksam auf die Wiedergeburt machte im Gigaherz-Forum Teilnehmer "GöttingerSieben", der zu dem Werk anmerkt:

Jetzt ist die gesamte Ärzteschaft aufgefordert entschieden zu handeln und den Betroffenen zu helfen.

Ich sehe das ganz anders.

Niemand ist aufgefordert zu handeln, schon gar nicht Ärzte, denn die brauchen seriöse Informationen und keine kunstvoll mit selektiver Wahrnehmung verfasste Richtlinie, die insbesondere Eigeninteressen dient. Ohne die "neue" EMF-Richtlinie überhaupt zu kennen sagen mir bereits die Namen in dem Autorenkollektiv, dass hier mit großer Sicherheit altbekannte und wissenschaftlich unhaltbare Standpunkte im neuen Gewand verkauft werden sollen. Diese Autoren sind größtenteils seit vielen Jahren als überzeugte und unbelehrbare Mobilfunkgegner bekannt, von ihnen kann nichts Neues erwartet werden und bei einigen sind kommerzielle Verstrickungen offenkundig. Das mag jetzt etwas vorschnell klingen, für meine Mittagspause halte ich diese Würdigung der neuen EMF-Richtlinie jedoch angemessen.

Noch habe ich keinen Download-Link zu dieser Richtlinie entdecken können, um sich inhaltlich damit auseinandersetzen zu können. Da eine Richtlinie, an die kein Arzt herankommt jedoch ziemlich wirkungslos ist, wird es nicht lange dauern und die einschlägig bekannten Websites der einschlägig bekannten Szene(n) werden die Richtlinie für den Gebrauch durch linientreue Ärzte feilbieten.

Hintergrund
EuropaEM-EMF-Richtlinie im EMF-Portal
Der Leidensweg der Original-EMF-Leitlinie

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Oberfeld, Alzheimer, EEG, Umweltmediziner, BioInitiative, Leukämie, Bioelectromagnetics, Klitzing, Hardell, Gliom, Behinderung, Klassifizierung, ADHS, Hirnströme, 2B, EMF-Richtlinie, EMF-Leitlinie, Europaem, Pseudomedizin, Lercher, Moshammer

EMF-Leitlinie zum Wohle der Nutznießer

KlaKla, Dienstag, 01.12.2015, 13:04 (vor 993 Tagen) @ spatenpauli
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 01.12.2015, 13:44

EUROPAEM EMF-Richtlinie 2015 zur Prävention, Diagnose und Behandlung von EMF-verbundenen Gesundheits-Problemen und Krankheiten.

Aufmerksam auf die Wiedergeburt machte im Gigaherz-Forum Teilnehmer "GöttingerSieben", der zu dem Werk anmerkt:

Jetzt ist die gesamte Ärzteschaft aufgefordert entschieden zu handeln und den Betroffenen zu helfen.

Ich denke der Aufruf von Huss Internationaler Appell von Würzburg - EUROPAEM 2010 war nicht so erfolgreich. Nun legt man endlich nach mit der Hoffnung, dass andere Heilpraktiker und Homöopathen ihnen gleich ziehen. Man muss nur feste glauben und anderen dissoziales Verhalten andichten wenn diese keine Rücksichtnahme für EHS-Betroffene erübrigen.

Die Verringerung der EMF-Exposition sollte auch auf öffentlichen Plätzen wie Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, und Bibliotheken, um Personen mit EHS eine ungehinderte Nutzung (Zugänglichkeit Maßnahme) zu ermöglichen verlängert werden. :no:

So werden lediglich die Interessen der Nutznießer bedient. Jemand wie Eva könnte dann immer noch nicht ungestört U-Bahn oder Bus fahren. Es geht ja nur um die Verringerung der Strahlung. Auf welches Maß man verringert ist der Willkür überlassen.

--
Meine Meinungsäußerung

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EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

charles ⌂ @, Dienstag, 01.12.2015, 20:15 (vor 992 Tagen) @ spatenpauli

Doch, bei de Gruyter steht ein Abstract.
Viel Text, aber wenig Fakten.
Man empfehlt *weniger Exposition*.
Mit dem steigendem Ausbau der Sender, sogar unter den Boden (wie in Basel) ist das eine Utopie, und sehr unrealistisch.

Keine Angaben wie zi diagnostizieren.
Keine Angaben zure ein Behandlung.
Nur eine Angabe dass *Peroxynitrite* hilfreich sein kann.

EUROPAEM EMF Guideline 2015 for the prevention, diagnosis and treatment of EMF-related health problems and illnesses
Product Type: ARTICLE
Format: Online
Published Online: 1986-01-01
DOI: 10.1515/reveh-2015-0033
Quantity: 1 30,00 € / $42.00 / £23.00

Die Nutzniesser wollen € 30,- für den Artikel (von erstmals 1986?).
Da steht auch *This article offers supplementary material which is provided at the end of the article.*
Aber der Link ist sehr tot. *Sorry, we could not find the page you were looking for*.

Sehr viele Namen, aber anscheind hat keiner mal auf die Website nachgeschaut (wie üblich).

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

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Exposition

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

spatenpauli @, München, Dienstag, 01.12.2015, 22:56 (vor 992 Tagen) @ charles

Viel Text, aber wenig Fakten.
Man empfehlt *weniger Exposition*.
Mit dem steigendem Ausbau der Sender, sogar unter den Boden (wie in Basel) ist das eine Utopie, und sehr unrealistisch.

Keine Angaben wie zi diagnostizieren.
Keine Angaben zure ein Behandlung.
Nur eine Angabe dass *Peroxynitrite* hilfreich sein kann.

"Charles", der Weg ist das Ziel! Der Truppe geht es nach meiner Einschätzung nicht um die EHS, sondern erstrangig um eine PR-Aktion zum eigenen Vorteil. Und sei es bei dem einen oder anderen nur drum, endlich einmal als Autor eines "wissenschaftlichen Papers" genannt zu werden.

Bei einigen der Autoren bin ich sehr gespannt auf ihre Erklärung zu Interessenkonflikten (DoI), falls sie überhaupt danach gefragt wurden. Witzigerweise ist das auf dieser Seite genannte PDF "Instructions for Authors" nicht abrufbar - auch dieser Link ist, kaum zu glauben, defekt. Die Publikationsplattform unserer 16 Autoren scheint nun nicht gerade eine 1. Klasse zu sein.

EUROPAEM EMF Guideline 2015 for the prevention, diagnosis and treatment of EMF-related health problems and illnesses
Product Type: ARTICLE
Format: Online
Published Online: 1986-01-01
DOI: 10.1515/reveh-2015-0033
Quantity: 1 30,00 € / $42.00 / £23.00

Ich weiß nicht, wo Sie das gefunden haben, bei de Gruyter steht direkt vor dem Abstract jedenfalls etwas anderes:

*************************** Screenshot 01.12.2015, 22:45 Uhr ***************************

[image]

*********************************************************************************

1986 wäre doch etwas arg früh, damals gab es kein öffentliches Internet, um etwas online zu publizieren und Zahnarzt Claus Scheingraber [Working Group Electro-Biology (AEB), Munich, Germany; and Association for Environmental- and Human-Toxicology (DGUHT), Würzburg, Germany] musste noch viel bohren, um über die Runden zu kommen.

Die Nutzniesser wollen € 30,- für den Artikel (von erstmals 1986?).

Ich denke das ist der Verlag, der Kohle sehen will.

Da steht auch *This article offers supplementary material which is provided at the end of the article.*
Aber der Link ist sehr tot. *Sorry, we could not find the page you were looking for*.

Sehr viele Namen, aber anscheind hat keiner mal auf die Website nachgeschaut (wie üblich).

Stimmt, der Link ist auch bei mir tot.

Bei dieser besagten Ausgabe von handelt es sich übrigens um ein Schwerpunkt-Heft zum Thema Umweltkranke für das David Carpenter verantwortlich ist. Wie hier ersichtlich, nutzte noch mehr Szene-Prominenz wie etwa Dominique Belpomme die Plattform zum Schaulaufen.

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Interessenkonflikt, Ziel, Befangen, Umweltkranke, Carpenter, Würzburg

Publikationsplattform mit Impact Factor 0,00

spatenpauli @, München, Dienstag, 01.12.2015, 23:40 (vor 992 Tagen) @ spatenpauli

Die Publikationsplattform unserer 16 Autoren scheint nun nicht gerade eine 1. Klasse zu sein.

Wenn es stimmt, was Researchgate <hier> zeigt, dann hat die Zeitschrift "Reviews on environmental health" gegenwärtig einen Impact Factor von 0,00 und auch über fünf Jahre betrachtet beträgt der Impact Factor 0,00. Der Impact Factor beziffert die Bedeutung einer Fachzeitschrift (je höher desto bedeutender), maßgebend ist, wie häufig eine Zeitschrift referenziert (zitiert) wird.

Ob dieser niederschmetternden Bedeutungslosigkeit der Publikationsplattform bin ich jetzt doch irritiert, da hätten die 16 ja gleich bei Diagnose-Funk, hese-project oder elektrosmognews publizieren können, das wäre aufs selbe hinausgelaufen.

Also, 0,00 ist schon so krass wenig, dass ich misstrauisch bin. Ich kann nicht ausschließen, dass ich einer Fehlinterpretation aufsitze und die Zeitschrift besser ist, als es jetzt scheint. Möglicherweise muss man bei Researchgate eingelogged sein, bevor man tatsächliche Impact Faktoren ablesen kann.

Hintergrund
Mobilfunkstudien: Bewertung der Ergebnisse durch Laien

--
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Impact Factor

Publikationsplattform mit Impact Factor 0,00

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 02.12.2015, 08:54 (vor 992 Tagen) @ spatenpauli

Also, 0,00 ist schon so krass wenig, dass ich misstrauisch bin. Ich kann nicht ausschließen, dass ich einer Fehlinterpretation aufsitze und die Zeitschrift besser ist, als es jetzt scheint. Möglicherweise muss man bei Researchgate eingelogged sein, bevor man tatsächliche Impact Faktoren ablesen kann.

Hintergrund
Mobilfunkstudien: Bewertung der Ergebnisse durch Laien

Der Impact Faktor dieser Zeitschrift ist ca. 0,7. Bei ResearchGate ist wohl etwas falsch gelaufen, auch der Link zum Journal ist falsch.

--
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Impact Factor

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

charles ⌂ @, Mittwoch, 02.12.2015, 00:09 (vor 992 Tagen) @ spatenpauli

Bei PubMed steht rechts oben *Full Text Links*
Dann kommt man bei de Gruyter
Da *Get access to full Text*
Dann steht da *Purchase article 30,0 € ADD TO Cart*
Schliesslich komt dann der Cart, laut screenshot.
[image]

Deutlich steht da: Published Online: 1986-01-01.
Auf CHECK OUT habe ich selbstverständlich nicht geclickt.

Also wenig Lärm um nichts.
Keiner der vielen *Mitarbeitern* hat mal geguckt welcher Mist da gebaut wurde.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

charles ⌂ @, Mittwoch, 02.12.2015, 17:59 (vor 991 Tagen) @ charles

Der Bericht kann heruntergeladen werden bei:

http://www.stopumts.nl

[Admin: Link auf Volltext des Papers (PDF) aus Rechtsgründen entfernt, 02.12.2015, 20:04 Uhr]

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

EMF-Leitlinie im Volltext bei stopumts.nl

spatenpauli @, München, Mittwoch, 02.12.2015, 20:08 (vor 991 Tagen) @ charles

Der Bericht kann heruntergeladen werden bei:

http://www.stopumts.nl

[Admin: Link auf Volltext des Papers (PDF) aus Rechtsgründen entfernt, 02.12.2015, 20:04 Uhr]

Besten Dank, "Charles", für den Tipp. Ihren Link zum Volltext des Beitrags habe ich gelöscht, da dieser Download von STOPUMTS aller Voraussicht nach unautorisiert und damit illegal angeboten wird.

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EMF-Leitlinie bei de Gruyter freigeschaltet

Dr. Ratto, Donnerstag, 03.12.2015, 08:04 (vor 991 Tagen) @ spatenpauli

DeGruyter hat die Richtlinie als einzigen Artikel aus diesem Sonderheft freigeschltet.
http://www.degruyter.com/view/j/reveh.2015.30.issue-4/reveh-2015-0033/reveh-2015-0033.xml
Full Text PDF, freier Zugang

Mit Lifestyle-Coaching gegen EHS

KlaKla, Donnerstag, 03.12.2015, 11:29 (vor 991 Tagen) @ Dr. Ratto
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 03.12.2015, 12:05

Ich habe ein wenig drin gelesen: Verhinderung oder Verringerung von EMF-Exposition nach Rücksprache mit einem zertifizierten Prüfspezialisten. So das es sich weiterhin lohnt, Baubiologen nach IBN oder Elektrobiologen nach AEB auszubilden. Damit sind die Interessen von Dr. dent. Claus Scheingraber (AEB) gewahrt.

Niedlich finde ich, mit Lifestyle-Coaching gegen EHS.

Lifestyle-Coaching
- Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung
(mehr Obst und Gemüse statt Fleisch)
- Reduzierung sie ihre Suchtmitteln (Rauchen/Alkohol/Drogen)
- Änderung sie ihre Schlafgewohnheiten (kein ausdehnten Mittagsschlaf nach dem Essen statt dessen spazieren gehen oder eine Runde laufen)
- Reduzieren sie Stress (schalten sie ihr Smartphone aus)
- Reduzieren sie Stress am Arbeitsplatz (ach kündigen sie doch gleich)
- Bauen sie in ihren Alltag Stress abbauende Maßnahmen/Übungen ein, z.B. Autogenes, Yoga, progressive Muskelentspannung, Atem Techniken, Meditation, Tai Chi und Qi Gong Und damit sind die Interessen von Markus Frauchen gewahrt :clap:

Nicht zu vergessen deren Adjuvanttherapie
1. Trinken
2. Vitamin D
3. Sauna
4. Sauerstoff
5. Fitness
6. Schlafen
7. Schutz vor blauem Licht (Computer-Bildschirm, Laptops, Tablets, Smartphone und bestimmte LED)

All das gegen EHS :ok: Das sind so Helden! :clap:

--
Meine Meinungsäußerung

EMF-Richtlinie: Klarer Fall von "Elektrosensibilität"

spatenpauli @, München, Donnerstag, 03.12.2015, 12:36 (vor 991 Tagen) @ Dr. Ratto

DeGruyter hat die Richtlinie als einzigen Artikel aus diesem Sonderheft freigeschltet.
http://www.degruyter.com/view/j/reveh.2015.30.issue-4/reveh-2015-0033/reveh-2015-0033.xml
Full Text PDF, freier Zugang

Ja, jetzt bekommt der gezielte Angriff auf die Ärzte einen Sinn. Denn erst nach dieser Freischaltung lässt sich die "EMF-Leitlinie" von fleißigen Lieschen als PDF in der Ärzteschaft verbreiten. Übersetzungen werden nicht lange auf sich warten lassen, damit die gewünschte Wirkung eintritt, nämlich die Anzahl der EMF-Phobiker durch gezielt provozierte ärztliche Fehldiagnosen nach oben zu treiben. Auf dass dann noch mehr Orthopäden, Veterinäre, Chiropraktiker, Fußreflexzonenmasseusen und ähnliche knallart und mit Überzeugung die Diagnose stellen können: Klarer Fall von "Elektrosensibilität"!

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Elektrochonder, Mediziner, EMF-Richtlinie, EMF-Leitlinie, EMF-Phobiker, Fehldiagnose

EMF-Richtlinie: Klarer Fall von "Elektrosensibilität"

charles ⌂ @, Freitag, 04.12.2015, 00:06 (vor 990 Tagen) @ spatenpauli

Alles schön und gut, und da wird angegeben was die Ärtzte so alles untersuchen sollen.
Aber nirgendwo habe ich lesen können ab welcher Krtitik-Wert man sagen kann dass der untersuchte Person tatsächlich elektrosensitiv sei.
Ich wiederhohle meine Kernfrage: *Wieviel Kilo XXX ist schädlich?*

Man redet von Functional Tests. Blood pressure and heart rate.
Welccher Wert ist kritisch?

Man redet von Laboratory Tests. Eine lange Liste, aber nirgends wird angegeben wo die Grenze liegt. Es ist alles so freibleibend.
Man nennt z.B. Vitamin D. Wieviel oder wiewenig ist kritisch?
Blood count, Cholesterol, HBA1c, Intracellular ATP, Magnesium, Selenium, Zinc.
Wieviel oder wiewenig ist kritisch?
Wo liegt die Grenze um zu beurteilen ob jemand elektrosensitiv ist?

Es tut mir leid, aber nach meine Meinung haben hier wieder *Experten* etwas zusammengebastelt, die von der Sache gar keine Ahnung haben.
Das Dokument mag eindrucksvoll für Laie sein, aber hat keinen Wert und ist bedeutungslos.

Ich habe ein Apparat aus China der innerhalb von 90 Sekunden etwa 240 Biomarker ausspuckt. Und non-invasive.
Ich möchte hier andeuten dass es gar nicht so kompliziert ist relevante Daten zu sammeln, wenn man der Willen hat.
Sehe: http://www.milieuziektes.nl/Rapporten/Biomarkers.pdf
Und hier einige Beispiele, die gut als Indiz dienen können.

[image]
[image]
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Charles Claessens
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Biomarker

EMF-Richtlinien für die Interessen der Nutznießer

KlaKla, Freitag, 04.12.2015, 09:52 (vor 990 Tagen) @ charles

Alles schön und gut, und da wird angegeben was die Ärtzte so alles untersuchen sollen.
Aber nirgendwo habe ich lesen können ab welcher Krtitik-Wert man sagen kann dass der untersuchte Person tatsächlich elektrosensitiv sei.

Da auch diese Mediziner kein Dosiswirkmodell vorlegen können, gibt es keinen kritischen Wert. Lediglich willkürlich ersonnene Richtwerte die den Nutznießern helfen ihre Dienstleistung/Produkte zu verkaufen. Diese Richtlinie verstärkt die Meinung Besorgter und fördert die Heilsbringer.

Sogenannte Sonderbotschafter im weißen Kittel bilden die Sperrspitze. Sie fassten das zusammen was der Pseudowissenschaft hilft. Man sucht nach seriös wirkende Mitstreiter. Die Unterschriften, der vielen Appelle sind sicher hilfreich. Darunter befanden sich sogenannte Multiplikatoren wie Heilpraktiker, Homöopath, Zahnarzt, Hebamme, Psychotherapeut oder Apotheker. All jene, bei denen Betroffene um Hilfe ersucht könnten werden angesprochen. Wie das Zusammenspiel mit dem BUND, es muss weiter ausgebaut werden. Sie sollen Betroffenen weiter leiten zum zertifizierten Baubiologen, Messtechniker oder zum Lifestylanbieter.

Uneinsichtig aber sehr hilfreich
Seit Jahren schildert die angeblich EHS-Betroffene Eva ihre persönliche Notlage. Gestern oder vorgestern flüchtete sie sich vibrierend unter drei Rettungsdecken! Bis heute schweigt sie darüber, bei welchem Messwert sie im Haus anfängt zu vibrieren. Dabei hat sie ein Messgerät und könnte problemlos das gehütete Geheimnis aufdecken. Vor ihren Haus hat man lediglich 30-50µW/m2 gemessen!
Der Baubiologe kann das NICHTS abschirmen. Uns so verzichtet die schlaue Eva auf derartige Produkte und jammert fleißig weiter. Sie pflegt ihren Krankheitsgewinn und unterstützt die Nutznießer. Sie funktioniert mMn perfekt als nützlicher Idiot.

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Von der Anti Genozid Bewegung -> BUND -> IBN

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EMF-Richtlinien für die Interessen der Nutznießer

charles ⌂ @, Freitag, 04.12.2015, 10:23 (vor 990 Tagen) @ KlaKla

Moment mal, 30-50µW/m2 gemessen?
Das ist mit einem *Knatterbox* mit *Spitzenwert*.
RMS gemessen (laut ICNIRP) soll dann ein viel niedrigere Wert herauskommen.

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Charles Claessens
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16 Autoren, aber Null Offenlegung von Interessenkonflikten

spatenpauli @, München, Mittwoch, 02.12.2015, 22:58 (vor 991 Tagen) @ spatenpauli

Bei einigen der Autoren bin ich sehr gespannt auf ihre Erklärung zu Interessenkonflikten (DoI), falls sie überhaupt danach gefragt wurden.

In dem Paper gibt es keinerlei Angaben zu gemeldeten Interessenkonflikten der Autoren, ebenso fehlt der übliche Hinweis, die Autoren hätten bekundet, keinen Interessenkonflikte zu unterliegen. Das Thema DoI (Interessenerklärung, Disclosure/Declaration of Interests) existiert in dieser 35 Seiten umfassenden Arbeit schlicht nicht.

Da inzwischen der Link zu den Instructions for Authors wieder funktioniert, kann ich daraus folgende Passage zitieren:

Conflict of interest: When submitting a manuscript, authors are responsible for recognizing and disclosing financial and/or other conflicts of interest that might bias their work and/or could inappropriately influence their judgment. If no specific acknowledgment is given, the Publishers assume that no conflicts of interest exist.

[Interessenkonflikt: Beim Einreichen eines Manuskripts sind die Autoren für das Mitteilen finanzieller und/oder anderer Interessenkonflikte verantwortlich, die ihr Werk verfälschen und/oder zu unangemessenen Schlussfolgerungen führen können. Bleibt eine diesbezügliche Rückmeldung der Autoren aus, gehen die Herausgeber davon aus, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.]

Ich verstehe dies so: Keiner der 16 Autoren hat gegenüber dem Verlag einen Interessenkonflikt eingeräumt. Dies wäre ganz erstaunlich, denn aus meiner Sicht haben oder hatten einige der Autoren eindeutige Interessenkonflikte. Etwa Herr Oberfeld als Berater für einen Baubiologenverband oder Herr Scheingraber als Anbieter einer honorarpflichtigen Ausbildung zum Elektrobiologen. Nicht zu vergessen Herr Kern, der mMn als Psychotherapeut unmittelbar Nutznießer einer grassierenden Elektrosmog-Phobie unter Privatpatienten wäre. Auch Herr Eger hat unter seinen Patienten mit ziemlicher Sicherheit zahlungskräftige Elektrosmog-Phobiker. Die Bundesärztekammer stellte 2012 fest: Mit Sorge wurde die Ausübung der Umweltmedizin in Arztpraxen betrachtet, die vielfach durch dubiose Diagnoseverfahren neue Umweltprobleme und -belastungen erst generieren, z. B. die Umweltbelastung durch Arsen. Hier bedarf es einer klaren Abgrenzung zur seriösen Umweltmedizin.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Oberfeld, Interessenkonflikt, IBN, Kommerz, Scheingraber, Elektrobiologie, Baubiologische Messtechnik, Experte, OeAeK, Lercher

16 Autoren, aber Null Offenlegung von Interessenkonflikten

KlaKla, Donnerstag, 03.12.2015, 08:03 (vor 991 Tagen) @ spatenpauli

Ich verstehe dies so: Keiner der 16 Autoren hat gegenüber dem Verlag einen Interessenkonflikt eingeräumt. Dies wäre ganz erstaunlich, denn aus meiner Sicht haben oder hatten einige der Autoren eindeutige Interessenkonflikte. Etwa Herr Oberfeld als Berater für einen Baubiologenverband oder Herr Scheingraber als Anbieter einer honorarpflichtigen Ausbildung zum Elektrobiologen. Nicht zu vergessen Herr Kern, der mMn als Psychotherapeut unmittelbar Nutznießer einer grassierenden Elektrosmog-Phobie unter Privatpatienten wäre. Auch Herr Eger hat unter seinen Patienten mit ziemlicher Sicherheit zahlungskräftige Elektrosmog-Phobiker. Die Bundesärztekammer stellte 2012 fest: Mit Sorge wurde die Ausübung der Umweltmedizin in Arztpraxen betrachtet, die vielfach durch dubiose Diagnoseverfahren neue Umweltprobleme und -belastungen erst generieren, z. B. die Umweltbelastung durch Arsen. Hier bedarf es einer klaren Abgrenzung zur seriösen Umweltmedizin.

Dr. med. Kurt E. Müller, Facharzt für Dermatologie-Venerologie und Umweltmediziner aus Kempten und
Dr. Reinhold Jandrisovits aus Müllendorf doch wohl auch.
Dr. Peter Ohnsorge, Allergologie, Umweltmedizin und Akupunktur.
Michael Kundi durch die Stiftung Pandora. Uns so haben wir mMn 8 von 16 Autoren mit einem offenkundigen Interessenkonflikt. So was sollte sich mal das BfS erlauben. Das Geschrei wäre groß.

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Ohnsorge, Jandrisovits, Müllendorf

EMF-Leitlinie mit exzellentem Fragebogen für EHS

spatenpauli @, München, Donnerstag, 03.12.2015, 21:23 (vor 990 Tagen) @ charles

Da steht auch *This article offers supplementary material which is provided at the end of the article.*
Aber der Link ist sehr tot. *Sorry, we could not find the page you were looking for*.

Inzwischen ist auch dieser Fehler behoben. Das "supplementary material" sind fünf PDF-Anhänge, die in einer ZIP-Datei geladen werden können. Bedeutsames ist nicht dabei, wenn überhaupt, dann ist "Supplement_4" einen Blick wert. Drin steckt einmal mehr eine Kundenbefragung in Form eines Fragebogens, wann, warum, wie oft, auf was und weshalb überzeugte Elektrosensible elektrosensibel reagieren. Das Ganze wirkt dilettantisch zusammengeschustert, die Fragen erinnern stark an erfolglose vorangegangene Anläufe und sie sind offensichtlich von irgendjemandem ohne viel Expertise in Leidensgeschichten von "Elektrosensiblen" mühsam ausgedacht worden.

Kostprobe:

6. Are there any power lines, transformer stations, or railroad lines near your home (H) or your workplace (W)?
If yes, for how long are you exposed to them per day (hours/minutes)? ____________
Have you noticed any relation to your health problems?

Von der Brillanz der Durchdachtheit dieses Fragebogens zeugt, dass an keiner Stelle (weder im Fragebogen noch im Paper) nachzulesen ist, wohin mit dem ausgefüllten Fragebogen. Ich sehe darin eine Freudsche Fehlleistung der Autoren: Da sie in Wahrheit kein wirkliches Interesse an dem Papierkram haben und keine ernsthafte Absicht einer professionellen Auswertung besteht, ist das Versäumnis keinem der 16 Autoren aufgefallen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

Kuddel, Donnerstag, 03.12.2015, 20:38 (vor 990 Tagen) @ spatenpauli

Worauf das Ganze Geschwurbel mit vielen Tatsachenbehauptungen und wenig greifbaren Fakten schließlich am Ende hinausläuft, erfährt man auf Seite 354 ff.

Dort werden ganz konkret die berühmten "Baubiologischen Richtwerte" als "Precaution Guidance Values" verkauft und bestimmte Messungen empfohlen, inklusive selbst unter Baubiologen umstrittenen Tinneffs , wie der kapazitiven Körperstromankopplung (S.356 unten links)

Zum Schluß wird konkret als "Step 2" empfohlen, Messungen durchführen zu lassen und Felder abzuschirmen (S359-rechts):

As a second step, EMF measurements and mitigation measures should be carried out. Typical examples are:
–– Measure the ELF electric field in the bed or the body
-- Measure radio-frequency radiation and mitigate high exposure levels by installing certain RF shielding
-- Measure dirty electricity/dirty power (electric and magnetic fields in the intermediate frequency range)
.

In Anbetracht dessen, daß Dr. Oberfeld, Dr. Scheingraber ... und einige andere Autoren in Vorständen von verschiedenen Baubiologen- und Rutengeher-Vereinen tätig sind, welche letztendlich Lobbyismus- und (kommerzielle) Ausbildungsorganisationen für baubiologische Meßtechniker sind, stellt sich die Frage nach möglichen Interessenkonflikten meiner Meinung nach nicht mehr.

Das Ganze hat m.M.n. ähnliche Qualität wie die bekannten "Gesundheitstipps" in TV Zeitschriften, welche oben in der Ecke mit dem kleinen Wörtchen "Anzeige" versehen sind und unten in der Ecke einen Bestellcoupon abgedruckt haben.

K

EMF-Leitlinie jetzt als EuropaEM-Edition erschienen

KlaKla, Freitag, 04.12.2015, 07:23 (vor 990 Tagen) @ Kuddel

Das Ganze hat m.M.n. ähnliche Qualität wie die bekannten "Gesundheitstipps" in TV Zeitschriften, welche oben in der Ecke mit dem kleinen Wörtchen "Anzeige" versehen sind und unten in der Ecke einen Bestellcoupon abgedruckt haben.

Nur mit dem entschiedenen Unterschied, das das nun im EMF-Portal steht. Und somit für Laien als "seriös" betrachtet wird.

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Meine Meinungsäußerung

EMF-Leitlinie: Meilenstein/Klostein der int. Medizin

spatenpauli @, München, Samstag, 05.12.2015, 23:19 (vor 988 Tagen) @ spatenpauli

Jahrelang galt sie als verschollen, doch jetzt gibt es eine Reinkarnation der berühmt-berüchtigten EMF-Leitlinie, die einst im Mai 2012 Dr. med. Oberfeld ersann, dann von der österreichischen Ärztekammer kurzzeitig im www verbreitet, nach nur wenigen Wochen jedoch ersatzlos vom Netz genommen wurde.

Die sogenannte Kompetenzinitiative jubelt am 5. Dezember:

EUROPAEM EMF Guideline 2015

Meilenstein der internationalen Medizin: Eine Expertengruppe der European Academy For Environmental Medicine (EUROPAEM) veröffentlicht nach 2-jähriger Arbeit in Reviews on Environmental Health (Dec 2015) eine neue EMF Guideline.

Neben einer umfassenden Beschreibung der Multisystemerkrankung und funktionalen Behinderung Elektromagnetische Hypersensibilität (EHS) und der Auflistung zahlreicher Institutionen weltweit, die EHS mittlerweile offiziell anerkennen, werden darin Diagnose-Möglichkeiten und Therapie-Ansätze ausführlich beschrieben

Aus Kreisen der Wissenschaft, nein, aus Kreisen der seriösen Wissenschaft, habe ich ganz andere Signale empfangen. Zum Beispiel: Die Leitlinie habe ich nicht gelesen. Und ich bin nicht sicher ob ich Nerven für 35 Seiten dummes Geschwafel habe - nichts anderes ist von diesen Leuten zu erwarten. Nicht mal beim Abstract habe ich bis zum Ende durchgehalten.

Es sieht ganz danach aus, dass auch der "Meilenstein der internationalen Medizin" ein sogenannter ist, es also stark divergierende Meinungen gibt, Meilenstein hier, Klostein dort.

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EMF-Leitlinie: Meilenstein/Klostein der int. Medizin

charles ⌂ @, Sonntag, 06.12.2015, 11:18 (vor 988 Tagen) @ spatenpauli

Wie ich vorher schon angemerkt hatte *Diagnose-Möglichkeiten und Therapie-Ansätze* sind zwar grob genannt worden, aber keine Daten oder Details sind gegeben.
Man muss doch ziemlich doof sein um das nicht zu bemerken.

Mein 30Punktenplan ist noch immer effektiv und wirksam, und viel besser als die Therapie von z.B. Belpomme.

Neuerdings sind drei elektroisensitive Personen aus den Niederlande nach Belpomme gezogen, und sollen Ende Mai *geheilt* sein.

Ich bin in unterschiedliche Forums tätig, aber habe noch nirgendwo lesen können dass nur auch eine einzige Person positive Erfahrungen mit Belpommes Therapie bekommen hat.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

EMF-Leitlinie: Märchen & Tatsachen

spatenpauli @, München, Sonntag, 06.12.2015, 16:48 (vor 987 Tagen) @ charles

Neuerdings sind drei elektroisensitive Personen aus den Niederlande nach Belpomme gezogen, und sollen Ende Mai *geheilt* sein.

Ich bin in unterschiedliche Forums tätig, aber habe noch nirgendwo lesen können dass nur auch eine einzige Person positive Erfahrungen mit Belpommes Therapie bekommen hat.

Das glaube ich Ihnen gerne, "Charles", der Franzose greift ja nur auf ein pseudowissenschaftlich-esoterisches Messverfahren zurück, mit dem er glaubt, "Elektrosensible" von Gesunden auseinander halten zu können (siehe auch Encephaloscan).

Allerdings habe ich auch noch keine unabhängige Erfolgsmeldung in Erinnerung, die sich auf Ihren 30-Punkte-Plan stützt. Noch besser wäre die unabhängige Bestätigung so einer unabhängigen Erfolgsmeldung durch einen unbelasteten Dritten, um, nennen wir es einmal freundlich "interessengelenkte Wahrnehmungsverzerrung", zu eliminieren. Dieses Verfahren wird im Journalismus praktiziert, um mit vertretbaren Aufwand Märchen von Tatsachen unterscheidbar zu machen.

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EMF-Leitlinie: Märchen & Tatsachen

charles ⌂ @, Sonntag, 06.12.2015, 23:41 (vor 987 Tagen) @ spatenpauli

http://www.milieuziektes.nl/Pagina300.html

[image]

Merke, der ClaeSmog ist der letzte Punkt des 30 Punktenplan.

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Charles Claessens
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EMF-Leitlinie: Meilenstein/Klostein der int. Medizin

Robert, Sonntag, 06.12.2015, 14:35 (vor 988 Tagen) @ spatenpauli

Jahrelang galt sie als verschollen, doch jetzt gibt es eine Reinkarnation der berühmt-berüchtigten EMF-Leitlinie, die einst im Mai 2012 Dr. med. Oberfeld ersann, dann von der österreichischen Ärztekammer kurzzeitig im www verbreitet, nach nur wenigen Wochen jedoch ersatzlos vom Netz genommen wurde.

Die sogenannte Kompetenzinitiative jubelt am 5. Dezember:

EUROPAEM EMF Guideline 2015

Meilenstein der internationalen Medizin: Eine Expertengruppe der European Academy For Environmental Medicine (EUROPAEM) veröffentlicht nach 2-jähriger Arbeit in Reviews on Environmental Health (Dec 2015) eine neue EMF Guideline.

Ein paar von den Pillen, die sich die Jungs eingeworfen haben, hätte ich auch gerne.

(Gemeint sind die Euphoriker der KOI, btw)

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

Interessante Link Plazierung

KlaKla, Dienstag, 01.12.2015, 13:26 (vor 993 Tagen) @ Gast

Die gesetzten Links sind aufschlussreich. So bekommt man einen ersten Eindruck von der Kompetenz der Verfasser. Dr. C. Scheingraber und der Eier-Hoax oder wieviel versteht Dr. H. Eger von Röntgenstrahlung. :clap:

Klick ich auf Dr. Markus Kern, kommt was zu Dr. Horst Eger (Röntgenaufnahme) Ist das vielleicht ein Linkfehler? Zu Kern passt mMn eher der hier.

--
Meine Meinungsäußerung

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 bei EUROPAEM angekommen

spatenpauli @, München, Donnerstag, 03.12.2015, 21:44 (vor 990 Tagen) @ Gast

Am 2. Dezember hat nun endlich die EMF-Leitlinie auch auf der Website von EuropaEM erstmals Erwähnung gefunden. Aber nicht etwa an prominenter Stelle, sondern am Rande, als kurze Blog-Notiz:

[image]

Zum "EUROPAEM Blog" heißt es auf der Seite:

Dies und das und allerlei Meldungen, Nachrichten, Hinweise. Alles, was in keine der anderen Kategorien passt. Auch Informationen zu vergangenen Terminen.

Die Meldung zur EMF-Leitlinie 2015 hat bei EuropaEM einen Platz auf der Resterampe bekommen.

Kommentar: Adel verpflichtet. Stuss auch. Es wirkt auf mich so, als ob diese EMF-Leitlinie, deren Entstehungszeit, trotz Steilvorlage durch Dr. med. Oberfeld, atemberaubende zwei Jahre in Anspruch genommen haben soll, den Initiatoren peinlich (geworden) ist.

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Medien-Echo, Peinlich, Resterampe

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015: Titel vs. Posten & Pöstchen

spatenpauli @, München, Donnerstag, 03.12.2015, 22:45 (vor 990 Tagen) @ Gast

Von: Belyaev I, Dean A, Eger H, Hubmann G, Jandrisovits R, Johansson O, Kern M, Kundi M, Lercher P, Mosgöller W, Moshammer H, Müller K, Oberfeld G, Ohnsorge P, Pelzmann P, Scheingraber C, Thill R

Irgendwann Ende 2014 brachte die Site Ärzte und Mobilfunk einen ersten Hinweis auf die Reinkarnation von Gerd Oberfelds EMF-Leitlinie. Viel steht dort nicht. Den meisten Platz beansprucht die Parade der damals 17 Autoren. Bei Claus Scheingraber fiel mir auf, dass er dort noch als Zahnarzt zu identifizieren war, später in der Publikation war dies nicht mehr der Fall. Deshalb nachfolgend der Vergleich der Autorenvorstellungen, wie sie Ende 2015 in der Publikation gelistet sind (schwarz) und wie sie Ende 2014 auf der Website Ärzte und Mobilfunk vorgestellt wurden (grün). Die Unterschiede sind z.T. beträchtlich, Posten/Pöstchen stehen in der Publikation irreführend im Vordergrund, die Autoren sollen dadurch anscheinend bedeutender wirken als sie es tatsächlich sind.

Igor Belyaev: Cancer Research Institute, Slovak Academy of Science, Bratislava, Slovak Republic; and Prokhorov General Physics Institute, Russian Academy of Science, Moscow, Russia
Belyaev I., DrSc, Head, Laboratory of Radiobiology, Cancer Research Institute, Slovak Academy of Science, Slovak Republic; Prof., Department of Ecological and Medical Problems, Prokhorov General Physics Institute, Russian Academy of Science, Moscow, Russia

Amy Dean: American Academy of Environmental Medicine, Wichita, Kansas, USA
Dean A., MD, Board certified in Environmental Medicine, Internal Medicine and Holistic Medicine, President of the American Academy of Environmental Medicine (AAEM), USA

Horst Eger: Association of Statutory Health Insurance Physicians of Bavaria, Medical Quality Circle “Electromagnetic Fields in Medicine – Diagnostic, Therapy, Environment”, Naila, Germany
Eger H., MD, General Practitioner, Medical Quality Group, Germany

Gerhard Hubmann: Center for Holistic Medicine “MEDICUS”, Vienna, Austria; and Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED), Vienna, Austria
Hubmann G., MD, General Practitioner, MEDICUS Therapy Center for Holistic Medicine, Vienna, Austria

Reinhold Jandrisovits: Medical Association Burgenland, Environmental Medicine Department, Eisenstadt, Austria
Jandrisovits R., MD, General Practitioner, Secretary for Environmental Medicine of the Medical Association of Burgenland, Austria

Olle Johansson: The Experimental Dermatology Unit, Department of Neuroscience, Karolinska Institute, Stockholm, Sweden
Johansson O., Assoc. prof., Experimental Dermatology Unit, Department of Neuroscience, Karolinska Institute, Stockholm, Sweden

Markus Kern: Medical Quality Circle “Electromagnetic Fields in Medicine – Diagnosis, Treatment and Environment”, Kempten, Germany; and Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt u. Demokratie e.V, Kempten, Germany
Kern M., MD, Specialist for Psychosomatic Medicine, Board of Directors Kompetenzinitiative e,V., Germany

Autor Kühn fehlt in der Ende 2015 publizierten EMF-Leitlinie
Kühn T., MD, General Practitioner, Assistant Secretary for Environmental Medicine of the Medical Association of Upper Austria, Austria

Michael Kundi and Hanns Moshammer: Institute of Environmental Health, Medical University Vienna, Vienna, Austria
Kundi M., Prof., Head of the Institute of Environmental Health, Medical University of Vienna, Austria
Moshammer H., MD, Specialist for Hygiene and Microbiology, Institute of Environmental Health, Medical University Vienna, Austria

Piero Lercher: Medical Association Vienna, Environmental Medicine Department, Vienna, Austria
Lercher P., MD, Specialist for Sports Medicine and Environmental Medicine, Secretary for Environmental Medicine of the Medical Association of Vienna, Austria

Wilhelm Mosgöller: Institute of Cancer Research Medical University Vienna, Vienna, Austria
Mosgöller W., MD, prof., Institute for Cancer Research, Medical University of Vienna, Austria

Kurt Müller: European Academy for Environmental Medicine, Kempten, Germany
Müller K., MD, Specialist for Dermatology, Occupational Dermatology, Environmental Medicine, Chairman EUROPAEM, Germany

Gerd Oberfeld, Department of Public Health, Government of Land Salzburg, Austria
Oberfeld G., MD, Public Health Department, Government of Land Salzburg, Austria

Peter Ohnsorge: European Academy for Environmental Medicine, Würzburg, Germany
Ohnsorge P., MD, Specialist for Otorhinolaryngology, Managing Chairman EUROPAEM, Germany

Peter Pelzmann: Department of electronics and computer science engineering, HTL Danube City, Vienna, Austria
Pelzmann P., Graduate Engineer, HTL Danube City, Vienna, Department of electronics and computer science engineering, Austria

Claus Scheingraber: Working Group Electro-Biology (AEB), Munich, Germany; and Association for Environmental- and Human-Toxicology (DGUHT), Würzburg, Germany
Scheingraber C., Dr. Dentist, Specialist for electric, magnetic and electromagnetic pollution, Germany

Roby Thill: Association for Environmental Medicine (ALMEN) Beaufort, Luxembourg
Thill R., MD, General Practitioner, Chairman of Luxembourgisch Association for Environmental Medicine (ALMEN), Board of Directors EUROPAEM, Luxembourg

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Oberfeld, Seilschaft, Eger, Johansson, Kundi, Kern, Mosgöller, Scheingraber, Mitstreiter, Belyaev, Akademie, Europaem, Lercher, Würzburg

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015: Amy L. Dean

spatenpauli @, München, Dienstag, 15.12.2015, 19:05 (vor 978 Tagen) @ spatenpauli

Amy Dean: American Academy of Environmental Medicine, Wichita, Kansas, USA
Dean A., MD, Board certified in Environmental Medicine, Internal Medicine and Holistic Medicine, President of the American Academy of Environmental Medicine (AAEM), USA

Frau Dean betreibt in Ann Arbor, USA, eine holistische 1-Frau-Praxis. Nichts in ihrem dort gelisteten Lebenslauf und auf anderen Seiten ihrer Website gibt auch nur den kleinsten Anhaltspunkt dafür, dass Frau Dean irgendwelche besonderen Fertigkeiten im Umgang mit "Elektrosensiblen" hat.

Außerhalb ihrer Praxis ist Frau Dean als Funktionärin des Vereins AAEM bisher insgesamt 12-mal mit dem EHS-Thema in Verbindung zu bringen, jedoch nicht substanziell, sondern als Randfigur neben William Rea.

Ich kann mir die Mitwirkung von Amy Dean an der sogenannten EMF-Leitlinie nicht mit besonderen Kompetenzen erklären, sondern nur mit ihrer Funktionärsrolle.

Womit die AAEM Umsatz macht ist hier ersichtlich. Das Frühjahrstreffen 2016 ist ja nicht mehr so weit hin, trotzdem gibt es derzeit unter EMF Session Schedule nur ein altes Programm von 2013, natürlich u.a. mit der unvermeidlichen Magda Havas.

Hintergrund
Die Website Quack(salber)watch (englisch) hält AAEM für einen höchst fragwürdigen Verein

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EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 von Autoren zurück gezogen

spatenpauli @, München, Sonntag, 13.12.2015, 23:46 (vor 980 Tagen) @ Gast

Meldung vom 11./12. Dezember 2015 auf der Website von EuropaEM:

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2015, publiziert am 27. November 2015 im Journal Reviews on Environmental Health, wurde von den Autoren am 11. Dezember 2015 aus redaktionellen Gründen zurückgezogen.

Es ist beabsichtigt, eine überarbeitete Fassung als EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 einzureichen. Wir bitten um Geduld.

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Auch das EMF-Portal weiß momentan noch nichts von der Retraktion.

Nur einer hat schon reagiert: Die sogenannte Kompetenzinitiative, die die Leitline vor ein paar Tagen noch als "Meilenstein der Internationalen Medizin" rühmte, hat still und leise Teaser und Lobeshymne auf die Leitlinie von ihrer Website entfernt und zum Füllen der Lücke ältere Beiträge wieder nach vorne geholt. Wie zuletzt am 4. Dezember steht jetzt wieder der Teaser »Mobilfunkfreie “Weiße Zonen” – irreal oder rechtlich geboten?« an erster Stelle. Zu einer Erklärung des Vorgangs hat es nicht mehr gereicht, gelöscht wurde kommentarlos – vollendet kompetent eben. Offensichtlich fühlte sich die KO-Ini unbeobachtet. Und offensichtlich hat sie keine Warnung an die "lieben Mitstreiter" heraus gelassen, so dass z.B. hese und Gigaherz (momentan) noch immer ahnungslos sind, was mit der Leitlinie ungewöhnliches passiert ist ...

In Anbetracht dessen, dass diese Leitlinie bereits einmal vor Jahren von der Website der Österreichischen Ärztekammer geflogen ist und jetzt kurz nach der Publikation schon wieder von den Autoren zurück gezogen wurde, lässt den Schluss zu: Diese Leitlinie steht wahrlich unter keinem guten Stern.

Aus meiner Sicht ist diese Leitlinie ohnehin schädlich. Denn da es keine "echten" Elektrosensiblen gibt, entfällt die Notwendigkeit einer Leitlinie per se. Schädlich ist dieses Papier, da es "Elektrosensibilität" bei Ärzten als physische Erkrankung etablieren möchte, obwohl alles darauf hindeutet, dass es sich um eine psychische Erkrankung handelt (Phobie). Die Leitlinie ist damit geeignet, überzeugte Elektrosensible in ihrem Wahn zu bestärken und einer angemessenen fachärztlichen Behandlung zu entfremden. Die vermeintlich harm- und belanglose Leitlinie kann so letztlich zum tödlichen Bärendienst werden, wie das traurige Schicksal des ehemaligen Pfarrers von Oberammergau, den sein Wahn, elektrosensibel zu sein, in den Tod getrieben hat, auf erschreckende Weise klar macht.

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EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 von Autoren zurück gezogen

KlaKla, Montag, 14.12.2015, 07:55 (vor 980 Tagen) @ spatenpauli

Fast 3 Jahre hat man gebraucht um die EMF-Leitlinie der Österreichische Ärztekammer zu "überarbeiten" nicht mal einen Monat hat es gedauert und sie wird zurück gezogen. Herzlichen Glückwunsch. :clap:

--
Meine Meinungsäußerung

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Aerztekammer

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 von Autoren zurück gezogen

charles ⌂ @, Montag, 14.12.2015, 11:07 (vor 980 Tagen) @ spatenpauli

Ich hatte mal an Einem folgendes geschrieben am 4 Dezember:
I have read the document, and my conclusion is, that it has a null value.

A number of tests are mentioned, but nowhere can be found what is the threshold of values.
*Functional Tests*: Blood pressure and heart rate
Which value is critical ffor determination if a patient is EHS?

*Laboratory Tests*. A long list, but nowhere can be found what are the guidelines.
It is all very informal.
Mentioned is for instance Vitamin D. How much or how less is critical?
Blood count, Cholesterol, HBA1c, Intracellular ATP, Magnesium, Selenium, Zinc.
How much or how less is critical?
Where lies the limiting value in order to determine if somebody is EHS?

One can measure all items, but then what? What to do with these data?

So the aforementioned document has no value at all.

Die Antwort lautete:
Thank you so much for these very important comments I will refer to them in future discussions with the different clinical teams.

Wahrscheinlich ist dies passiert.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

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Vitamine

EMF-Leitlinie 2015 zurück gezogen: Oberfeld Schlüsselfigur?

spatenpauli @, München, Dienstag, 15.12.2015, 15:54 (vor 979 Tagen) @ charles

Wahrscheinlich ist dies passiert.

Das sehe ich nicht so. Sie werden aus meiner Sicht keinen Ihrer Einwände in der neuen Leitlinie 2016 wieder finden, sollte diese überhaupt jemals heraus kommen.

Überlegen Sie doch mal "Charles": Da fummeln 16 Autoren fast drei Jahre lang an einer Leitlinie herum, die Dr. Oberfeld im wesentlichen schon fertig hatte und dann bringen die 16 auch noch das Geld auf, damit ihr Werk in "Reviews on Environmental Health" veröffentlicht wird. Und jetzt kommen Sie, und stören sich an ein paar Details. Das kratzt diese Autoren nicht die Bohne, da können Sie Gift drauf nehmen.

Nein, das muss etwas anderes sein, etwas viel Gravierenderes. Was es ist, weiß auch ich nicht, aber ich habe einen Verdacht.

Der einzige, der an der Leitlinie 2012 und an der Leitlinie 2015 mitgebastelt hat, ist Dr. med. Oberfeld. Und beide Leitlinien verschwanden nach kurzer Zeit im Licht unter mysteriösen Umständen in einer Versenkung. Da liegt für mich die Idee nahe, Oberfeld ist die Schlüsselfigur. Ich könnte mir z.B. denken, dass er mit seinen Leitlinien beidemale gegen Auflagen aus dem gerichtlichen Vergleich anlässlich seiner desaströsen Netz-C-Senderstudie in Hausmannstätten verstößt. Auf was sich Oberfeld und die Mobilfunker damals geeinigt hatten ist nie publik geworden, Fakt aber ist, seither ist es um Herrn Oberfeld, der bis zu dem Skandal einer der regsten Mobilfunkgegner in Europa war, sehr sehr still geworden. Freiwillig hält sich der Mann sicher nicht so stark zurück. Es würde mich also nicht wundern, wenn ihm wegen der Leitlinie 2016 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ins Haus geflattert ist ...

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Titelschwemme und nichts dahinter

Alexander Lerchl @, Dienstag, 15.12.2015, 17:59 (vor 978 Tagen) @ spatenpauli

Nein, das muss etwas anderes sein, etwas viel Gravierenderes. Was es ist, weiß auch ich nicht, aber ich habe einen Verdacht.

Ich auch, aber einen anderen. Die vielen seriös klingenden Titel der Autoren mögen vielleicht einer kritischen Überprüfung nicht standgehalten haben :-)

European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM) – EMF working group:
*Corresponding author: Gerd Oberfeld, Department of Public Health, Government of Land Salzburg, Austria, E-mail: gerd.oberfeld@salzburg.gv.at

Igor Belyaev: Cancer Research Institute, Slovak Academy of Science, Bratislava, Slovak Republic; and Prokhorov General Physics Institute, Russian Academy of Science, Moscow, Russia

Amy Dean: American Academy of Environmental Medicine, Wichita, Kansas, USA

Horst Eger: Association of Statutory Health Insurance Physicians of Bavaria, Medical Quality Circle “Electromagnetic Fields in Medicine – Diagnostic, Therapy, Environment”, Naila, Germany

Gerhard Hubmann: Center for Holistic Medicine “MEDICUS”, Vienna, Austria; and Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED), Vienna, Austria

Reinhold Jandrisovits: Medical Association Burgenland, Environmental Medicine Department, Eisenstadt, Austria

Olle Johansson: The Experimental Dermatology Unit, Department of Neuroscience, Karolinska Institute, Stockholm, Sweden

Markus Kern: Medical Quality Circle “Electromagnetic Fields in Medicine – Diagnosis, Treatment and Environment”, Kempten, Germany; and Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt u. Demokratie e.V, Kempten, Germany

Michael Kundi and Hanns Moshammer: Institute of Environmental Health, Medical University Vienna, Vienna, Austria

Piero Lercher: Medical Association Vienna, Environmental Medicine Department, Vienna, Austria

Wilhelm Mosgöller: Institute of Cancer Research Medical University Vienna, Vienna, Austria

Kurt Müller: European Academy for Environmental Medicine, Kempten, Germany

Peter Ohnsorge: European Academy for Environmental Medicine, Würzburg, Germany

Peter Pelzmann: Department of electronics and computer science engineering, HTL Danube City, Vienna, Austria

Claus Scheingraber: Working Group Electro-Biology (AEB), Munich, Germany; and Association for Environmental- and Human-Toxicology (DGUHT), Würzburg, Germany

Roby Thill: Association for Environmental Medicine (ALMEN) Beaufort, Luxembourg

Ich habe jetzt keine Zeit und auch keine Lust, mich den Autoren und ihren (vermeintlichen) Institutionen zu kümmern, Insider werden schon jetzt sehen, dass da ziemlich viel - sagen wir mal - Zweifelhaftes dabei ist :yes:

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Spatenpauli: Elektrosensibilität gibt es nicht

spatenpauli @, München, Dienstag, 15.12.2015, 18:32 (vor 978 Tagen) @ spatenpauli

Aus meiner Sicht ist diese Leitlinie ohnehin schädlich. Denn da es keine "echten" Elektrosensiblen gibt, entfällt die Notwendigkeit einer Leitlinie per se.

Lyncht ihn!

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Spatenpauli: Elektrosensibilität gibt es nicht

hans, Mittwoch, 16.12.2015, 14:33 (vor 978 Tagen) @ spatenpauli

Lyncht ihn!

Schmeisst ihn zu Poden :wink:

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Hunde die bellen beissen nicht. Wuff.
Ein Gnadenschuss wäre eine schnelle und menschliche Lösung (Zitat Eva Weber, München)

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 nicht mehr verfügbar

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 16.12.2015, 12:28 (vor 978 Tagen) @ spatenpauli

Meldung vom 11./12. Dezember 2015 auf der Website von EuropaEM:

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2015, publiziert am 27. November 2015 im Journal Reviews on Environmental Health, wurde von den Autoren am 11. Dezember 2015 aus redaktionellen Gründen zurückgezogen.

Es ist beabsichtigt, eine überarbeitete Fassung als EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 einzureichen. Wir bitten um Geduld.

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Jetzt nicht mehr.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015: Webseite existiert nicht mehr

spatenpauli @, München, Mittwoch, 16.12.2015, 15:54 (vor 978 Tagen) @ Alexander Lerchl

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Jetzt nicht mehr.

Ja, jetzt kommt dort anstelle der Webseite mit der EMF-Leitlinie 2015 nur noch eine Fehlermeldung (Entschuldigung, wir konnten die von Ihnen gesuchte Seite nicht finden).

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist das aber keine gute Lösung für eine zurückgezogene Studie. Denn wer jetzt über die bereits zahlreich gesetzten Links auf die Seite transportiert wird, könnte z.B. leicht einen technischen Defekt vermuten, der ihn am Aufruf der EMF-Leitlinie hindert. Bei anderen Zeitschriften habe ich es anders gesehen, dort blieb die Webseite einer zurückgezogenen Studie erhalten, ergänzt um den Vermerk, dass die Arbeit am soundsovielten wegen demunddem zurückgezogen wurde. Da weiß man dann, woran man ist (Beispiel). Allerdings sind diese Hinweise auf eine Retraktion zuweilen auch sehr kurz und unauffällig formatiert, wer nicht aufpasst, übersieht sie leicht.

Ist für wissenschaftliche Zeitschriften anscheinend ein eher ungeliebter Vorgang, der so unauffällig wie möglich über die Runden gebracht wird.

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EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 wieder verfügbar

spatenpauli @, München, Samstag, 09.01.2016, 02:10 (vor 954 Tagen) @ Alexander Lerchl

Meldung vom 11./12. Dezember 2015 auf der Website von EuropaEM:

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2015, publiziert am 27. November 2015 im Journal Reviews on Environmental Health, wurde von den Autoren am 11. Dezember 2015 aus redaktionellen Gründen zurückgezogen.

Es ist beabsichtigt, eine überarbeitete Fassung als EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 einzureichen. Wir bitten um Geduld.

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Jetzt nicht mehr.

Doch!

Jetzt ist alles wieder da, was am 16. Dezember 2015 gelöscht war. So als ob nie was gewesen wäre. Die "neue" Leitlinie ist es jedoch nicht, sondern die alte vom 27. November 2015. Und bei EuropaEM heißt es nach wie vor, die Leitlinie sei zurück gezogen worden. Was für ein unglaublicher Wirrwarr um diese Leitlinie, im Publikationsverlauf auf der Website des Journals ist die zwischenzeitliche Retraktion und Entfernung der Studie von der Seite nicht dokumentiert. Wann die gelöschte Seite wiederhergestellt wurde weiß ich nicht, es muss irgendwann zwischen 16. Dezember 2015 und 8. Januar 2016 passiert sein. Motiv unbekannt.

Haben Sie sowas schon mal erlebt?

Mich erinnert das an die Retraktion der Wiener Reflex-Studie. Prof. Rüdiger versicherte damals, er habe seine Studie schriftlich zurück gezogen, die Zeitschrift aber handelte nicht, ließ alles wie es war und wollte auch Rüdigers Retraktionsschreiben nicht erhalten haben.

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EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 wieder entfernt

spatenpauli @, München, Mittwoch, 23.03.2016, 13:09 (vor 880 Tagen) @ spatenpauli

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Jetzt nicht mehr.

Doch!

Jetzt ist alles wieder da, was am 16. Dezember 2015 gelöscht war. So als ob nie was gewesen wäre. Die "neue" Leitlinie ist es jedoch nicht, sondern die alte vom 27. November 2015. Und bei EuropaEM heißt es nach wie vor, die Leitlinie sei zurück gezogen worden. Was für ein unglaublicher Wirrwarr um diese Leitlinie, im Publikationsverlauf auf der Website des Journals ist die zwischenzeitliche Retraktion und Entfernung der Studie von der Seite nicht dokumentiert. Wann die gelöschte Seite wiederhergestellt wurde weiß ich nicht, es muss irgendwann zwischen 16. Dezember 2015 und 8. Januar 2016 passiert sein. Motiv unbekannt.

Und heute ist wieder alles weg! :no:

Wann genau diesmal der Beitrag über die EMF-Leitlinie 2015 gelöscht wurde ist nicht ersichtlich, wahrscheinlich war erst Mitte März 2016 Schicht im Schacht.

Immerhin gibt es jetzt einen Hinweis auf die Retraktion, sowohl bei PubMed als auch seit 16. März 2016 in Ausgabe 1-2016 von Reviews on Environmental Health.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

EUROPAEM EMF-Leitlinie für nützliche Idioten

KlaKla, Mittwoch, 16.12.2015, 17:46 (vor 977 Tagen) @ spatenpauli

Hier wurde nun auch geputzt.

http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu/2015/12/05/europaem-emf-guideline-2015/

Es ist jedoch anzunehmen das die Leitlinie kopiert ist und ihre Verbreitung in einschlägigen Kreisen (Baubiologen) findet. Genügend Zeit gab es dazu. Besorgte machen sich eher selten die Mühe so was auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen. Wenn ein Doktor im weissen Kittel von einem Ärztekonsotium spricht welches warnt dann her damit, kopieren und in die Briefkästen der Nachbarn.

Das who is who der pseudowissenschaftlichen Mobilfunkgegner teils im weissen Kittel.

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Meine Meinungsäußerung

EMF-Leitlinie 2015 lebt auf PubMed weiter

spatenpauli @, München, Montag, 21.12.2015, 21:52 (vor 972 Tagen) @ spatenpauli

Meldung vom 11./12. Dezember 2015 auf der Website von EuropaEM:

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2015, publiziert am 27. November 2015 im Journal Reviews on Environmental Health, wurde von den Autoren am 11. Dezember 2015 aus redaktionellen Gründen zurückgezogen.

Es ist beabsichtigt, eine überarbeitete Fassung als EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 einzureichen. Wir bitten um Geduld.

Nun ist ja die unglückliche EMF-Leitlinie 2015 am 16. Dezember auf der Website der Zeitschrift einer Brachial-Retration unterzogen worden, will heißen: Die Webseite mit dem Volltext der Arbeit wurde ersatzlos gelöscht. Ob das regelkonform ist weiß ich nicht.

Beim EMF-Portal aber ist die Retraktion noch immer nicht erkennbar, ebenso wenig bei PubMed, dort steht noch heute der Abstract der EMF-Leitlinie so als ob diese nicht vor zehn Tagen zurück gezogen worden wäre. Ich hätte eher so etwas erwartet.

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Retraktion EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015: des Rätsels Lösung

spatenpauli @, München, Mittwoch, 23.03.2016, 12:48 (vor 880 Tagen) @ spatenpauli

Nur einer hat schon reagiert: Die sogenannte Kompetenzinitiative, die die Leitline vor ein paar Tagen noch als "Meilenstein der Internationalen Medizin" rühmte, hat still und leise Teaser und Lobeshymne auf die Leitlinie von ihrer Website entfernt und zum Füllen der Lücke ältere Beiträge wieder nach vorne geholt. Wie zuletzt am 4. Dezember steht jetzt wieder der Teaser »Mobilfunkfreie “Weiße Zonen” – irreal oder rechtlich geboten?« an erster Stelle. Zu einer Erklärung des Vorgangs hat es nicht mehr gereicht, gelöscht wurde kommentarlos – vollendet kompetent eben. Offensichtlich fühlte sich die KO-Ini unbeobachtet.

Die Pleite mit der EMF-Leitlinie zieht weitere Kreise.

Wie jetzt bekannt wurde, sind der wahre Grund für die verworrene Retraktion (der Beitrag über die Leitlinie wurde zunächst von der Website der Zeitschrift "Reviews on Environmental Health" entfernt, dann für einige Wochen unverändert wieder eingestellt und jetzt wieder entfernt) Plagiatsvorwürfe.

Kommentar: Der Vorfall setzt die lange Kette der Skandale in der Anti-Mobilfunk-Szene fort. Spontan fallen mir ein die getürkte Großveranstaltung in Stuttgart, bei der die Teilnehmer ohne ihr Wissen zu Filmstatisten wurden, der berühmte Krebscluster um einen Sendemast, den es nicht gab und selbstverständlich das Gewürge um das "Reflex"-Projekt eines Wissenschaftlers, der rund 30 Jahre einer Industrie zu Diensten war, die ihre Kunden genussvoll, andere ohne Genuss ins Jenseits befördert.

Was mir bei dem jüngsten Skandal besonders übel aufstößt ist der Vertuschungsversuch der sogenannten Kompetenzinitiative (KO-Ini), der offensichtlich dem Zweck dient, die "Geschäftspartner" des Vereins zu schützen. Würde die KO-Ini sich nicht so sehr als edler Ritter in Szene setzen, dem allein das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, könnte man über die Moralvorstellungen der Vereinsführung den Kopf schütteln und zur Tagesordnung übergehen. So aber stellt der Vorfall Blender bloß, die mit verblasstem akademischen Pomp Laien einschüchtern, tatsächlich jedoch nur Teil eines pilzartigen Beziehungsgeflechts sind, das mit Mitteln des Astroturfing die öffentliche Meinung über "Elektrosmog" zugunsten wirtschaftlicher Interessen modellieren möchte. Jetzt werden diese Herrschaften freilich erstmal verlegen die Finger kneten und sich überlegen müssen, wie sie aus der Kiste mit dem faulen Apfel unbeschadet herauskommen. Aus meiner Sicht wird das der KO-Ini nicht gelingen, denn ihren peinlichen Vertuschungsversuch kann sie nicht ungeschehen machen. Sie ist für mich längst selbst ein fauler Apfel. Der neuerliche Schnitzer ist weder der erste noch der einzige, den sich der Verein von Karl Richter geleistet hat, sondern nur ein vorläufiger Höhepunkt. Ich empfinde für diesen Verein eine Menge, Achtung & Respekt sind nicht dabei.

Hintergrund
Das Bundesamt für Strahlenschutz aus Sicht der sogenannten Kompetenzinitiative
Meldungen zur sogenannten Kompetenzinitiative im IZgMF-Forum
Gravitationswellen dirigieren Maikäfer in bequeme Stellung

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Tags:
Stuttgart, Reflex, Moral, Tabakindustrie, Hintergrund, Demo, Experte, EMF-Leitlinie, Astroturfing, Plagiat

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