März 2016: Gutachter mit Interessenkonflikt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 13.03.2016, 23:06 (vor 1340 Tagen) @ H. Lamarr

Umweltinstitut München
Das Umweltinstitut München ist hinsichtlich seiner Arbeit inhaltlich im Themenbereich Umweltschutz breit aufgestellt. Die Beurteilung von Mobilfunksendeanlagen ist ein Themenbereich, der vom Institut bearbeitet wird. Auch dieses Institut hat schon Gutachten zu Mobilfunksendeanlagen erarbeitet und ist mit dem Thema Mobilfunkversorgungskonzepte vertraut.

Enorm GmbH
Die Enorm GmbH beschäftigt sich insgesamt mit dem Themenbereich elektromagnetische Felder und ist im Bereich Mobilfunkplanung (z.B. Untersuchung der Netzabdeckung) tätig. Das Büro ist daher in der Lage auch ein bestehendes Konzept zu beurteilen. Die Enorm GmbH betreut vor allem Projekte in Süddeutschland.

Kommentar: Leider fehlt in diesem Kurzprofil, dass der Verein Umweltinstitut München und die Firma Enorm mMn alles andere als neutrale Gutachter sind. Beide raten von objektiv sinnfreien Standortkonzepten nicht ab, sondern betrachten diese als ertragreiches Geschäftsmodell, ein Acker, der besonders vom Umweltinstitut intensiv gepflügt wird. Doch keine einzige Gemeinde in Deutschland braucht so ein Mobilfunkkonzept, die viel gepriesene Vorsorge ist unnötig und in vielen Fällen sogar schädlich für Nutzer von Handys.

Es ist MMn naiv, Umweltinstitut und Enorm in Betracht zu ziehen. Beide unterliegen einem unübersehbaren Interessenkonflikt, sie würden bei einer Absage an das Mobilfunkkonzept von Erkrath gegen ihre eigenen Geschäftsgrundlagen arbeiten und Löcher in das Boot bohren, in dem sie sitzen. Es liegt auf der Hand, dass diese Gutachter daher mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendeinen Sinn im Erkrather Konzept entdecken werden, der den Räten statt der längst überfälligen Abschaffung des Konzepts eine mehr oder weniger modifizierte Weiterführung schmackhaft machen soll.

Erkrath hätte sich aus meiner Sicht besser im Bereich der Wissenschaft nach Gutachtern umgesehen, es gibt hierzulande genug qualifizierte Lehrstühle für Hochfrequenztechnik, die ohne Interessenkonflikt hätten gutachtern können. Der Vorsitzende des NIS-Ausschusses in der SSK wäre z.B. ein geeigneter Mann oder Dr. Bornkessel (TU Ilmenau) oder z.B. der Emeritus Prof. Hagenauer. Allerdings dürfte bei einer wissenschaftlichen Analyse das Ergebnis von vorneherein fest stehen, dass nämlich Mobilfunkstandortkonzepte teurer Budenzauber für Laien sind und ersatzlos abgeschafft werden können. Denn einen realen Nutzen von solchen Konzepten hat nur der, dem es gelingt, es Gemeinden zu verkaufen. Im günstigsten Fall für den Anbieter wird die Gemeinde so zur Melkkuh, der sich regelmäßig alle paar Jahre ein neues aktualisiertes Konzept andrehen lässt, für dassen Richtigkeit die Anbieter mKn noch nicht einmal Garantien geben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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