EUROPAEM EMF-Leitlinie 2015 von Autoren zurück gezogen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 13.12.2015, 23:52 (vor 1456 Tagen) @ Gast

Meldung vom 11./12. Dezember 2015 auf der Website von EuropaEM:

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2015, publiziert am 27. November 2015 im Journal Reviews on Environmental Health, wurde von den Autoren am 11. Dezember 2015 aus redaktionellen Gründen zurückgezogen.

Es ist beabsichtigt, eine überarbeitete Fassung als EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 einzureichen. Wir bitten um Geduld.

Irritierend ist: Auf der Website von Reviews on Environmental Health, Band 30, Heft 4 (Dez 2015), ist gegenwärtig von einer Retraktion nichts zu erkennen, die zurück gezogene Leitlinie steht dort noch immer putzmunter zum freien Download.

Auch das EMF-Portal weiß momentan noch nichts von der Retraktion.

Nur einer hat schon reagiert: Die sogenannte Kompetenzinitiative, die die Leitline vor ein paar Tagen noch als "Meilenstein der Internationalen Medizin" rühmte, hat still und leise Teaser und Lobeshymne auf die Leitlinie von ihrer Website entfernt und zum Füllen der Lücke ältere Beiträge wieder nach vorne geholt. Wie zuletzt am 4. Dezember steht jetzt wieder der Teaser »Mobilfunkfreie “Weiße Zonen” – irreal oder rechtlich geboten?« an erster Stelle. Zu einer Erklärung des Vorgangs hat es nicht mehr gereicht, gelöscht wurde kommentarlos – vollendet kompetent eben. Offensichtlich fühlte sich die KO-Ini unbeobachtet. Und offensichtlich hat sie keine Warnung an die "lieben Mitstreiter" heraus gelassen, so dass z.B. hese und Gigaherz (momentan) noch immer ahnungslos sind, was mit der Leitlinie ungewöhnliches passiert ist ...

In Anbetracht dessen, dass diese Leitlinie bereits einmal vor Jahren von der Website der Österreichischen Ärztekammer geflogen ist und jetzt kurz nach der Publikation schon wieder von den Autoren zurück gezogen wurde, lässt den Schluss zu: Diese Leitlinie steht wahrlich unter keinem guten Stern.

Aus meiner Sicht ist diese Leitlinie ohnehin schädlich. Denn da es keine "echten" Elektrosensiblen gibt, entfällt die Notwendigkeit einer Leitlinie per se. Schädlich ist dieses Papier, da es "Elektrosensibilität" bei Ärzten als physische Erkrankung etablieren möchte, obwohl alles darauf hindeutet, dass es sich um eine psychische Erkrankung handelt (Phobie). Die Leitlinie ist damit geeignet, überzeugte Elektrosensible in ihrem Wahn zu bestärken und einer angemessenen fachärztlichen Behandlung zu entfremden. Die vermeintlich harm- und belanglose Leitlinie kann so letztlich zum tödlichen Bärendienst werden, wie das traurige Schicksal des ehemaligen Pfarrers von Oberammergau, den sein Wahn, elektrosensibel zu sein, in den Tod getrieben hat, auf erschreckende Weise klar macht.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Game over, Umweltmediziner, Oesterreich, Ko-Ini, Transparenz, Trick, EMF-Leitlinie, Europaem, Psychische Erkrankung


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