16 Autoren, aber Null Offenlegung von Interessenkonflikten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 02.12.2015, 23:04 (vor 1235 Tagen) @ H. Lamarr

Bei einigen der Autoren bin ich sehr gespannt auf ihre Erklärung zu Interessenkonflikten (DoI), falls sie überhaupt danach gefragt wurden.

In dem Paper gibt es keinerlei Angaben zu gemeldeten Interessenkonflikten der Autoren, ebenso fehlt der übliche Hinweis, die Autoren hätten bekundet, keinen Interessenkonflikte zu unterliegen. Das Thema DoI (Interessenerklärung, Disclosure/Declaration of Interests) existiert in dieser 35 Seiten umfassenden Arbeit schlicht nicht.

Da inzwischen der Link zu den Instructions for Authors wieder funktioniert, kann ich daraus folgende Passage zitieren:

Conflict of interest: When submitting a manuscript, authors are responsible for recognizing and disclosing financial and/or other conflicts of interest that might bias their work and/or could inappropriately influence their judgment. If no specific acknowledgment is given, the Publishers assume that no conflicts of interest exist.

[Interessenkonflikt: Beim Einreichen eines Manuskripts sind die Autoren für das Mitteilen finanzieller und/oder anderer Interessenkonflikte verantwortlich, die ihr Werk verfälschen und/oder zu unangemessenen Schlussfolgerungen führen können. Bleibt eine diesbezügliche Rückmeldung der Autoren aus, gehen die Herausgeber davon aus, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.]

Ich verstehe dies so: Keiner der 16 Autoren hat gegenüber dem Verlag einen Interessenkonflikt eingeräumt. Dies wäre ganz erstaunlich, denn aus meiner Sicht haben oder hatten einige der Autoren eindeutige Interessenkonflikte. Etwa Herr Oberfeld als Berater für einen Baubiologenverband oder Herr Scheingraber als Anbieter einer honorarpflichtigen Ausbildung zum Elektrobiologen. Nicht zu vergessen Herr Kern, der mMn als Psychotherapeut unmittelbar Nutznießer einer grassierenden Elektrosmog-Phobie unter Privatpatienten wäre. Auch Herr Eger hat unter seinen Patienten mit ziemlicher Sicherheit zahlungskräftige Elektrosmog-Phobiker. Die Bundesärztekammer stellte 2012 fest: Mit Sorge wurde die Ausübung der Umweltmedizin in Arztpraxen betrachtet, die vielfach durch dubiose Diagnoseverfahren neue Umweltprobleme und -belastungen erst generieren, z. B. die Umweltbelastung durch Arsen. Hier bedarf es einer klaren Abgrenzung zur seriösen Umweltmedizin.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Oberfeld, Interessenkonflikt, IBN, Kommerz, Scheingraber, Elektrobiologie, Baubiologische Messtechnik, Experte, OeAeK, Lercher


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