Tagesspiegel kommentiert Thill-Studie kritisch (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 24.09.2020, 13:01 (vor 225 Tagen) @ H. Lamarr

Bericht des Tagesspiegel vom 22. September 2020 (Auszug):

„Mobilfunkstrahlung belastet Insekten“, meldete die Naturschutzorganisation Nabu Baden-Württemberg kürzlich. Eine Studie habe ergeben, dass neben Pestiziden und Lebensraumverlust auch Funkstrahlung sich negativ auf die Tiere auswirke. Elektromagnetische Felder durch Hochspannung, Mobilfunk und WLAN dürften demnach „ein weiterer Faktor für die Schwächung der Insektenwelt sein“.

Der wissenschaftliche Stand ist allerdings alles andere als klar. Der Nabu hat seine ursprünglichen Formulierungen inzwischen auch geändert.

Rückgänge von Insekten-Biomasse und Arten werden, wo sie auftreten, mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und flächendeckendem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Verbindung gebracht. Das sieht auch der Nabu-Artenschutzreferent Martin Klatt so. Gefragt nach den Hauptgründen für die Abnahme der Insektenbestände, erwähnt er in seinem auf der gleichen Nabu-Website publizierten Interview elektromagnetische Felder nicht.

Doch so genannte „Handystrahlung“ steht populär unter Generalverdacht. Eine Websuche nach dem Begriff liefert zuerst Seiten, die mögliche Gefährdungen für Mensch und Umwelt behandeln. Die wirklich schlüssigen wissenschaftlichen Hinweise sind allerdings rar. Echte Nachweise, dass die elektromagnetischen Felder unschuldig etwa an Krebserkrankungen von Mensch oder Versuchstier sind, fehlen aber auch. Wifi- und Handynetze sind immer noch zu neu. Langzeitschädigungen sind nicht auszuschließen, auch nicht von Insektenbeständen. [...]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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