Hans-Peter Hutter zur Thill-Studie: "gute Übersichtsarbeit" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 22.09.2020, 12:03 (vor 227 Tagen) @ H. Lamarr

[...] Zu behaupten, dass mit dieser Studie bewiesen sei, dass „Mobilfunk und WLAN-Strahlung de Fluss von Calcium-Ionen im Insektenkörper so beeinflussen, dass Fortpflanzung und Orientierung darunter leidet“, sei falsch. Es dränge sich allerdings der Eindruck auf, dass damit das Thema Insektensterben von den Mobilfunkskeptiker*innen gekapert werden solle.

Der österreichische Umweltmediziner Hans-Peter Hutter gehört zu dem kleinen Kreis Wiener Wissenschaftler, die der Anti-Mobilfunk-Szene hin und wieder den Rücken stärken. Mit dem Unterschied, dass Hutter kein selbsternannter Experte ist, wie das lärmende Diagnose-Funk-Personal, sondern ernster zu nehmen ist. Seine Wertung der Thill-Studie fällt deshalb nur unterschwellig positiv aus. So greift er den Einwand von Uwe Gradwohl auf, die Studie sei eine Übersichtsarbeit, neue Erkenntnisse aus einer analytischen Gesamtschau des Wissensstandes böte sie nicht. Auf science.orf.at lässt Hutter am 21. September 2020 wissen:

„Bei der neuen Studie handelt es sich um eine gute und mühevoll zusammengestellte Übersichtsarbeit“, sagte Hutter gegenüber science.ORF.at. „Dass sich elektromagnetische Felder auf Lebewesen auswirken, ist lange bekannt.“ Diese Effekte könnten negativ oder positiv sein – so gebe es einige Tierarten, die sich von elektromagnetischen Feldern geradezu angezogen fühlen.

Dass diese Felder allein für das Aussterben von Insektenarten verantwortlich sind, sieht Hutter eher nicht, dass sie dazu einen Beitrag leisten und etwa die Orientierung der Tiere stören können, sehr wohl. Der Umweltmediziner spricht sich dafür aus, auch Effekte auf Lebewesen, die wesentliche Säulen der Ökosysteme darstellen, genauer zu untersuchen – speziell was den neuen Mobilfunkstandard 5G betrifft. „Da gibt es auch zu den Auswirkungen auf den Menschen so gut wie keine Studien. Wir fordern seit Langem, einerseits eine Technikfolgenabschätzung und andererseits eine Prüfung der Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit durchzuführen.“

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Umweltmediziner, Hutter, OeAeK, dbu, Thill


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