Yvette Estermann baut auf Gigaherz-Jakob (Technik)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 05.03.2019, 18:11 (vor 170 Tagen) @ H. Lamarr

Gigaherz-Jakob zeigt mit seinem jüngsten Beitrag vom 23. Februar 2019 "5G: Dringende Warnung vor Falschinformationen der kantonalen Umweltämter", dass er noch immer keine Ahnung von der 5G-Antennentechnik hat.

So unglaublich es klingen mag, aber es gibt mit Yvette Estermann eine Schweizer Nationalrätin, die sich von Gigaher[t]z-Jakob inspirieren lässt. Am 5. März reichte Estermann in einer Fragestunde des Nationalrats die Frage ein:

Mit einer Publikation vom 23. Februar 2019 weist Gigahertz darauf hin, dass die kantonalen Umweltämter in Absprache mit den Mobilfunkbetreibern versuchen, zahlreiche Mobilfunk-Sendeanlagen unter dem Deckmantel einer "Bagatelländerung" ohne Baubewilligung auf den neuen Mobilfunkstandard 5G aufzurüsten.

Stimmen die Aussagen?

Kommentar: Frau Estermann ist offenbar entschlossen, sich als Lobbyistin der organisierten Schweizer Mobilfunkgegner im Bundeshaus in Szene zu setzen. Das kann sie machen, Lobbyismus ist schließlich nicht per se schlecht. Doch wenn schon Lobbyismus, dann bitte auf einer qualifizierten Grundlage und nicht als Sprachrohr für einen selbsternannten Experten. Diese Grundlage konnte Gigaherz zu keiner Zeit bieten. Wer sich dennoch auf Gigaherz beruft bekennt zweifelsfrei, die Akteure in der Mobilfunkdebatte nicht richtig einzuschätzen zu können, dem Bekenner kann auch dummes Zeug mühelos untergeschoben werden.

Für bedenklich halte ich den Eindruck, Estermann stellt ihre Frage im Auftrag von Gigaherz-Jakob. Denn das wäre eine so primitive Form des Lobbyismus, dass Estermann dem Ansehen des Nationalrats Schaden zufügen würde. Mir drängt sich dieser Eindruck auf, denn Frau Estermann musste ihre Frage keineswegs öffentlich im Nationalrat stellen. Sie hätte sich auch einfach an Herrn Andrea von Känel wenden können (Telefon: +41 61 552 56 19), Präsident von Cercl’Air (Vereinigung der schweizerischen Behörden- und Hochschulvertreter im Bereich der Luftreinhaltung und der nichtionisierenden Strahlung). Dort wäre sie mit ihrer Frage fachlich bestens – jedoch nicht öffentlichkeitswirksam – aufgehoben gewesen, denn Cercl’Air ist die Primärquelle, an der sich der Querulant aus Schwarzenburg verbissen hat. Jetzt ist es für einen Anruf in Basel zu spät, von Känel ist unterwegs und erst ab 15. März wieder im Baseler Lufthygieneamt zu erreichen :yes:. In der Zwischenzeit kann Frau Estermann sich selbst schlau machen, indem sie dieses 7-seitige Dokument (Nachtrag vom 28.3.2013 zur Vollzugsempfehlung zur NISV für Mobilfunk) nicht nur studiert, sondern auch versteht.

Hintergrund
Yvette Estermann im IZgMF-Forum

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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