99 Luftballons (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.01.2009, 18:55 (vor 4225 Tagen) @ charles

Auch haben verschiedene Personen ein Test gemacht, wobei der Passagier ein Blindtuch über den Augen getragen hat, und beim Autofahren jede Sendemast angedeutet hat, weil man diese *gespürt* oder wahrgenommen hat.

Wie bitte? Sie sind mit einem ES im Auto durch die Gegend gefahren und der ES hat trotz verbundener Augen jeden Sendemasten gemeldet, an dem Sie vorbeigefahren sind? Habe ich das richtig verstanden? Und können Sie wirklich ausschließen, dass der ES einen E-Smog-Melder mit Vibrationsalarm am Körper getragen hat?

Ausserdem kenne ich mehrere Personen, die von Sendemasten betroffen sind.

Es ist immer dasselbe: Wenn es um Anzahlen geht, werden die Angaben im Sturzflug vage. Mehrere können auch nur drei sein.

In Ihre 6 Jahren Recherche haben Sie nur 2 (=zwei) elektrosensible Personen gekannt.

Stimmt, nicht sehr viel bei etwa 1, 3 Mio. Einwohnern. Mittlerweile sind es aber sogar 3 Betroffene, es hat sich eine Dame bei uns gemeldet, die sagt, sie spüre die Signale des Münchener Fernsehturms. Und, welch' Duplizität der Ereignisse (Semmelweis), sie leidet an einer Angststörung und ist deshalb in fachärztlicher Behandlung. Auch der von Kuddel entdeckte Hang zu Öko trifft bei ihr voll zu.

Sie wollen die Wahrheit nicht wahr haben.

Nee, charles, wenn das jemand will, dann ich. Warum sollte ich mich sonst seit 6 Jahren Tag für Tag mit dem Thema beschäftigen, dass mich endlos viel kostet und nix bringt?

Wenn ich meine Augen verschliesse sehe ich auch nix!

Mein Problem ist ein anderes: Wenn ich in der Mobilfunkdebatte irgendwo genau hingucke, löst sich vieles in Luft auf. Wie ein Luftballon, dem Sie mit einer Nadel auf die Pelle rücken. Sinnigerweise warnte einst das Netzwerk Risiko Mobilfunk vor den üblen Folgen des Funks ausgerechnet mit - Luftballons. Irgendwie ist das symbolisch, finden Sie nicht auch? Ich fürchte für Juni wird spätestens im April abermals der "Bundesweite Mobilfunk-Aktionstag 2009" des Netzwerks ausgerufen (hört sich das nicht eher nach eine Promotionveranstaltung der Betreiber an?) - dort gibt's dann wieder Luftballons fürs Volk, und Frau Dr. Stöcker wird es sich wahrscheinlich nicht nehmen lassen, in liebgewonnener Tradition mit ihrer Seele-baumeln-lassen-Phrase zum "handyfreien Tag" aufzurufen. Kurz: Täglich grüßt das Murmeltier.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Angststörung, Netzwerk-Risiko-Mobilfunk, Aktionstag


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