Wann ist man ein Fall für den Psychiater? (Elektrosensibilität)

caro, Freitag, 20.06.2008, 14:46 (vor 5282 Tagen) @ Kuddel

Aber wen meinen Sie mit "Fachleute" ?

Wenn Sie mit "Fachleuten" Psychologen meinen, so bedeudet dies doch, daß jeder der vermutet oder glaubt er sei "ES", zunächst psychologisch untersucht werden müßte, um "anerkannt" zu werden.

So wie ich das bisher verstanden habe, wehren sich die "ES" vehement dagegen, in die "Psycho-Schublade" gesteckt zu werden. Die wenigsten werden diesen Weg daher freiwillig beschreiten.

Wenn Sie hingegen mit "Fachleuten" Ärzte im allgemeinen meinen, so ist meines Wissens nach bisher noch keinem ein anerkannter Nachweis gelungen.

Wenn es eine für Ärzte anerkannte Methode zum objektiven Nachweis von ES gäbe, so würde mich interessieren, wie diese genau aussieht.

Wieso wollen Sie jeden "ES" untersuchen? Sie haben nach dem Unterschied zwischen "ES" und "PES" gefragt. Es geht also darum, wie man mit Menschen umgehen soll, die (bereits vorher) psychisch krank sind und sich zum Beispiel mobilfunkkritischen Gruppierungen anschließen.
Diese Frage hat mit dem Thema "ES" nichts zu tun, denn solche Menschen tauchen auch anderswo auf, ich habe es beispielsweise Mal in einem Reitverein erlebt. Es geht also um die generelle Frage: Wie erkenne ich, ob jemand einfach nur "schwierig" ist oder ein ein schwerwiegendes psychisches Problem hat? Und was mache ich dann? Sie als Laie können psychische Störungen nicht "eindeutig identifizieren". Dafür sind Psychiater und Psychologen zuständig. Wenn die Betroffenen dort nicht hingehen wollen, können Sie ihnen niederschwellige Selbsthilfegruppen nahe legen.
Anders sieht es bei psychiatrischen Notfällen aus. In diesen Fällen kann - bei einem vorliegenden ärztlichen Attest, das eine Gefährdung bestätigt - die Polizei die Betroffenen in die Psychiatrie einweisen. Psychiatrische Notfälle werden aber nicht immer erkannt: Sie sind die dritthäufigste Ursache für Notarzt-Einsätze. Nur in 42% wird aber die richtige Diagnose gestellt. Not-Ärzte und Rettungsdienste schätzen es selbst so ein, dass sie für diesen Bereich schlecht ausgebildet sind.

Tags:
, Psychiater, Psychologen


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