Meinung eines Bürgers aus Denkingen (Allgemein)

Doris @, Montag, 16.03.2009, 22:58 (vor 4418 Tagen) @ Gast

"Gemeinde lässt ihre Bürger im Stich"

Hört sich richtig dramatisch an...

Ein vermeintlich kluger Schachzug der Gemeinde, die Verantwortung abzuschieben?

Verantwortung für was und für wen?
Die Bürger von Denkingen vor Mobilfunkstrahlung zu schützen?
Gut, dann werden in den nächsten Tagen die Haushalte abgeklappert und alle DECT und WLAN und Handys eingesammelt, ach ja, die Mikrowelle nehmen die dann auch gleich mit. Mal schaun, ob diese Form der Verantwortung auch so geschätzt werden würde.

Bis heute hat die Bevölkerung von der Gemeinde keine Informationen darüber erhalten, was O 2 in der Gemeinde plant,

also O2 ist ein Netzbetreiber und plant in der Regel die Installation eines Mobilfunksenders...

welche Masten erstellt werden sollen

ja Sendemasten, was denn sonst. Damit die unverzichtbaren Handys funktionieren. Außerdem, wieso wird hier in der Mehrzahl gesprochen. Denkingen ist nicht soooo groß, also da reicht einer

und für welchen Zweck.

ich glaube, dem Mann fehlen sämtliche Grundkenntnisse. Ja für welchen Zweck wird ein Sendemast errichtet. Hat ihnen das Dr. Scheiner nicht erklärt?

Die Vorschläge der Bürgerinitiative, für alle Beteiligten verträgliche Standorte auszuweisen (Mobilfunkkonzept), hat die Verwaltung abgelehnt.

für alle Beteiligte? wen meint er?
Da soll für teures Geld ein Mobilfunkkonzept erstellt werden, welches garantieren soll, dass die Bevölkerung nur einen minimalen Prozentsatz an "Bestrahlung" erhält und parallel dazu dröhnen die sich mit hauseigener Dauerstrahler zu und groß und klein hält sich ein Handy ans Ohr.
650 Unterschriften wurden gesammelt gegen den Sender. Wäre mal interessant eine Umfrage zu machen, ob diese Unterzeichner Funktechnik haben und nutzen und vor allen Dingen, ob sie nun nachdem sie wohl durch Dr. Scheiner umfassend über die zu erwartenden Schäden informiert wurden nun die Verantwortung für sich selber übernehmen, die sie von der Gemeinde erwarten.

Juristisch fundierte Aussagen, wie die Problematik Mobilfunk rechtlich angegangen werden kann, wurden von Seiten der Gemeinde erst gar nicht angehört. Wenn man nun auf der Internetseite der Gemeinde liest, "man habe sich nach Kräften und kommunalpolitischer Verantwortung intensiv bemüht eine für die Bürgerschaft möglichst verträgliche Lösung zu finden", so ist dies blanker Zynismus. Der schwarze Peter klebt an anderen Händen.

Die Gemeinde lässt ihre besorgten Bürger im Stich,

oh weh

sie nimmt die ihr obliegende Verantwortung nicht wahr.

na dann auf, liebe Denkinger. Nun wisst Ihr ja, was krank macht, dann nehmt die euch obliegende Verantwortung wahr, vor allen Dingen im Sinne Eurer Kinder. Da kann viel gemacht werden, viel mehr als es die Gemeinde tun soll.

Eine bittere Erkenntnis für die besorgten Bürger, die nunmehr in besonderem Maße gefordert sind.

Ah ja, wie denn?
Werden morgen die DECT entsorgt, den Kindern die Handys genommen und selber überdenkt man sein Telefonierverhalten?

Das Thema Mobilfunk wird die Gemeinde somit noch länger beschäftigen. Wenn man so mit den Bürgern umgeht, wird noch lange keine Ruhe in der Gemeinde einkehren.

Ja, sobald sich ein Privatmann findet, der vermietet, werden wir sehen, was Scheiner und Co hinterlassen hat.

Die Verantwortung für die jetzige Situation liegt allein bei den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung.

Ist auf jeden Fall das Einfachste und tut am wenigsten weh.


Hubert Braun, Not.-Assessor, Lembergstraße 4, Denkingen

Man muss es ihm wohl nachsehen, er weiß es nicht anders.


© Copyright SZON (Erschienen: 14.03.2009)


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