Meinung eines Bürgers aus Denkingen (Allgemein)

Gast, Montag, 16.03.2009, 11:09 (vor 4409 Tagen) @ Gast

Zu unseren Berichten "Denkingen lehnt Vertrag mit O2 ab" vom 12. März und
"Initiative reicht 650 Unterschriften ein" vom 13. März.

"Gemeinde lässt ihre Bürger im Stich"

Nun hat die Verwaltung in Denkingen erreicht, was sie schon immer wollte.
O2 erhält die Möglichkeit zur Errichtung von Sendemasten in der Gemeinde Denkingen auf privatem Grund, mehr noch, O2 kann sich nun hemmungslos in der Gemeinde austoben und muss dabei auch keine Einschränkungen und Behinderungen seitens der Gemeindeverwaltung befürchten. Getreu dem Werbespruch: "O2 can do". Ein Schuldiger für diese Misere ist auch schon ausgemacht, die Bürgerinitiative gegen Mobilfunk.

Ein vermeintlich kluger Schachzug der Gemeinde, die Verantwortung abzuschieben? Die Gemeinde macht es sich da zu einfach. Bis heute hat die Bevölkerung von der Gemeinde keine Informationen darüber erhalten, was O 2 in der Gemeinde plant, welche Masten erstellt werden sollen und für welchen Zweck. Die Vorschläge der Bürgerinitiative, für alle Beteiligten verträgliche Standorte auszuweisen (Mobilfunkkonzept), hat die Verwaltung abgelehnt. Juristisch fundierte Aussagen, wie die Problematik Mobilfunk rechtlich angegangen werden kann, wurden von Seiten der Gemeinde erst gar nicht angehört. Wenn man nun auf der Internetseite der Gemeinde liest, "man habe sich nach Kräften und kommunalpolitischer Verantwortung intensiv bemüht eine für die Bürgerschaft möglichst verträgliche Lösung zu finden", so ist dies blanker Zynismus. Der schwarze Peter klebt an anderen Händen.

Die Gemeinde lässt ihre besorgten Bürger im Stich, sie nimmt die ihr obliegende Verantwortung nicht wahr. Eine bittere Erkenntnis für die besorgten Bürger, die nunmehr in besonderem Maße gefordert sind. Das Thema Mobilfunk wird die Gemeinde somit noch länger beschäftigen. Wenn man so mit den Bürgern umgeht, wird noch lange keine Ruhe in der Gemeinde einkehren. Die Verantwortung für die jetzige Situation liegt allein bei den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung.

Hubert Braun, Not.-Assessor, Lembergstraße 4, Denkingen

© Copyright SZON (Erschienen: 14.03.2009)

Tags:
BI, Meinung, Medien, Denkingen, Zynismus


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