Überdurchschnittlich viele alte Menschen... (Allgemein)

Doris @, Donnerstag, 17.01.2008, 23:04 (vor 5490 Tagen) @ AnKa

Haben Sie bei solchen Veranstaltungen einmal auf sich wirken lassen, wie böse gerade die älteren Männer dreinschauen?

Aber nur wenn sie "böse Weiber" an ihrer Seite haben.:-) Nein, ich habe eine derartige Erfahrung bei älteren Männern noch nicht gemacht. Im Gegenteil, die sind sehr empfänglich und fast dankbar für ein paar freundliche Worte. Beim Einkaufen z.B. ist gerade bei älteren Ehepaaren sehr häufig zu beobachten, dass es oft meine eigenen Geschlechtsgenossinnen sind, die ihre Männer, die den den EInkaufswagen-schiebend hinter ihnen hertrotteln, anraunzen "Ja, wo bischt denn scho wieder". Die tun mir immer richtig leid.

Es gibt ältere Menschen, die blicken verbittert auf ihr Leben zurück, haben vieles, das ihnen die flinken "Jungen" heute vormachen, nie erlebt und/oder es sich selbst nie (zu)getraut.

Ob hier ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. Wir werden sehen, wie die heutigen "flinken Jungen" später mal auf ihr Leben zurückblicken.
Das Älterwerden ist ein Prozess, der nicht unbedingt leicht ist und mit zunehmendem Alter zu akzeptieren, dass einem in vieler Hinsicht Grenzen gesetzt sind, ist nicht immer schön.

Auch steigt mit dem Alter der Anteil Depressiver.

Ich weiß nicht, wo Sie "alt" und "jung" ansetzen. Erschreckend ist der steigende Anstieg von Depressionen bei jungen Menschen. Ich kann Ihnen aus meinem persönlichen Umfeld spontan mindestens 5 Menschen im Alter von 30 - 40 Jahren nennen, die wegen schwerer Depressionen in Behandlung waren oder sind. Und von einer zumindest weiß ich, dass der Anteil an jungen Menschen unter 30 sehr hoch sei in den Kliniken.
Ich habe dazu keine Zahlen zur Hand, aber oft beobachte ich, dass gerade ältere Menschen, die nicht mehr alles haben müssen und nicht mehr hinter allem herhetzen sehr häufig mehr mit sich im Reinen sind als jüngere. Gerade deswegen mag ich ältere Menschen sehr gerne.

Auch solche Formen von "Gedanken über die Lebensweise" drücken sich mitunter in einer Gegnerschaft zu moderner Lebensweise aus. Eine verzagte, lebenspessimistische Grundhaltung, kulturpessimistische Weltanschauung, das sind die Ingredenzien, die die Leute empfänglich machen für Verschwörungstheorien und diverese Überzeugungen darüber, wer "schuld" ist. Psychologen nennen das Externalisierung: ein vermeintlich außerhalb stehendes Subjekt oder Ereignis wird als Ursache des eigenen innerlich empfundenen Leids gewähnt. Wahrscheinlich machen Leute so etwas, damit sie überhaupt irgendwie stabil bleiben können in einer als beängstigend empfundenen Umgebung.

Das ist mir ehrlich gesagt alles zu einseitig. Es gibt sicherlich solche Fälle, aber wie gesagt, ich habe mit älteren Menschen ganz andere Erfahrungen und beneide diese manchmal um ihre Gelassenheit alltäglichen Dingen gegenüber. Und es ging ja hier um die Besucher einer mobilfunkkritischen Veranstaltung. Das was Sie oben beschreiben würde ja dann eher auf Aktive in einer BI zutreffen und da liegt das Durchschnittsalter m.E. nicht ganz so hoch wie bei Besucher einer mobilfunkkritischen Veranstaltung.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum