ARD und ZDF wollen im Mobilfunk mitmischen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 07.12.2018, 13:37 (vor 1995 Tagen) @ H. Lamarr

Jenseits der Grundversorgung planen die öffentlich-rechtlich Anstalten eine erweiterte Übertragung im 5G-Netz. Dadurch soll nicht nur ein nahtloser Übergang zwischen mobilem und stationärem Bildschirm ermöglicht werden.

Stammplatz Fernsehsessel, um 20 Uhr gongt die Tagesschau, eine Viertelstunde später legt der „Tatort“ los. Die Älteren unter uns kennen solche Fernsehgewohnheiten seit anno dazumal und pflegen sie manchmal sogar noch heute. Für die Jüngeren sind solche Rituale höchstens noch ein fernes Echo aus einer Zeit vor der digitalen Medienepoche. Mediatheken emanzipieren vom linearen Zeitraster nach Sendeplan, mobile Bildschirme machen dem stationären Großkaliber Konkurrenz, unterschiedliche Netze laufen in einem Endgerät zusammen.

Deren Kombination probieren die Rundfunkanbieter vorerst nur mit Teillösungen aus – mit dem HbbTV-Standard etwa, der einfaches Umschalten zwischen klassischer Rundfunkübertragung und Web-Inhalten ermöglicht. Oder nach dem Vorbild des Abo-Senders Sky, dessen im Rundfunk-Modus ausgestrahlte Programme sich auf Tastendruck in die Pausenfunktion begeben, um anschließend, gespeist aus einer Internet-Verbindung, die Übertragung im gewünschten zeitlichen Abstand fortzusetzen.

Dies alles wirkt archaisch im Vergleich zu Szenarien, an denen Medien-Infrastrukturplaner schon seit geraumer Zeit tüfteln. 5G, die nächste Generation des Mobilfunks, soll weit elegantere Übergänge zwischen linear übertragenen und interaktiven Inhalten oder zwischen mobilem und stationärem Bildschirm erlauben – am besten so, dass der Wechsel völlig nahtlos klappt und, sofern er auf demselben Bildschirm stattfindet, überhaupt nicht auffällt. weiter ...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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