Verständnisfrage (Forschung)

Kuddel, Samstag, 09.01.2010, 15:59 (vor 4303 Tagen) @ Alexander Lerchl

Ich hätte so vom Gefühl her nicht geglaubt, daß man eine Bestrahlungsdosis und anschließende Elektrophorese mit geschätzten Kometschweifen mit einer Präzision von +/-1% Abweichung reproduzieren kann.

Das kann man auch nicht erwarten (methodisch, biologisch und auch nicht statistisch). Die einzige mögliche Schlussfolgerung ist, dass hier ziemlich doof ge*** wurde.

Also die +/-1 % Abweichung bei der Kontrolle halte ich angesichts der vielen Fehlerquellen, wie z.B.:

- Zu erwartende Inhomogenität der Expositionen
- Sequentielle Auswertung der Proben führt zu verschiedenen Zeiten bis zur Auswertung einzelner Proben
- Recht grobe und zudem manuelle "Schätzung" der Kometenschweife
- Das "Binning" der Schweife in in Klassen (könnte zur systematischen Auf-/Abrundung der Expositionsdaten geführt haben)
- Toleranzen bei der Elektrophorese (allein die Stromdichte dürfte mehr als 1% schwanken)
- ...

... für mich als Laien (mit etwas Erfahrung in der elektronischen Meßtechnik) für unplausibel.

Wäre es denkbar, daß in den Grafiken bei den "Kontrollen" nicht die gemessen Kometenschweife abgebildet sind, sondern eine Art "Normierung" aller dargestellten Meßwerte auf den Mittelwert der positiven und negativen Kontrollen stattgefunden hat ?

Ich meine damit, daß möglicherweise die Kometenschweife (in%) der exponierten Proben auf die positiv- und negativ-Kontrolle "normiert" wurden, um das starke statistische "Rauschen" zu unterdrücken ?
Das wäre eine Erklärung für die superglatten "Kontrollen", weil diese quasi die "Meßskala" für die EMF-exponierten Proben definieren.

Andererseits handelt es sich bei den Kontrollprobenn ja um separate Proben, daher bezweifle ich, daß so eine Normierung zulässig wäre, weil das "matching" zu den exponierten Proben nicht mehr sauber wäre..


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