Intensität ./. Dauer (Allgemein)

Doris @, Samstag, 21.06.2008, 16:22 (vor 5817 Tagen) @ H. Lamarr

Ja, zu Interphone ließe sich konstruktive Kritik äußern, die berechtigt, logisch und plausibel ist: nämlich das sich seit Studienbeginn gravierend geänderte Telefonierverhalten der Leute, die heute viel länger und viel häufiger telefonieren, als zu der Zeit, die Interphone im Blick hat.


Oh, gut diese Aussage ist der Aufhänger zu einer schon länger in mir schlummernden Frage.

Die zwei Kriterien bei der Interphone Studie sind a) Intensität und b) Dauer der Telefonate.

Punkt b) entspricht heute nicht mer den Gegebenheiten, unter denen Interphone gestartet wurde.

Punkt a) wurde heute gegenüber den Anfängen vermutlich eher verbessert, da durch ein dichteres Netz und durch strahlungsärmere Handys, die Belastung vermutlich doch nicht mehr ganz so hoch ist wie zu den Anfangszeiten.

Die Vorsorgemaßnahmen sprechen m.E. mehr Punkt a) an, sich ein strahlungsarmes Handy zu kaufen und nur bei gutem Empfang zu telefonieren.

Unter diesem Argument geht m.E. irgendwie der Punkt b) unter. Oder sagen wir mal so, es wird ja auch zu kurzen Telefonaten geraten. Aber Tatsache ist ja, dass von den Netzbetreibern und Handyherstellern Punkt a) berücksichtigt wird (dichteres Netz strahlungsarme Handys) aber Punkt b) völlig ignoriert wird, im Gegenteil, durch die Handyflatrates sogar gefördert wird.

Während die Politiker und auch z.B. das BfS in Richtung Industrie zwar den Vorstoß macht, strahlungsarme Handys herzustellen und das Umweltzeichen zu nutzen und auch ein dichtes Netz den Sendemastgegner als Argument entgegenhalten, vernehme ich keinen Schnaufer was die Handyflatrates betrifft. Zumindest nicht hier in Deutschland, in Österreich war da doch schon was.

Sie selber äußern sich öfters zu dem Argument des langen Telefonierens.

Sehen Sie persönlich in der Dauer der Telefonate trotzdem ein erhöhtes Risiko, auch wenn die Belastung am Ohr durch Netzdichte und strahlungsarme Geräte nicht mehr so hoch ist, wie früher?
Entkräftet die Einhaltung von Punkt a) (strahlungsarmes Telefonieren) Punkt b) (Dauer der Telefonate) oder könnte hier u.U. das eintreten, was Teilnehmer Michael einmal gegenüber Anka geäußert hat, dass dann ein evtl. Gehirntumor eben 3 Jahre später auftritt.

Wie ist Ihre persönliche Sicht der Dinge? Mich interessiert dies eben deshalb, weil wie kürzlich berichtet, mein Patenkind zwar fleißig nach einem strahlungsarmen Telefon Ausschau hält, aber weiterhin ihre Handyflaterate hemmungslos nutzt, da sie ja kein anderes Telefon hat, was von den Netzbetreibern ja auch gezielt gefördert wird.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum