Kreis verfügt Baustopp für Funkmast (Allgemein)

KlaKla, Freitag, 01.12.2006, 09:08 (vor 5851 Tagen) @ KlaKla

Parlament Guxhagen will im Flächennutzungsplan Vorrangflächen für Mobilfunksender ausweisen

Guxhagen. Die Kreisverwaltung in Homberg hat einen Baustopp für den Sendemast Guxhagen verhängt. Grund: Ein amtlich bestellter Vermesser hat eine Differenz zwischen der genehmigten und der tatsächlichen Höhe des Mastes bezogen auf den Meeresspiegel festgestellt.

Laut Kreisverwaltung geht es in der Sache nicht um die absolute Masthöhe. Die sei unstrittig und betrage wie genehmigt 40 Meter. Darüber hinaus gebe es aber eine vorgegebene Höhe am Fußpunkt des Mastes bezogen auf den Meeresspiegel, der überschritten sei. Eine Ursache dafür könnten missverständliche Angaben im Kartenmaterial sein. Im Normalfall werde die Höhe über dem Meeresspiegel nicht explizit nachgemessen.

Mit dem Baustopp kann der Mast weder fertiggestellt noch in Betrieb genommen werden, teilte Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik nach einer Parlamentssitzung mit. In der hatte die Gemeindevertretung der Fuldagemeinde am Mittwochabend eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Und zwar mit dem Ziel, Vorrangflächen für Mobilfunksender auszuweisen und auf diese Weise andere Standorte von den Sendern frei zu halten.

Damit hat die Verwaltung laut Slawik den Auftrag, in Zusammenarbeit mit Experten nach Mobilfunk-Standorten zu suchen, die sowohl die Interessen der Guxhagener als auch die der Mobilfunker berücksichtigten. Dabei sei klar, so Slawik, dass Guxhagen nicht zum Funkloch werden dürfe. Wie lange die Erarbeitung der Pläne dauere, ließ Slawik offen. Bisher gebe es im Schwalm-Eder-Kreis nur in Bad Zwesten ein ähnliches Vorhaben. Deshalb lägen noch keine Erfahrungen über den Zeitplan solcher Verfahren vor. (lgr)

Quelle: HNA Zeitung in Kassel für Melsungen
veröffentlicht am 30.11.2006

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Baustopp


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