36381 Schlüchtern (Allgemein)

KlaKla, Freitag, 01.12.2006, 08:45 (vor 4806 Tagen) @ KlaKla

"Betreiber müssen mitmachen"

Können Mobilfunk-Antennen versetzt werden? / Nova-Institut soll Gutachten erstellen

SCHLÜCHTERN 17 Antennen auf der Kreissparkasse Schlüchtern - für viele gehören sie zum Stadtbild und gewährleisten, dass die mobile Kommunikationstechnik reibungslos funktioniert; anderen rauben sie buchstäblich den Schlaf.

Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die sich für mobilfunksenderfreie Wohngebiete in Schlüchtern einsetzt; diese Bürger wollen nicht abwarten, bis die Verträge mit den Mobilfunkbetreibern ablaufen, sondern verlangen, dass die Sendeanlagen sofort abmontiert werden. Die Kreissparkasse hat die Verträge zwar gekündigt, aber der tatsächliche Ausstieg ist erst in den nächsten Jahren zu erwarten. O2 wird sich demnach 2009 vom Dach des Geldinstituts verabschieden, es folgen T-Mobile (2010), E-Plus (2016) und Vodafone (2019).

Auch die CDU-Fraktion im Schlüchterner Stadtparlament hat sich des Themas angenommen und Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) nach dem aktuellen Stand der Dinge gefragt. Fritzsch erklärte, dass ein Gespräch mit Dr. Peter Niessen vom Nova-Institut stattgefunden habe. Ergebnis: Das Unternehmen, in dem eine Reihe unabhängiger Wissenschaftler tätig sind, die sich unter anderem mit Elektrosmog und Emissionsschutz beschäftigen, soll ein Gutachten erstellen. Die Kreissparkasse habe bereits ihre Unterstützung signalisiert. Gleichwohl nütze dieses Gutachten nichts, wenn die Mobilfunkbetreiber auf stur schalteten. "Wenn wir die Antennen möglicherweise aus der Innenstadt raus auf die umliegenden Höhen verteilen, dann müssen die Betreiber mitmachen", betonte Fritzsch. Daher müssten sie bald "an den runden Tisch" geholt werden.

Da die CDU auch daran interessiert war, welche Schritte der Magistrat eingeleitet hat, "um eine Senkung der Grenzwerte in Deutschland zu erreichen", verlas Fritzsch in der Stadtverordnetenversammlung einen Brief aus dem Umweltministerium - die Antwort auf ein Schreiben der Stadt. Darin hieß es unter anderem, dass die geltenden Grenzwerte laut 26. Bundesimmissionsschutzverordnung ausreichend seien.
2002 sei ein Mobilfunkforschungsprogramm gestartet worden, dessen Ergebnisse für kommendes Jahr erwartet werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse würden die Grenzwerte möglicherweise geändert.

Quelle: Kinzigtal-Nachrichten von Dorothee Müller
veröffentlicht am 30.11.2006

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Tags:
Schlüchtern, Nova-Institut


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