Causa Stoa: Fragen zur Auftragsvergabe an Fiorella Belpoggi (Allgemein)

Schutti2, Freitag, 29.10.2021, 10:38 (vor 342 Tagen) @ H. Lamarr

Diesmal klappte es. Am 30. September 2021 traf Antwort aus Brüssel ein (anschließend Originaltext in Englisch, Übersetzung ins Deutsche hier). Zur Bewertung der Antwort sollte man sich in Erinnerung rufen, was ich von Stoa eigentlich wissen wollte.

Da Theo Karapiperis weniger auf meine Fragen einging und mehr die unbestrittene Reputation von Fiorella Belpoggi hervorhob, wurde ich mit seiner Antwort nicht so recht glücklich. Am 11. Oktober 2021 erhielten deshalb er und der gesamte Stoa-Vorstand von mir einen zweiten etwas ausgefeilteren Fragenkatalog. Wahrscheinlich habe ich mich bei Stoa damit nicht beliebt gemacht.

Andererseits meine ich, dass die Öffentlichkeit ein Recht hat zu erfahren, wie genau die Beauftragung von Belpoggi mit einer Review über die Gesundheitsrisiken von 5G zustande gekommen ist. Schließlich ist Stoa nicht irgendwer, sondern soll die fundierte Meinungsbildung alle Mitglieder des EU-Parlaments mit wissenschaftlichen Studien über aktuelle Reizthemen unterstützen.

Da dürfen aus meiner Sicht hohe Ansprüche an das Prozedere einer systematischen Auftragsvergabe für Studien gestellt werden. Über eben dieses Prozedere aber hüllt Stoa sich (trotz Anfrage) in Schweigen. Wurde z.B. der Auftrag für die 5G-Gesundheitsreview, wie es bei Behörden üblich ist, öffentlich ausgeschrieben oder bekam die Italienerin diesen direkt auf Empfehlung der beiden mobilfunkkritischen Stoa-Projektleiter überreicht? Floss ein Honorar oder arbeitete die Autorin ehrenamtlich? Und: Wusste Stoa vor Auftragsvergabe über die langjährigen Aktivitäten Belpoggis als aktive Mobilfunkkritikerin Bescheid? Insgesamt stelle ich acht Fragen.

Antwort aus Brüssel traf bislang nicht ein. Über die Gründe mag ich jetzt nicht spekulieren.

Ich denke auch, es wird keine zweite Antwort geben.
Vielleicht schauen die Brüsseler auch auf die niedrigen dreistelligen Klickzahlen im Forum.
Schade, das Thema hat Nachfragen verdient.

Vor vor zwanzig und einem halben Jahr hat sich STOA schon einmal mit wenig Ruhm bekleckert:
Der "Hyland Report" war damals ein schöner Aufreger.
Das Papier erhielt aber scharfen Widerspruch von fachkundiger Seite.

Schaun wir mal.


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