Verein für Elektrosensible nennt Zahlen (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 09.02.2020, 17:06 (vor 19 Tagen)

Der Verein für Elektrosensible, München, legte anlässlich des 5G-Protesttages am 25. Januar 2020 einige Zahlen über die deutsche Szene "Elektrosensibler" (EHS) offen.

Mitglieder deutscher EHS-Vereine

► Verein für Elektrosensible, München: mehr als 200 Mitglieder
► Verein Weiße Zone Rhön, Hohenroda (Hessen): etwa 50 Mitglieder
► Förderverein Unverstrahltes Land, Nersingen (Bayern): 450 Mitglieder (davon rd. 90 Prozent EHS)

Hintergrund
- Mitgliederentwicklung des Vereins für Elektrosensible, München, seit 2006. Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass der Verein auch Nicht-"Elektrosensible" als Mitglieder aufnimmt (z.B. Beipflichter, Baubiologen etc.), diese Gruppe jedoch nicht gesondert ausweist.
- Eintragung des Vereins für Elektrosensible, München, ins Vereinsregister war am 21. Februar 1992.
- Angeblich existiert der Verein Weiße Zone Rhön seit 15 Jahren, die Eintragung ins Vereinsregister datiert jedoch vom 23. April 2013, auch die Website dieses Vereines existiert erst seit 2013.
- Initiator des Fördervereins Unverstrahltes Land ist Uli Weiner. Ein Förderverein ist in der Regel ein Verein, dessen Hauptzweck in der Verbindung von finanziell potenten Geldgebern und einer unterfinanzierten gemeinnützigen Einrichtung besteht. Da "Elektrosensible" häufig als verarmte gesellschaftliche Randgruppe dargestellt werden ist es wenig glaubwürdig, dass neun von zehn Mitgliedern des Fördervereins "elektrosensibel" sein sollen.
- Sämtliche Angaben zu den Mitgliedszahlen sind unverbindliche Auskünfte des Vereins für Elektrosensible, München.

Anzahl "Elektrosensibler" in Deutschland

Über die Anzahl "Elektrosensibler" in Deutschland kursieren seit langem unbelegte abenteuerliche Zahlen, die jetzt von dem Münchener Verein um neue Varianten bereichert wurden. Auf seiner Website schreibt der Verein:

► würden wir unsere Münchner Zahlen vorsichtig hochrechnen auf Gesamt-Deutschland, und davon ausgehen, dass in jeder Stadt ein Bedarf an Organisiertheit existiert, wären wir bei mindestens 4000 organisierte, schwer betroffene elektrohypersensitive Menschen in Deutschland, wir gehen aber von einer Grauzone von mindestens 20.000 Menschen aus, weil viele Angst haben sich zu outen, weil die Stigmatisierung und Diskriminierung noch viel zu hoch ist, dazu kommen mittelschwer und leicht Betroffene, deren Zahl weitaus größer ist.
► zum EHS-Syndrom insgesamt gibt es leider keine offizielle Krankenstatistik, weil deutsche Gesundheits-Behörden in der Vergangenheit immer im Gegensatz zur internationalen Forschung behauptet haben, das Problem wäre psychischer Natur.
► es gibt also nur Schätzungen aus umweltmedizinischen Quellen, man geht dabei von 10-15 % der Bevölkerung aus, je nach Schätzung auch mehr.

Hintergrund
Traditionell versuchen organisierte "Elektrosensible" (unterstützt von Beipflichtern) ihr Leiden nicht als psychische, sondern als physische Krankheit darzustellen, die Anzahl Betroffener möglichst groß erscheinen zu lassen und den Eindruck zu erwecken, die Anzahl Betroffener nehme ständig zu. Doch nichts davon wird glaubhaft belegt. Stattdessen werden gerne Umfrageresultate gezielt verzerrt interpretiert, Übertreibungen sind an der Tagesordnung und auch vor einer Täuschung der Öffentlichkeit wird nicht zurückgeschreckt. Da die anerkannte Wissenschaft bislang weltweit keinen einzigen "Elektrosensiblen" finden konnte, der seine behauptete ungewollte Fähigkeit zur unangenehmen Wahrnehmung extrem schwacher elektromagnetischer Felder unter strenger Aufsicht zeigen konnte, entziehen sich überzeugte Elektrosensible in aller Regel seriösen Tests zur Objektivierung ihres Leidens und begründen ihre Verweigerung mit stereotypen wenig überzeugenden Ausreden. Einige Mediziner und Geschäftsleute nutzen die Überzeugung "Elektrosensibler" ungeniert kommerziell aus.

Von den berichteten 4000 bis 20'000 schwer betroffenen "Elektrosensiblen" in Deutschland kann überhaupt keine Rede sein, diese Zahlen sind maßlos übertrieben und nicht belegbar. Belegbar ist jedoch, dass anlässlich einer "Großdemonstration" gegen 5G in Berlin noch nicht einmal 100 "Elektrosensible" die Gelegenheit nutzten, nicht selbst nach Berlin reisen zu müssen, sondern sich dort als "virtuelle Teilnehmer" von je einem Pappschild vertreten zu lassen. Bequemer und risikoloser geht es nicht! Der Verein Weiße Zone Rhön erwies mit dieser undurchdachten Aktion der gut vernetzten EHS-Szene einen Bärendienst, da auf diese Weise erstmals deutlich wurde, wie viele "Elektrosensible" die Szene unter Komfortbedingungen mobilisieren kann. Kommen ohne Komfortbedingungen dennoch mehr als 1000 Teilnehmer zu einer Kundgebung, steckt Manipulation dahinter. Dies war 2009 in Stuttgart der Fall. Die Schweizer Sekte AZK unterwanderte mit ihren Mitgliedern gezielt eine Kundgebung von Mobilfunkgegnern, um heimlich Massenszenen für einen AZK-Propagandafilm gegen Mobilfunk drehen zu können.

Die Behauptung von "vielen Elektrosensiblen", die zudem "immer mehr" würden, wurde im IZgMF-Forum häufig dokumentiert, analysiert und widerlegt. Hier einige willkürlich herausgegriffene Kostproben von rd. 2500 Postings zum Stichwort "Elektrosensibilität":

- 300'000 "Elektrosensible" in Österreich
- Schweiz: Hundertausende "Elektrosensible"
- Uli W.: vom Konkurs auf direktem Weg in die Elektrosensibilität
- Über das Versagen der Anti-Mobilfunk-Vereine in der EHS-Frage
- Wie Mobilfunkgegner mit Erwin Schliephake Ängste schüren
- Klaus Buchner über Kellerschläfer und Weggezogene
- Kneift EHS-Betroffener Professor Babilon?
- 5G im Nacken: Forderungen des "Verein für Elektrosensible"
- Buchner/Weiner: 5G die große Gefahr, Diskussion im EU-Parlament
- Faktencheck: Bevölkerungsanteil, der durch Mobilfunk krank wird
- "Elektrosensibler" wirbt um 40'000 CHF für W-Lan-Musterprozess
- Prof. Belpomme: 97,5 Prozent der EHS sind Blindgänger
- Frankreich (2018): Regierungsbericht zu "Elektrosensibilität"
- Selbstbetrug macht Symptome für "Elektrosensible" erträglich
- Hensinger meldet elektrohypersensible DDR-Funker
- Bundestag: Petitionsausschuss lehnt EHS-Anerkennung ab
- Warum "Schutzzonen" für "Elektrosensible" Unsinn sind
- Unerwartete Heilungsaussichten für überzeugte Elektrosensible
- EHS-Selbsthilfegruppen: Wie Schwund in Zuwachs verwandelt wird
- 1,5-Stunden-Schnelltest für Ulrich Weiner
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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Mitglied, Elektrochonder, EHS-Verein


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