14. November: AZK-Großdemonstration in Stuttgart (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 11.11.2009, 23:52 (vor 3479 Tagen)

Die Protestveranstaltung von Sendemastengegnern und Elektrosensiblen am 14. November 2009 vor dem Hauptbahnhof in Stuttgart wird sich - was die Anzahl der Teilnehmer angeht - von vergleichbaren Veranstaltungen in der Vergangenheit deutlich abheben. Denn wie aus gut informierten Kreisen zu hören war, rechnen die Veranstalter mit 600 bis 800 Teilnehmern, eine für diese Art von Protest eher ungewöhnlich hohe Anzahl.

Wie kommt es zu dieser abrupten Zunahme, wo sich doch sonst in aller Regel nur 20 bis 30 Sendemastengegner zu Protesten außerhalb der Sichtweite "ihres" eigenen Mobilfunkmasten bewegen lassen?

Der Rätsels Lösung ist die Schweizer Anti-Zensur-Koalition AZK, die unter Esowatch als propagandistische Initiative geführt wird. Und eben diese AZK mobilisiert ihre etwa 1000 Mitglieder in Deutschland, der Schweiz und Österreich zur Teilnahme an der Demonstration in Stuttgart. Die AZK'ler wissen über Elektrosensibilität eher wenig und interessieren sich auch nicht sonderlich für die Mobilfunkdebatte. Dass es am 14. November dennoch anders ist und die Mitglieder mit Bussen nach Stuttgart geschafft werden liegt daran, dass Ulrich Weiner nicht nur Mitglied der Vereins Abstrahl* ist, sondern auch AZK-Mitglied. Und AZK-Chef Ivo Sasek wiederum ist seit Jahren Sendemastengegner und soll sein Wohnhaus geschirmt haben. Das Event in Stuttgart resultiert aus der Koalition Weiner-Sasek, die kleine Szene der Sendemastengegner und Elektrosensiblen in Stuttgart und Umgebung wird am 14. November mit den herangeschafften AZK-Truppen künstlich etwa verzehnfacht. Da die AZK selbst nicht mehr als maximal etwa 1000 Personen in Marsch setzen kann wären 2000 oder gar 3000 Teilnehmer bei der Großdemonstration eine echte Überraschung. Vermutlich wird nach der Veranstaltung das übliche Gezerre um die tatsächliche Anzahl der Teilnehmer losgehen, die von der Polizei stets deutlich kleiner geschätzt wird als von den Veranstaltern.

Das IZgMF hat eine Teilnahme an der Veranstaltung abgelehnt. Wir haben dies damit begründet, dass wir erst einem (einzigen) objektiv echten Elektrosensiblen begegnen möchten, bevor wir für diese für uns fiktive Minderheit auf die Straße gehen werden. Die AZK-Protesttouristen plagen sich nicht mit Gedanken über subjektive und objektive Elektrosensibilität: Sie wissen zu dem Thema das, was Referenten wie Ulrich Weiner und Dr. Mutter ihnen bei ihren Gastspielen auf AZK-Veranstaltungen zu berichten wussten und was auf einschlägig bekannten Websites nachzulesen ist.

Nachtrag 05.11.2011
* Die Links zur Webseite AB-Strahlenfrei führen nur noch auf ein Domain-Parkhaus (kommerzielle Werbung).

[Hinweis: Esowatch heißt jetzt PSIRAM.COM]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Experten, Psiram, Weiner, Täuschung, Mutter, Inszenierung, AZK, Mobilisierung, Demo, Kundgebung, Medienresonanz, Konferenz


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