Verein für Elektrosensible, Mitgliederentwicklung 2020 (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 26.01.2020, 16:11 (vor 308 Tagen) @ H. Lamarr

Gegenüber dem Vorjahr hat der Verein eigenen Angaben zufolge 45 Mitglieder hinzugewonnen, das ist der mit Abstand größte Mitgliederzuwachs seit Beginn der Aufzeichnung. Der sprunghafte Zuwachs wirft die Frage auf, was die Ursache dafür sein mag.

Eine plausible Erklärung wäre Werbung. Denn am 6. Juli 2019 beteiligte sich der Verein erstmals am Münchener Selbsthilfetag im Zentrum der Stadt mit einem Stand. Dies könnte gut und gerne zum Abschöpfen von "Elektrosensiblen" aus München und dem Umland geführt haben, denen die Existenz des Vereins bislang unbekannt war. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Anzahl "Elektrosensibler" 2019 in Deutschland nicht sprunghaft gestiegen ist, sondern der Verein das vorhandene Potenzial nur besser ausschöpft. Zuverlässig ausschließen lässt sich ein tatsächlicher Anstieg der Anzahl "Elektrosensibler" anhand der vorliegenden Daten jedoch nicht.

Anlässlich der Anti-5G-Demonstration am 25. Januar 2020 am Münchener Odeonsplatz bezifferte ein Sprecher des Vereins die Anzahl der Mitglieder auf 200.

Die Mitgliederanzahl in der folgenden Grafik bezieht sich immer auf das Vorjahr, die Zahl für 2020 benennt somit die Anzahl der Mitglieder im Jahr 2019.

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Da die Manipulationsbereitschaft in der Anti-Mobilfunk-Szene hoch ist, gibt es für den plötzlichen Mitgliederzuwachs noch eine andere Erklärung. Das IZgMF benutzt die bislang äußerst karge Mitgliederentwicklung des Vereins dazu, das Märchen von den immer mehr werdenden "Elektrosensiblen" mit konkreten Zahlen zu widerlegen. Dies muss der Anti-Mobilfunk-Szene ein Dorn im Auge sein. So könnte ich mir gut vorstellen, dass an einem grünen Tisch beschlossen wurde, diesen Dorn zu entfernen, indem der Verein mit neuen Mitgliedern geflutet wird. Dies ist kinderleicht möglich, da sich "Elektrosensibilität" medizinisch nicht diagnostizieren lässt und eine Mitgliedschaft in dem Verein auch Nicht-"Elektrosensiblen" offen steht. Wie viele seiner Mitglieder überzeugte "Elektrosensible" sind und wie viele gesund sind, teilt der Verein nicht mit. Damit ist es denkbar, dass interessierte Kreise beeinflussbare Personen in ganz Deutschland mobilisiert haben, dem Verein nur zu dem Zweck beizutreten, die Anzahl der Mitglieder nach oben zu treiben. Dies könnten z.B. überzeugte Mobilfunkgegner sein, ÖDP-Mitglieder oder Mitglieder der Sekte AZK. Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 60 Euro stellt kein allzu großes Hindernis dar. Diese Manipulation ist mit Wissen der Vereinsführung ebenso gut durchführbar wie ohne deren Wissen. Erkennbar sollten Fake-Mitglieder daran sein, dass diese sich nicht oder nur selten am Vereinsleben beteiligen.

Zurück zu den Fakten, die alle auf Angaben des Vereins beruhen.

Von den gegenwärtig 195 Mitgliedern sind 110 Frauen und 85 Männer, etwa 80 Prozent der Mitglieder sind über 45 Jahre alt.

Die Eigenmittel des Vereins betrugen zuletzt 5670 Euro, Zuschüsse flossen seitens der Krankenkassen in Höhe von 6780 Euro und seitens der Stadt München in Höhe von 700 Euro. 2018 hat der Verein keinen Zuschuss von der Stadt erhalten, da aufgrund eines Vorstandswechsels der Antrag dafür zu spät eingereicht wurde.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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