Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Gabriel-Chip (II) (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.04.2018, 20:27 (vor 567 Tagen) @ H. Lamarr

Die Studie wurde von der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU), Berlingen (Schweiz) in Auftrag gegeben

Diese Stiftung (siehe Stiftung Verum, Stiftung Pandora) muss enge Verbindung zu den Autoren aus Mainz haben. Denn SfGU hat nicht nur (offiziell) die Studie beauftragt und bezahlt (vermutlich als Firewall für den wahren Geldgeber Gabriel-Tech), sondern berichtet auch in dem eigenen Gesundheitsblättchen "Meine Gesundheit" (Ausgabe Frühjahr 2018) über den RTL-Videoclip (Seite 23). Anschließend bringt das Blatt ein Interview mit Diana Henz, in dem sie zwar ganz ungeniert über "Entstörungsmaßnahmen" mit der Gabriel-Technologie redet, also dezent für das Produkt wirbt, ansonsten jedoch sehr vage bleibt und im Grunde genommen nichts aussagt. Der Grund für diese merkwürdige Hinhaltetaktik ist mMn auf Seite 25 zu sehen: Dort betreibt die SfGU Eigenwerbung für eine komplementärmedizinische Veranstaltung am 17. Mai 2018 in Zürch (Tagesseminar «Herausforderung Elektrosmog») mit Diana Henz als Referentin! Die Artikel in "Meine Gesundheit" sind offensichtlich zwei Appetizer für Henz. Wie klein die Welt manchmal doch sein kann! Und sie ist diesmal sogar noch viel kleiner als klein, denn Henz' Co-Referent in Zürch ist Andreas Scheler, und das ist niemand anderes als der verkabelte Proband aus dem RTL-Videoclip!

Der TV-Bericht (Dauer ca. 10 Minuten) sorgte seinerzeit in der Szene für Aufregung und Begeisterung, wurde von RTL zwischenzeitlich jedoch vom Netz genommen.

Auf YouTube habe ich dank eines SfGU-Tipps noch ein Exemplar der Langfassung aufgestöbert. Jetzt kann sich jeder exakt das Video ansehen, das im Oktober 2017 die Dilettanten unter den Mobilfunkgegnern so begeistert hat und in dem am Schluss auch Gabriel-Tech vorkommt. Viel Vergnügen ...

[Nachtrag vom 5. August 2019: Die Raubkopiejäger von RTL haben inzwischen auch dieses Exemplar des unsäglichen TV-Berichts entdeckt und zur Strecke gebracht. Gut so. Um der Pseudowissenschaft nicht abermals Publikum zuzuführen, suche ich auf YouTube nicht mehr nach einem weiteren Ersatz.]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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