Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 26.06.2022, 16:26 (vor 43 Tagen) @ H. Lamarr

Was an Silvester um Mitternacht in Sachen EMF-Emission wirklich passierte, darüber können wohl nur die Mobilfunknetzbetreiber Auskunft geben. Es gibt allerdings auch noch andere Länder, die EMF-Monitoring betreiben. Konkret habe ich dazu aber nur eine vage Erinnerung und muss den Trüffel suchen, sollte ich fündig werden stelle ich's hier im Strang ein.

Habe diesen Trüffel nicht mehr gefunden. Aber einen anderen. Die südenglische Stadt Bournemouth, gelegen am Ärmelkanal, betreibt ein EMF-Monitoring, das alle 30 Minuten Messproben nimmt und damit das Immissionsgeschehen in der Silvesternacht, wenn auch nicht perfekt, so doch besser abbilden kann als das französische Monitoring.

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Der Screenshot zeigt die Messergebnisse der Station in der Christchurch Road 18 für den Beobachtungszeitraum 31.12.2021 bis 01.01.2022. Die relevanten Messungen waren um 23.30 Uhr (1,57 V/m), um 0.00 Uhr (1,53 V/m) und um 0.30 Uhr (1,55 V/m). Unter diesen Umständen hätten Favres Bienen a) zum falschen Zecitpunkt stärker gesummt und b) Pegeländerungen im Millivoltbereich erkennen müssen.

Der Höchstwert im besagten Beobachtungszeitraum war 1,86 V/m, der Minimalwert 1,12 V/m und der Mittelwert 1,50 V/m.

Das Messraster ist zwar noch immer zu weitmaschig, um einen merklichen Immissionanstieg um kurz nach Mitternacht sicher ausschließen zu können und England ist nicht Frankreich, dennoch verdichten sich die Hinweise, dass der von Favre/Johansson stillschweigen angenommene Immissionsanstieg um Mitternacht 2019/2020 gar nicht stattgefunden hat, und wenn doch, dann in einem so geringen Ausmaß, dass Bienen darauf kaum reagieren dürften.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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