Jakob verwurstet Elisabeth K. vs. Lerchl mit Elektrochondern (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.03.2015, 13:37 (vor 2370 Tagen) @ H. Lamarr

Herr Jakob greift nach jedem Strohhalm, um seine dünne Argumentationsdecke zu strecken ... :no:

Wie der Gigaherz-Präsident jetzt behauptet, nehme sein Streit mit der SRG wegen des Urteils im Fall Elisabeth K. vs. Lerchl "ganz andere, ungeahnte Dimensionen an".

Die abstruse Logik von Jakob: Der Sender argumentiere mit der deutschen Strahlenschutzkommission SSK, der zufolge es "elektrosensible Menschen wahrscheinlich nicht gebe". Da Lerchl "langjähriger Vorsitzender des Ausschusses Nichtionisierende Strahlung" der SSK gewesen und jetzt in einer Unterlassungsklage unterlegen sei, würde dies die Einschätzung der SSK irgendwie entwerten.

Das muss man sich mal vorstellen: Jakob verwurstet den privaten Rechtsstreit eines ehemaligen SSK-Mitglieds mit einer fachlichen Stellungnahme der SSK! Wie wenig Munition muss einer haben, um einen solchen Schwachsinn ins Feld zu führen.

Doch es kommt noch besser!

Cornelia Kazis zitiert in ihrem Beitrag Elektrochonder ab 1:35 min. die SSK so:

[...] dass „Elektrosensibilität“ mit großer Wahrscheinlichkeit nicht existiert. Weitere Forschung sollte daher in einem Themenkreis außerhalb der EMF-Forschung erfolgen.

Kazis zitiert korrekt. Jakob nicht, er verdreht "Elektrosensibilität" pathetisch zu "elektrosensible Menschen".

Und woher hat Frau Kazis das Zitat? Sie hat es vermutlich über den Umweg Wikipedia in dieser Stellungnahme der SSK aus dem Jahr 2008 auf Seite 8 gefunden. 2008 aber war Prof. Lerchl gar nicht Vorsitzender des zuständigen Ausschusses in der SSK, das war zu dieser Zeit Prof. Norbert Leitgeb!

Womit das Kartenhaus des Hans-U. Jakob wieder einmal beim kleinsten Windstoß in sich zusammen gefallen ist. Mir ist keine einzige Argumentation des Gigaherz-Präsidenten in Erinnerung, die unter schwacher Prüflast nicht augenblicklich zusammen gebrochen wäre. Wer es besser weiß, bitte melden.

Ich freue mich schon sehr darauf, wenn der Gigaherz-Präsident wegen des Elektrochonder-Dramas vors schweizerische Bundesgericht zieht. Die Richter werden ihren Spaß mit ihm haben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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