Selber schuld: Immobilien-Wertverlust durch Mobilfunkmasten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 07.12.2010, 18:24 (vor 4936 Tagen) @ H. Lamarr

Wozu überhaupt kryptische Messwerte herumposaunen, wenn es doch sowieso nur die objektiv nicht begründbare Furcht vor Sendemasten in Teilen der Bevölkerung ist, die interessierte Kunden möglicherweise abspringen lässt, was man dann als Wertverlust interpretieren kann?

Das muss man sich mal vorstellen: Ohne das Gerede von Sendemastengegnern gäbe es die unbegründete Furcht in der Bevölkerung nicht und das Thema Wertverlust infolge nahem Sendemast gäbe es gar nicht - von visuellen Gründen einmal abgesehen.

Sendemastengegner sind hier in einer Doppelrolle unterwegs: Erst wecken sie Ängste vor der Masten, dann beklagen sie Wertverluste. Erträglich wird dieser wahnwitzige Kreislauf nur dadurch, dass es die alten Sendemastengegner waren, die das faule Kuckucksei ins Nest legten, und es junge Sendemastengegner sind, die es dort entdecken: Die Revolution frisst ihre Kinder.

Faul ist das Ei deshalb, weil es von Jahr zu Jahr und von Studie zu Studie mMn immer weniger belastbare Gründe gibt, dem Munkeln & Raunen über die angeblichen bösen Folgen der Masten Glauben zu schenken. Die Altvorderen der Sendemastengegner hatten sich vor 15 bis 20 Jahren schlicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, als sie mit den Masten Pest und Cholera zurückkehren sahen und anfingen, Alarm zu schlagen. Sie haben der Bevölkerung eine Suppe eingebrockt, die diese auch nun selber auslöffeln muss, alte Sendemastengegner werden als Verursacher des Problems weder erkannt, geschweige denn für ihr Tun haftbar gemacht.

Erklärbar ist der ganze Widersinn nur, wenn einem klar wird, dass es bei alledem in Wirklichkeit nur ums liebe Geld geht: Mit Furcht vor Sendemasten lassen sich von sogenannten "Helfergewerben" gute Umsätze erwirtschaften - wer die Szene der lauten Mobilfunkgegner länger kritisch beobachtet kommt an dieser Einsicht nicht vorbei. Die Variante des "strahlungsmessenden Immobilienmaklers" ist allerdings neu, sie hat gute Chancen sich zu verbreiten, auch wenn mMn kein realer Mehrwert für die bedauernswerten Opfer solcher Geschäftstätigkeiten erkennbar ist. Denn die erbrachte Dienstleistung ist so überflüssig wie ein Kropf, sie bezweckt allein den Geldfluss von A nach B.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Wertverlust, Opfer, Immobilien, Immobilienmakler, Täter, Pest, Cholera


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