Netzverdichtung schrumpft Funkzellen automatisch (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.02.2009, 16:08 (vor 5025 Tagen) @ H. Lamarr

Die Netzverdichtung kommt somit allen Anwohnern vorhandener Masten zugute, deren Feldbelastung nimmt mit der Verdichtung ab.

In dieser Aussage steckt ein Stolperstein, denn sie stimmt nur in Bezug auf das Funknetz eines einzelnen Betreibers. Verdichtet z.B. E-Plus sein Netz, hat dies fürs E-Plus-Netz die beschriebene positive Rückwirkung, die Netze der anderen Betreiber bleiben davon jedoch unberührt. Deshalb kann es vorkommen, dass die Netzverdichtung stellenweise auch zu einer höheren Feldbelastung führt, z.B. dann, wenn im Zuge der Mehrfachnutzung eines Standorts nach und nach alle Betreiber einen Standort nutzen und dort ein regelrechter Antennenwald wächst. Die "allgemeine" Strahlungsminimierung durch Netzverdichtung ist deshalb besser aus der Vogelperspektive zu erkennen: Im Zuge der Netzverdichtung wird der Flor des Strahlenteppichs insgesamt gesehen kürzer (sinkende Feldbelastung), der Flor ist jedoch nicht überall gleich hoch, es wird - auch bei weiter sinkendem Strahlungsniveau - immer Stellen mit höherer und geringerer Belastung geben.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Mehrfachnutzung


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