Menschen dritter Klasse? (Allgemein)

ES, Montag, 23.02.2009, 17:41 (vor 5025 Tagen) @ H. Lamarr

Danke für Ihre nachvollziehbare Antwort.
Sie sind einer der wenigen Skeptiker (hier), dessen Aussagen nicht nach zwei, drei Sätzen komplett vom eigentlichen Sachverhalt bzw. Threadthema entfernt sind.

Obgleich hier einige denken, "ES" wäre der Hang zur "Realität" flöten gegangen, mag ich sie trösten, denn man könnte noch ganz andere Sachen erzählen.
Doch passt das gesagte, ja oft so schon nicht in "Ankas kleine Welt".
Ein Teilnehmer der sich hier förmlich "aufdiktiert"...
Mit Ankas Verhalten kann ich mich nicht anfreunden und ich kann auch nicht verstehen, dass Sie dieses destruktive Verhalten mit ständigen Unterstellungen tolerieren.

Da wirkt es dann gar nicht gut, wenn die Herrschaften in reinen Wohngebieten (purer Wohnraum) ihre Sender zu uns rüberschieben wollen, da kommen sie sich vor wie ein Mensch 2. Klasse.

Verständlich, doch was ist mit denen die entsprechende Auswirkungen haben?
Sind das Menschen dritter Klasse?

Meine Erklärung lautet: Die Dauerbelastung schadet bis auf ganz wenige Ausnahmen, und selbst bei denen ist es nicht sicher, niemandem. Ich habe mehrfach darum gebeten (z.B. hier), man möge mir doch einmal die Studien benennen, die bei schwacher Strahlung (< 1 mW/m²) halbwegs belastbar biologisch relevante Effekte gezeigt haben. Dazu bekam ich entweder keinerlei Antwort oder es wurde ein Eimer Studien über mich ausgekippt, aus der ich mir dann selber die geforderten raussuchen sollte. Schlimmer noch: Mit einem anderen Kritiker hatte ich ausgemacht, er solle eine Liste von Studien beibringen, die Effekte bei schwacher Befeldung zeigten. Er gab diesen Job an ein bekanntes Institut weiter und bekam tatsächlich eine Liste mit ich meine etwa 25 Studien. Aber schon die Grobprüfung der ersten paar Studien ergab, dass einzelne Parameter völlig daneben lagen. So hat z.B. eine Studie über 60-GHz-Signale, und die stand auf der Liste, mit Mobilfunk eben nichts zu tun! Nach etwa 15 Jahren Mobilfunkkritik scheinen die etablierten Kritiker es allem Anschein nach noch immer nicht geschafft zu haben, eine brauchbare Liste der wirklich relevanten Studien mit schwachen Intensitäten zusammen zu stellen. Aus meiner Sicht ist das die Archillesferse der Alarmkritiker.

Was ist mit den Achillesfersen Korruption, Vetternwirtschaft und Klüngelei?
Ich denke es gibt keinen (Wirtschafts-) Bereich der frei davon ist, bis auf den Mobilfunk natürlich. Das wissen hier einige "Skeptiker" nur zu genau. Schade das die "Skepsis" nicht mal bis aus die eigene Haustüre hinausreicht.

Aber genauso, wie Sie das nicht aus eigener Kraft wiederlegen oder richtigstellen können, finde ich, dass man Einzelpersonen nicht mit unerfüllbaren Ansprüchen konfrontieren sollte. Ist die Unfähigkeit der "Wissenschaft" jetzt meine Schuld oder die einer anderen Einzelperson, ich glaube kaum und werde es auch nicht (versuchen zu) rechtfertigen.

Nachdem Mobilfunknetze - erst analog, dann digital - seit mittlerweile rund 30 Jahren gesponnen werden und heute den gesamten Planten umgarnen, ist die ausbleibende Katastrophe für mich Beweis genug. Es ist eben völlig anders als beim Rauchen & Lungenkrebs: Dort wurden bereits in den 50ern ganz klare Zusammenhänge zwischen Lungenkrebs und Tabakqualm wissenschaftlich benannt.

Mit den analogen Netzen hatte ich nicht das geringste Problem und andere Betroffene scheinbar auch nicht, also sind es "erst" gut zehn Jahre.

Wie lange hat man denn in den 50ern bereits geraucht?
Natürlich muß man Abstriche machen da einiges anders war, dennoch.

Beim Mobilfunk fehlt diese klare Spur völlig - wobei ich damit nicht die Handys meine, sondern die schwachen Felder von Basisstationen.

Falsch, es gibt sogar Menschen die relativ umgehend negativ darauf reagieren, man will es bloß nicht wahrhaben oder ist unfähig zum testen, whatever...

Lediglich ein paar wenig glaubhafte Kritiker schwadronieren fleißig über die vermeintlichen Gefahren der Sendemasten und kippen auf Webseiten und Vorträgen ihre eigenen Ängste über die Bevölkerung aus. Diese Leute können nicht mehr zurück, die haben sich so festgelegt, dass sie starrsinnig auch in 100 Jahren posthum Gefahren predigen werden - selbst wenn ringsrum alle nur noch resigniert und kopfschüttelnd die Achseln heben werden.

Ich wiederhole mich, doch ich sage es noch mal, ein DECT oder wlan in der Wohnung ist weit "intensiver" als die Masten, doch sind diese nicht irrelevant.
Und es gibt Wohnungen die diesbezüglich richtig schlecht liegen, also durchaus schlechter als interne Emission durch Wlan oder dect.

Es ist auch nicht die Strahlenstärke allein, sonder vielmehr die Art der Strahlung (und Kombination). Jetzt werde einige wieder denken, ja wie jetzt genau...
Ich habe diese Strahlung nicht erfunden, ich weiß nur wie sie auf mich einwirkt.

D.H. im Sinne der "Grenzwerte" ist die Strahlung ja nicht mal überhöht.


Stimmt. Aber schauen Sie: Ich müsste mich doch ohne mit der Wimper zu zucken Feldern von sagen wir mal 500 mW/m² aussetzen, wären ja noch immer weit unter Grenzwert. Dennoch würde ich das nicht wollen. Warum nicht? So, jetzt kommt auch bei mir Irrationalität zu Vorschein, denn es gibt wohl auch nur wenige Hinweise, dass einem 500 mW/m² auf Dauer schaden. Mir wäre ein solcher Wert subjektiv unheimlich, nämlich wegen des ständigen Geredes von "Effekten" im Mikrowattbereich, wegen der abstruser Grenzwertforderungen von Baubiologen und wegen des wissenschaftlich einigermaßen stabilen Salzburger Milliwatts. Aus dieser diffusen Gemengenlage nährt sich meine Angst vor 500 mW/m² - sachlich korrekt begründen kann ich sie nicht.

Vollkommen verständlich.

[*]weil der Leuchtturmeffekt einer Sendeantenne (trotz großer Anstrengungen einiger Kritiker) nicht wegzudiskutieren ist, sind Menschen in der Kirche keiner höheren Strahlung ausgesetzt als draußen, sondern einer merklich geringeren - also ganz im Sinne der Kirche: Schutz bieten, auch für Menschen, die sich vor schwachen Funkfeldern fürchten oder wie Sie sagen, sogar davon betroffen sind.

Es ist meiner Meinung nach ein Ammenmärchen, dass es generell so ist. Ein Bekannter von mir wohnt zwei Stockwerke unter einem Mobilfunkmast.
Dieser Darstellung nach müsste die Situation dort super sein. Ist sie nicht.
Dann hab ich mir den Dachboden angeschaut. Ich kann es gerne noch mal messen, wenn Sie die Werte wissen möchten, doch liegen sie dort weit über dem Durchschnitt.

--
"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."


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