Eine Lanze für die Realos (Allgemein)

Blauer Engel, Sonntag, 16.04.2006, 13:50 (vor 5963 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 19.04.2006, 13:41

dann sind Sie arm dran und sollten unbedingt bei "amtlichen" Elektrosensibilitätstests mitmachen. Daraus könnte dann mal ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Schutz entstehen.


Amtliche Elektrosensibilitätstests finden nichts, sonst wären sie nicht amtlich, d.h. industriefinanziert und interessengesteuert und unamtliche Tests, d.h. industrieunabhängige Projekte, die etwas finden, werden von Gerichten nicht anerkannt.
Ich hatte mich für amtliche Tests interessiert und nach den Rahmenbedingungen gefragt, und auch gefragt, ob gegebenenfalls ein Arzt zur Stelle sei für den Fall, dass mir das Calcium bis zur Tetanie abfällt. Antwort: Leute wie Sie suchen wir eigentlich nicht, wir suchen Menschen, die elektromagnetische Felder wahrnehmen, aber nicht gleich krank davon werden.
Die Wahrnehmung elektromagnetischer Felder funktioniert leider nicht mittels Sinnesorganen, nach dem Motto ich sehe was, was du nicht siehst und das ist Grün.
Es muss daher die Frage erlaubt sein, warum das Studiendesign stets so gewählt wird, dass die meisten Elektrosensible die Testreihen gar nicht durchstehen. Z. B. wurde in Berlin die alltägliche Situation simuliert, dass der Proband in einem öffentlichen Verkehrsmittel sitzt und der Nachbar mit dem Handy telefoniert. Alltägliche Situation ja. Aber für die meisten von uns eben nicht mehr! Denn wir können eben nicht mehr mit dem Bus, dem Zug usw. fahren, weil die Handytelefonate in den öffentlichen Verkehrsmittel für uns eine Folter darstellen. Kein Elektrosensibler hält das körperlich durch, der hüpft an der nächsten Haltestelle raus - und was passiert mit solchen Ausreißern? Die werden aussortiert, bleiben im Ergebnis unberücksichtigt, Fazit: Wir haben keine Elektrosensiblen gefunden!
Was soll eigentlich wirklich bewiesen werden? Dass es uns nicht geben darf, da politisch unerwünscht? Das wissen wir schon dazu braucht es keine Testreihen. Warum wird das Studiendesign aus für uns lebensfremden Vorgaben entwickelt und nicht an dem, was wir wirklich noch ohne größere Schäden verpacken können? Glauben Sie wirklich, ich trage zur Gaudi einen HF-Schutzanzug, wenn ich zum Einkaufen gehe?


Ein Elektrosensibler, der im

Doppelblindversuch Funkfelder von nur 5 uW/m2 mit traumwandlerischer Sicherheit orten kann,

Ich kann traumwandlerisch Handys in Handtaschen orten (vorausgesetzt, sie sind eingeschaltet), versteckte Mobilfunkantennen, und DECT-Telefone wenn ich an entsprechenden Häusern vorbeigehe u.a.m., aber ich bin kein Traumtänzer! Das Orten von Mobilfunkfrequenzen funktioniert bei mir genau ein einziges Mal, ich kann also sagen, dass das Feld an ist, denn ich bekomme sofort Kopfschmerzen, Herzrasen, das Herz stolpert, unter der Kopfhaut laufen Heerscharen von Ameisen, Punkte tanzen vor den Augen und der Blutdruck geht rauf. Diese Beschwerden klingen leider nicht auf Knopfdruck wieder ab, sondern halten den ganzen Tag und bei längerer Exposition auch noch bis in die Nacht hinein an, d.h. ich kann nicht mehr sagen, wann das Feld ausgeschaltet wird, ich kann erst recht nicht 5 oder 10 min, auch nicht eine Stunde, später sagen, wann und ob das Feld wieder angeschaltet wurde. Hinzu kommt, dass oft zeitverzögert mein Calcium-Spiegel bis zur Tetanie abfällt. Es fängt mit Kribbeln in den Gliedmaßen an, dann werden Hände und Füße taub, die Muskeln fangen an zu krampfen, schließlich das Zwerchfell spätestens jetzt sollte der Notarzt mit der Injektion parat stehen, sonst wird es verdammt eng. Ich muss mich darauf verlassen können, dass diese ärztliche Versorgung sicher während der Versuchsdurchführung sichergestellt, denn wenn der Notfall eintritt, habe ich keine Zeit zum mehr Diskutieren!
Entschuldigung, lieber Spatenpauli, aber eine Tetanie, das ist eine lebensbedrohliche und äußerst schmerzhafte Angelegenheit, das kann ich leider nicht mal eben so zum Spaß an mir ausprobieren lassen!

Eine Strategie in dem Sinne habe ich nicht - in erster Linie widme ich mich mit dem Überleben im Alltag, das nimmt einen großen Teil meiner Planung ein mal eben so irgendwo hin ist nicht drin. Dann arbeite ich mit Bürgerinitiativen zusammen, beantworte Anfragen und Hilferufe besonders von Menschen, die nicht mehr ein noch aus wissen, ihren Job verloren haben, von der Krankenkasse mit kontraproduktiven Zwangmaßnahmen (Kur in strahlenverseuchter Klinik habe ich auch hinter mir) gequält wurden, krank und verschuldet sind.
Mein Ziel ist weniger die Anerkennung meiner Erkrankung, zumal ich den kausalen Zusammenhang zwischen Kranksein und Exposition vermutlich noch nicht mal mit meinem Ableben während eines Expositionsversuches beweisen könnte.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Betroffenen zu vermitteln, dass sie nicht spinnen, dass es normal ist, als verrückt zu gelten, und dass es trotzdem lohnt weiter zu leben.


wäre 100mal glaubwürdiger als eine Frau Dr.

Waldmann-Selsam, die durch die Lande pilgert und unglaubwürdige Schauergeschichten erzählt.

Frau Dr. Waldmann pilgert nicht durch die Lande und erzählt Schauergeschichten, es ist umgekehrt! Es sind die Geschädigten, die ihr Schauergeschichten erzählen und sie darum bitten zu kommen, weil sich noch nicht mal die örtliche Friedhofsverwaltung sie interessiert denn ganz tot sind diese Leichen ja noch nicht!


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