Einladung zu WF-EMF-Workshop: Diagnose-Funk kneift (I) (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 04.04.2013, 23:35 (vor 2444 Tagen)

Der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk, der sich in seiner Selbstsicht als "Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation" sieht, wurde am 20. März zur Teilnahme an dem Workshop "Evaluating Evidence in Research: Communication, Ethics & Credibility", 18. und 19. April 2013, Berlin, eingeladen. Veranstalter ist das Wissenschaftsforum EMF (kurz: WF-EMF).

Wie sich dem Programm (PDF) des Workshops entnehmen lässt, bietet die Veranstaltung den direkten Kontakt zu Wissenschaftlern, die dem Anti-Mobilfunk-Verein seit langem ein Dorn im Auge sind, etwa Prof. Lerchl oder Mike Repacholi. Ein Leckerbissen also für Diagnose-Funk. Vertreter bedeutungsloser Vereine wie Diagnose-Funk haben in aller Regel nur sehr selten Gelegenheit, in der Liga dieser Wissenschaftler auf Tuchfühlung mit zu spielen. Entsprechend erfreut war Diagnose-Funker Jörn Gutbier, der in der Einladung durch das WF-EMF eine Anerkennung der Kompetenz seines Vereins zu erkennen glaubt. Doch so ganz traut sich Gutbier selber nicht über den Weg, was ich gut nachvollziehen kann, denn mit der Kompetenz von Diagnose-Funk ist das so eine Sache: keiner der Vorständler dort hat eine elektrotechnische Ausbildung, der Geschäftsführer, ein Diplom-Astrologe, kann einem aber bestimmt kompetent die Zukunft weissagen. Wo immer auch die Kompetenzen der Diagnose-Funk-Granden liegen mögen, mit Mobilfunk und seinen möglichen biologischen Auswirkungen haben sie nichts zu tun.

Insofern ist es eine ausgesprochene Gemeinheit oder ein genialer Schachzug des WF-EMF gewesen, Diagnose-Funk überhaupt einzuladen und in die prekäre Situation zu bringen, nicht wie gewohnt vor blutigen Laien auftrumpfen zu können, sondern sich vor echten Experten bis auf die Knochen blamieren zu müssen.

Herr Gutbier löste die Spannung, die aus dem Kompetenzgefälle resultiert, auf seine Weise: Er sagte die Teilnahme von Diagnose-Funk heute ab. Allerdings nicht kurzerhand.

Zur Rechtfertigung der Absage brauchte der Architekt, der sich jetzt "Vorsitzender von Diagnose-Funk" nennt, beinahe vier Schreibmaschinenseiten. Entsprechend gedrechselt ist die Argumentation umständlich und substanzschwach, durchsetzt von dem gewohnten Wust an Behauptungen und falschen Anschuldigungen. Es ist ein ulkiger Kriegstanz um den heißen Brei, den Jörn Gutbier da aufführt, ich konnte kein einziges nachvollziehbares Sachargument finden, etwa, dass die Konferenzsprache Englisch eine nicht zu nehmende Hürde sei. Es ist die blanke Angst des Torwarts vorm Elfmeter, die aus den Zeilen von Gutbier spricht.

Dabei wäre es so einfach gewesen, mit einer freundlichen Mail höflich aber bestimmt abzusagen, das IZgMF schaffte dies bei einem anderen Workshop mit einem Dreizeiler. Dieses Posting gäbe es dann nicht. So aber muss Gutbier nun damit leben, dass die Geister, die er hinterrücks gerufen hat, sich seiner annehmen.

Doch wer jetzt einen Link auf den entgeisternden 4-Seiter erwartet, um sich selbst ein Bild machen zu können, der geht leer aus. Denn Kraft seines Amtes als Autor hat der Vorsitzende von Diagnose-Funk die Veröffentlichung seines Briefes untersagt. Päng. Daran halten wir uns natürlich, obschon diese Untersagung den Verdacht nährt, Herrn Gutbier könnte seine eigene Absage unangenehm berühren.

Wie dem auch sei, in den vier Seiten denunziert der Diagnose-Funker nicht nur Prof. Lerchl, sondern auch das IZgMF. Das bin ich nicht bereit, stillschweigend hinzunehmen. Ich hätte zwar anderes zu tun, z.B. den Streit bei der Bürgerwelle in eine komprimierte Textform bringen, da ich aber in der glücklichen Situation bin, mir meine Themen selbst einteilen zu dürfen, ziehe ich die Erwiderung des IZgMF auf den Gutbier-Angriff vor. Ich denke da an eine "wuff"-Staffel, nur kurzweiliger und nicht mehr als vielleicht drei oder vier Postings, die darlegen, wie der Diagnose-Funker versucht, mit der Denunziation seiner Gegner einem peinlichen Auftritt aus dem Weg zu gehen. Ist das schon infam, weil es hinter dem Rücken des IZgMF geschieht, schafft Herr Gutbier es, mit einem ausgesprochen unschönen Zug im Anschreiben seines Werkes, selbst dies noch zu übertreffen. Was ich damit meine wird Thema von Teil (II) sein, der demnächst in diesem Theater aufgeführt wird.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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