Scheinheilige Profiteure (Forschung)

Capricorn, Sonntag, 31.07.2011, 23:39 (vor 4028 Tagen) @ Kuddel

Sie wissen aber schon, wieviele Kleinkinder im DECT- und Handy-Feld auf nächste Nähe aufwachsen? (Schon in utero bestrahlt werden.) Analog zum Passivrauchen.

Kann man nicht mit "Passivrauchen" vergleichen, da ein passiv-rauchendes Familienmitglied einen wesentlichen Teil der "Dosis" des Rauchers abbekommt. Ein Mensch ventiliert pro Tag 15 Kubikmeter durch seine Lungen, das entspricht beinahe dem Luft-Volumen eines (Wohn)Zimmers.

Beim Funk ist das andes, da sich die Funkwellen nicht in der Raumluft akkumulieren, so wie Zigarettenqualm es tut.

Allfällige Hirn-, Gewebe-, DNA- etc. -Schäden durch EMF akkumulieren auch, im Laufe der Zeit.

Hört, hört. Sie finden es also in Ordnung, dass Profiteure daran Milliarden verdienen, ihre Kunden todkrank (COPD, Krebs, Herzkreislaufkrankheiten) zu machen. Aber dann Baubiologen als unethisch hinstellen... :no:

Sie tun so, als ob die "Profiteure" wenige Einzelpersonen wären, so wie beim Tabak.

Viele Mobilfunk-Profiteure bis hinauf zum CEO oder Grossaktionären verdienen sicher einzeln mehr als einzelne Baubiologen.

Die Deutsche Telekom hat gerade mal 6% Bruttorendite, Philip Morris dagegen über 25%.

Nokia ist fast die ganze Wirtschaft Finnlands, und Apple wurde mit iPhones reicher als M$.

- aber genauso verwerflich ist es, den Leuten einzureden, eine unschädliche Sache sei schädlich (wie es die Baubiologen machen).

Nein, das ist nicht (genauso) verwerflich, weil man da auf der sicheren Seite irrt.

Wenn sie der der sicheren Seite sein wollen, welche die Baubiologen vertreten, dann dürften Sie auch kein Auto fahren, keine Industrie-Nahrungsmittel zu sich nehmen, nicht in der Stadt wohnen etc.

Ich fahre kein Auto, esse kein Junkfood und wohne am Waldrand.

Und wenn MF unschädlich wäre, dann gäbe es keine WHO-Class2b-Einstufung und keine BfS-Warnungen/Empfehlungen für Gebrauchseinschränkungen, ja wohl nichtmal Grenzwerte.

Bitte verlinken Sie mal auf eine "Warnung" des BfS. Die gibt es nämlich nicht.

Dort nennen sie's Empfehlungen, aber dem Inhalt nach sind's Warnungen:

http://www.bfs.de/de/elektro/hff/empfehlungen_handy.html

"... [Liste von Verhaltenstips] ...
Mit den oben aufgeführten Empfehlungen lässt sich die persönliche Strahlenbelastung einfach und effizient minimieren, ohne auf die Vorteile eines Handys verzichten zu müssen. Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Strahlenbelastung für Kinder, da diese sich noch in der Entwicklung befinden und deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren könnten. Außerdem gibt es Hinweise, dass Kinder stärker exponiert sein könnten als Erwachsene und es ist bei ihnen von einer lebenslangen Nutzung auszugehen, deren mögliche gesundheitliche Folgen noch nicht abschließend geklärt sind. Das BfS empfiehlt daher, Handytelefonate bei Kindern so weit wie möglich einzuschränken."

Hier liegt der wesentliche Unterschied zwischen WHO/BfS und Baubiologen.
Im übertragenen Sinne ist es so, als ob die WHO sagt: - Ein offener Kamin im Wohnzimmer könnte auf Dauer gesundheitsschädlich sein.
- Die Baubiologen erzählen Ihnen, bereits ein einzelnes Teelicht hat die Schadwirkung eines offenen Kamins, um Ihnen anshließend einen Luftfilter gegen Teelichtqualm zu verkaufen.

Mir hat noch kein Baubiologe etwas verkauft, Gigaherz auch nicht. Die Infos gibt's gratis im Web.

Der Spass hört auch schon dann auf, wenn es ums Geld anderer geht -- via Krankenkassen bezahlen alle mit für die Gesundheitsschäden auch der Selbstschädiger.

Dann will ich mal hoffen, daß Sie nicht mehr als 75 kg wiegen, kein fettes Fleisch essen, niemals Fastfood, nur Bio-Gemüse, niemals Alkohol trinken, zweimal die Woche für 2 Stunden einen ungefährlichen Sport ausüben (also keine Risikosportarten), Fahrrad nur mit Helm fahren, kein Auto fahren...

Ich wiege 68 kg (bei 187cm), esse gar kein Fleisch, niemals Fastfood, nur Bio-Gemüse, trinke niemals Alkohol, treibe keine Risikosportarten, fahre nicht Auto; Fahrrad allerdings ohne Helm, aber beim einzigen Unfall (unverschuldet) in über 30 Jahren Radfahren wäre der Helm kontraproduktiv gewesen (indem er das leichte HWS-Trauma verstärkt hätte). Aber solange Sie im Auto keinen Helm tragen, können Sie mir keine Vorwürfe machen. Autohelme könnten nämlich 17-mal mehr Leben retten als Fahrradhelme. ("Head injuries and bicycle helmet laws", Robinson DL, Accident Analysis and Prevention, 28(4): 463-475, 1996.)

...falls nicht, muß die Solidargemeinschaft für ihren ungesunden Lebensstil zahlen.

Wo denken Sie hin. Sie kennen doch das griechische Sprichwort... :wink:

Und wenn Handyoten pleite gehen vor lauter Handyrechnungen, oder wenn handysüchtige Sozialfälle zu Räubern/Dieben werden, müssen auch andere dafür "bluten".

Sie übertreiben maßlos (wie so oft).

Siehe Links nebenan.

Also sind Baubiologen doch erheblich ethischer tätig als die Mobilfunkindustrie...

Rheumadeckenverkäufer auf Kaffeefahrten handeln nach ihrer Argumentation ebenfalls ethisch, denn sie sorgen dafür, daß ihre Kunden nachts nicht frieren müssen.

Aber Decken gibt's woanders besser und billiger als bei Kaffeefahrten. Die Abschirmungen hat "mein" EHS folgerichtig nicht bei Baubiologen gekauft, sondern im Baumarkt. :yes:


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