Datenfabrikation (Forschung)

Sektor3, Samstag, 30.07.2011, 12:51 (vor 3994 Tagen) @ AnKa

Ein interessanter Fall von Datenfabrikation ist gerade in den USA publik geworden.

"Wegen einer mehrere Jahre alten Studie ist ein renommierter US-Polarforscher suspendiert worden. Die Geschichte hat alles, was es für einen Forschungskrimi braucht: Mächtige Ölfirmen im Hintergrund, tote Eisbären als Maskottchen des Klimawandels - und einen Wissenschaftler unter Verdacht."

Dabei geht es um seriöse Vorgehensweise beim Erheben von Daten (hier: das Zählen von toten Eisbären), um nicht ordnungsgemäße Dokumentation (hier: das Sichern von Fotonachweisen für behauptete Beobachtungen) - und um auch persönliche, harte Konsequenzen für Forscher, die ein bißchen flunkern.

Interessant ist wie ich finde auch der Aspekt, dass der unter Verdacht stehende Forscher das einfache Hochrechnen für die Ultima Ratio statistisch-methodischen Vorgehens hält - und dass dies lange Zeit niemandem aufgefallen ist.

Ich musste nach dem Lesen dieses Artikels an die Fälle in der Medizinischen Universität Wien und der Berliner Charité denken. Der Fall in den USA weist eine augenfällige Diskrepanz dazu auf: Der unter Verdacht stehende Polarforscher wurde vom Dienst suspendiert.

Unterschiede zwischen Berlin+Wien und Alaska wären z.B.:

Anmerkung: Im Programm "Phoenix" kam letztens eine Sendung über die Tea-Party-Bewegung. Die Tea-Party-Bewegung ist Anti "Global Warming", Pro "Ölindustrie" und in der Sendung gab ein ehemaliger Tabakforscher Tipps zur Meinungsmanipulation im Sinne der Tea-Party. Die Tipps erinnerten mich stark an bekannte Beiträge und Machenschaften in bekannten Foren.

Tags:
Tabak, Wien, Berlin, Datenfabrikation, Tea-Party


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