Handy-Immission (Allgemein)

Kuddel, Samstag, 14.05.2011, 12:34 (vor 3127 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Samstag, 14.05.2011, 14:54

[Spatenpauli] Die Exposition liegt auf einem derart hohen Niveau, dass keinerlei Zusammenhang mit Mobilfunk-Sendemasten oder DECT-Basisstationen oder dergleichen zu erkennen ist!

Sehe ich auch so.

Der Versuch wurde bei Intensitäten von 0,2W/kg und 5W/kg durchgeführt.
Im Fernfeld einer Basisstation müßte die Leistungsflußdichte 25 W/m² bzw 620 W/m² betragen, um diese SAR Werte hervorzurufen, bzw in "baubiologischen" Einheiten: 25.000.000 µW/m² bis 620.000.000 µW/m².

Unter "Hauptergebnisse der Studie" ist zu lesen:

[Studientext] Insgesamt deckten die Ergebnisse erste Hinweise auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Stärke elektromagnetischer Felder und ihrer Wirkungen auf die Gehirn-Physiologie auf.

Das heißt für mich, daß die beobachteten Effekte mit geringer werdendem SAR verschwinden, was m.M.n. auch zu erwarten ist.

Da die Aussendung gepulst war und in der Wissenschaft bei der Angabe von SAR üblicherweise "average over mass" angegeben wird, entspricht dies bei einer 1/8 gepulsten Aussendung einem "peak-SAR" von 1,6W/kg bzw 40W/kg , bzw. "Peak"-Leistungsflußdichten von 200.000.000 µW/m² bis 5.000.000.000 µW/m²
Darauf weise ich an dieser Stelle hin, weil EHS und Baubiologen ja nur "peak" messen und angeblich schon bei einem Milliardstel dieser Werte Beeinträchtigungen geltend machen.

Expositionswerte auf die "Praxis" bezogen:
Eine Strahlungsleistungsdichte von 10W/m² (Mittelwert) verursacht ein SAR von ca. 0,08W/kg.
Eine Überschreitung der Strahlungsleistungsdichte von mehr als 10mW/m² in Gebäuden, entsprechend einem SAR von ca 0,00008W/kG , ist schon eine seltene Ausnahme. Das ist 2.500 mal weniger, als der untere Expositionswert (0,2W/kg) in der o.g. Studie.
Der von einer DECT Basis (Kontrollkanal) hervorgerufene SAR in 50cm Abstand liegt bei maximal 0,000008W/kg.
Das ist sogar 25.000 mal weniger, als der untere Expositionswert in der o.g. Studie.
In 3 Metern Abstand zur DECT Basis liegt der SAR sogar 100.000-fach unter dem in der Studie angegebenen (unteren) Wert von 0,2W/kg.

Die Wahrscheinlichkeit, daß es Herr von Klitzing gelingt, bei derart geringen Leistungsflußdichten einen Effekt wissenschaftlich fundiert nachzuweisen, ist m.M.n. geringer als ein 6er im Lotto.
Meiner Meinung nach produziert sein EHS-Test nichts anderes als quasi zufällige Ergebnisse und Confounder, z.B. weil der Proband aufgrund des dilettantischen Versuchsaufbaus das Einstecken der DECT Basis mitbekommt (akustisch oder optisch).

K

Tags:
Confounder, Klitzing, EHS-Test, Nutznießer


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