Broschüre "Die Fälscher" von Peter Hensinger (Allgemein)

KlaKla, Mittwoch, 30.03.2011, 20:33 (vor 3123 Tagen) @ H. Lamarr

Bemerkenswert finde ich, das Peter Hensinger seinen Vortrag
"Von subtiler Fälschung zur Wissenschaftskriminalität" zum lesen frei gibt.

Seine Einleitung erstreckt sich über 1,5 Seiten. Dabei erwähnt er Asbest, Psychopharmaka und Tabak. So schreibt er : Beim Tabak kommt es zur Perversion. Hier wurde schwerpunktmäßig Forschung mit dem Ziel betrieben, Kinder durch Beigabe von weichen Stoffen süchtig zu mache, ...Aus Geheimdokumenten ist inzwischen bekannt, dass Politiker und Wissenschaftler bis hin zum ehemaligen Präsidenten des Bundesgesundheitsamt Karl Überla auf der Gehaltsliste der Tabakkonzerne standen. Unter anderem gibt er Grünig als Fußnote an.

Der Thilo Grünig der unter anderem auch das Dokument "Tabakindustrie und Ärzte" verfasste, in dem Folgendes zur Manipulation steht: Verheimlichung - Die Tabakindustie als ghost writer -
„Franz A... und Dr. Scher.. vom VdC haben einen umfangreichen Artikel über das Passivrauchen verfaßt, der unter Professor Schievelbeins Namen publiziert wird …“ Phillip Morris 1983 übersetzt

Hensinger vermischt die Interessen der FGF, dem IZMF, das BFS und die SSK. "Zu dieser deutschen Politik" gibt es seiner Meinung nach einen Kontrast. Der besteht aus der russischen RCNIRP und dem BUND. Einen Ersatz für die staatlichen Behörden Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) oder die Strahlenschutzkommission (SSK) benennt er keine.

Hensinger argumentiert mit Salfords, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke. Das Bundesamt für Strahlenschutz gab 2007 bekannt, dass Salford seine alten Ergebnisse nicht reproduzieren konnte. Hensingers Fazit: Der Schein mit dem das BFS hier blendet ist Betrug. Die Fachzeitschrift Elektrosmog-Report kommentiert ...

Dann leitet er über zur RELEX-Studie der große Hyp für jeden Mobilfunkgegner im Jahr 2005. Im Jahr 2010 kam die große Ernüchterung. Die REFLEX-Studie sowie die UMTS-Studie unterliegen dem wissenschaftlichen Fehlverhalten. Der Autor der Studien war Jahre zuvor für die Tabakindustrie (VdC) tätig.

Wer nun Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Verfasser hat und mögliche Interessenkonflikte vermutet, der kann hier im Suchfeld (rechts oben) Stichworte eingeben ( z.B. Salford, Naila, Frenzel-Beymes, Waldmann-Selsam, Reflex, UMTS-Studie, BUND, Netzwerk) und sich die Diskussionen durchlesen. Hensinger beteiligt sich nicht am Dialog, er benutzt den Monolog, der keine kritische Gegenstimme hat.

Die "Perversion der Tabakindustie" die Hensinger anklagt scheint beim Mobilfunkgegner angekommen zu sein ohne das er etwas davon bemerkte.

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Nachtrag, 31.03.2011: "Die Stiftung für Verhalten und Umwelt (VerUm) wurde am 21. Dezember 1992 vom Verband der Cigarettenindustrie (VdC) als öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet und hat ihren Sitz in München. Sie ist die Nachfolgeorganisation des "Forschungsrates Rauchen und Gesundheit", der wissenschaftlichen Abteilung des VdC."

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Filz, Monolog, Elektrosmog-Panikmache, Tabak, Instrumentalisierung, Manipulation, Hensinger, Vortrag, Wissenschaftliches Fehlverhalten, Adlkofer, Amateur, Vernebelung, Asbest, Stammtisch, Kolportage, Schund, Selbstsucht, Industrienähe, Schwarze-Rhetorik


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