Antwort an Frau Weber (Forschung)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.11.2009, 16:13 (vor 4759 Tagen) @ Fee

Da ich an meinem Mast schon genug habe, danke ich Ihnen, dass Sie aus Pietätsgründen der alten Dame nicht noch zusätzlich eins überbraten!!

Gern geschehen.

Bei Ihrem seinerzeitigen Anruf, erzählte ich, dass ich aus einem Bus raus musste, weil jemand auf der anderen Fensterseite - 2 Personen saßen dazwischen - ein langes Handy-Gespräch führte. Nach ca. 1/4 Stunde dröhnte und zischte mir der Kopf dermaßen, es begann mir übel zu werden, ich hörte eigenartig hohl und immer schlechter. Ich stand sofort auf, stieg beim nächsten Stopp aus und wartete auf den Bus 10 Minuten später. Es klang ab! Ich sagte zu Ihnen in etwa, was weiß ich, was das für ein Handy war. Daraufhin boten Sie sich an, mit mir einen Test mit 10 Handys zu machen.

Ist ja allerhand. Habe ich Ihnen tatsächlich einen Test mit 10 Handys angeboten? Das war ich wohl im Überschwang einer Testeuphorie, gut dass Sie meinen Vorschlag damals rundweg abgelehnt haben, ich hab' nämlich gar keine 10 Handys. Mit zwei oder drei könnten wir's aber noch immer wagen, obwohl mir mein Bauch sagt, Sie werden gegen eine objektive Prüfung Ihrer Behauptung von der Strahlenwahrnehmung immer irgendetwas Subjektives einzuwenden haben. Sie müssen Sie dann aber darüber im klaren sein, dass mit jedem Ausweichmanöver Ihre Glaubwürdigkeit am Schluss zu einem Häufchen Sand pulverisiert. Und Sie können dann nicht einwenden, die geplanten Tests wären all verfehlt gewesen, denn was ich Ihnen vorschlage ist nur ein Spiegelbild dessen, was Sie so an Behauptungen über Ihre eigene Strahlenwahrnehmungsfähigkeit geäußert haben.

Wenn ich diesen mache und man findet etwas heraus, glauben Sie mir!

Hmm, also wollen Sie den Test jetzt doch machen, oder? Und selbstverständlich findet "man" dabei etwas heraus, nämlich dass Sie entweder tatsächlich auf die Felder reagieren oder eben nicht. Sie müssen dazu nur eines machen: Mitmachen, statt nur darüber zu reden und zu schreiben.

Können Sie mir sagen, warum ich meinen Schädel hinhalten soll, damit Sie mir etwas glauben? Und wofür? Dass man sagen kann, sollte ich z.B. einen Hörsturz haben oder Schlimmeres: "Schau, die Alte, jetzt hat sie die Angst umgeworfen, denn Strahlung kann es ja nicht sein, die ist unter den Grenzwerten und im Übrigen gibt es keinen Wirkmechanismus!

Wie Sie ja selbst berichten halten Sie täglich Ihren Schädel hin, weil die Felder um Sie herum nun einmal da sind und Sie angeblich Tag für Tag belasten. Da ist es mMn nicht zuviel verlangt, dieselbe Belastung mal nicht nur so z.B. beim Einkaufengehen auszuhalten, sondern unter kontrollierten Bedingungen. Und wenn Sie glauben, es ginge dabei nur darum, dass Sie mich überzeugen, dann irren Sie sich. Es geht darum, dass Sie Ihre Behauptungen mit wenig Aufwand und Mühe beweisen sollen, damit die Szene der ES möglicherweise mal aus der Ecke einer kleinen versponnen Glaubensgemeinschaft rauskommt.

Frau Dr. Kaul hat schon ausgiebig genug getestet. Drei Probanden, wie sie selbst sagt, die zu 100% immer wieder ein sendendes Handy ausmachen konnten, fielen ja am Ende durchs Raster, sie verschwanden einfach, wie nicht gewesen.

Falsch. Die drei 100-%-Trefferkönige wurden ein zweites mal getestet, um Zufallstreffer sicher ausschließen zu können. Ein völlig normaler Weg, denn bei drei Testläufen ist die Zufallswahrscheinlichkeit mit gut 12 Prozent noch ziemlich hoch. Den zweiten Testlauf bestanden die drei dann nicht mehr.

Dabei sagt Sie in EMVU 4/04 noch: ". . . so könnten extrem schätzungssichere Personen möglicherweise mit einer Empfindlichkeit ausgestattet sein, die uns zu großem Respekt bei Beeinflussungen vom Lebensumwelten mahnen sollten."

Ja und, mit dem Test hat dies nichts zu tun.

Das war ja sehr umsichtig von Frau Dr. Kaul. Aber man wartet auf den Wirkmechanismus, Anweisung an Regierungen lt. Fact Sheet 296 WHO und übersieht Auswirkungen und Folgen dieser Technik.

Nein. Alle warten auf den Wunderknaben, der reproduzierbar auf schwache Felder reagiert. Und wenn der nicht bald auftaucht, wird die Suche nach ihm - einer Mahnung des Rechnungshofes ob verschwendeter Steuermittel wegen - eingestellt.

Ständige Überforderung der Menschen, weil sie als elektrische Wesen der Überfrachtung ihres Lebensraumes mit elektromagnetischer Strahlung, noch dazu gepulst, biologisch wirksamer lt. ICNIRP, nicht mehr gewachsen sind. Burnout, stets steigende Depressionen, unglaubliche Aggressionen, abgesehen von sonstigen Krankheiten werden einfach über den sogenannten Tellerrand hinausgeschoben, des Geschäftes wegen.

Dies ist hier nicht der richtige Ort für Stammtischparolen. Dazu finden Sie hier so gut wie keinen Gesprächspartner, wir wollen keine Phrasen dreschen, sondern Fakten aus dem Nebel herausschälen.

Kürzlich sah ich eine telefonierende schwangere Frau an der Bushaltestelle. Plötzlich hielt sie das Telefon an ihren Bauch und sagte: "Hör mal, der Papi ist am Telefon!" Noch vor einem Jahr hätte ich die Frau freundlich angesprochen und mir die übliche Abfuhr geholt. Heute mache ich das nicht mehr. Das ist Sache der Schutzbehörden! Es geht schon seinen Gang!

Vor fünf Jahren hätte auch ich noch so gehandelt, wie Sie es beschreiben. Damals hatte ich den Kenntnisstand, den die Frontleute der Sendemastengegner ihrem Gefolge so gerne einimpfen. Dann habe ich selber angefangen, mich unabhängig zu informieren. Und deshalb würde ich die Schwangeren heute ebenfalls in Frieden lassen, weil ich weiß, dass dem Kind nichts passiert.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Stammtischparolen


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