Ein Elektrosensiblen-Schnelltest für Frau W. (Forschung)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 22.11.2009, 18:39 (vor 3650 Tagen)

Das Posting wurde dem Thread "Strahlenabsorbierende Papiere" abgetrennt.

Fee: Inhaltlich ist niemand auf die Antwort von Frau Weber eingegangen.

Ich habe mich aus Pietätsgründen zurück gehalten der alten Dame eins überzubraten. Denn darauf wäre es hinausgelaufen.

Aus meiner Sicht sind die Zeiten des endlosen Debattierens um irgendwelche Aspekte von Elektrosensibilität vorüber, der Aufwand ist groß, die Erkenntnisse aber sind klein. So weit wie RDW, der einst das Thema ES zum Unthema erklärte und es aus seinem Forum verbannte bin ich zwar noch nicht, der Weg dorthin ist jedoch nicht mehr weit. Elektrosensible wollen nur zu gerne über Details diskutieren, die nach der amtlichen Anerkennung von Elektrosensibilität möglicherweise Relevanz erlangen. Dies empfinde ich inzwischen als langweilig und weltfremd. Mich interessiert, was vor der Anerkennung passiert und ob (wie) es überhaupt möglich ist, ES jemals vom Stigma der Spinnerei zu befreien. Aus meiner Sicht ist es blanker Unsinn, über "Schutzzonen" für ES zu palavern, solange noch nicht einmal sicher geklärt ist, ob es ES überhaupt gibt und das Phänomen keine Mini-Massenpsychose ist.

Da Frau W. sich seit Jahren als ES-Softwahrnehmerin in der Szene positioniert hat ist Sie für mich eine Kandidatin für einen Schnelltest. Und selbst wenn die Teilnehmer "Schmetterling" und "ES" darüber schäumen werden, biete ich hier und jetzt Frau Weber wieder einmal so einen Schnelltest an. Sie hat so ein Angebot von mir zwar schon einmal bei einem Telefonat vor ein paar Monaten rundweg abgelehnt, ich biete es Ihr dennoch noch einmal an.

Das Testdesign wäre sehr einfach. Ich würde mit Frau Weber einen Spaziergang durch eine Stadt machen und Sie soll nur ansagen, wenn Sie glaubt, eine Feldwirkung gespürt zu haben. Parallel zum Spaziergang würde ich das HF-Feldgeschehen bei allen üblichen Mobilfunkbändern (GSM 900/1800, UMTS, DECT, WLAN) aufzeichnen. Bei der Auswertung wird dann verglichen, ob sich zwischen den Meldungen von Frau W. und den Daten der Feldaufzeichnung irgendwelche Zusammenhänge herstellen lassen, etwa eine hohe Feldintensität infolge eines telefonierenden Passanten. Termin wäre irgendwann im Frühjahr 2010. Als Zuckerl könnten wir auch noch den Supermarkt und das Kaufhaus besuchen, in dem es Frau W. besonders zwickt.

Frau W. könnte bei diesem Schnelltest eindrucksvoll Ihre bislang nur behauptete Fähigkeit unter Beweis stellen, mit Beschwerden zu reagieren, wenn jemand dicht hinter Ihr ein Handy benutzt oder wenn Sie ins Feld eines UMTS-Masten gerät.

Und jetzt bin ich auf die Ausflüchte gespannt, warum auch dieser Schnelltest in keiner Weise geeignet sein soll, die ungewollte Fähigkeit von Frau W. zu objektivieren.

[Hinweis Moderator: Hier geht es zum abgetrennten Posting "Wo ist ihr Gewinn".]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Zweifel, Provokationstest, Elektrochonder, Vorzeige-EHS, Test, Individualtest, Eigenleistung, Objektivieren, Probanden, Elektrosensibel, Obermenzing, Schnelltest


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