Salfords Spiel mit den Zahlen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.07.2009, 16:15 (vor 4942 Tagen) @ H. Lamarr

Dies aber ist nicht der Fall, denn auch im Original von Salford heißt es eindeutig 1 mW/kg.

Wirklich? Auch in diesem Dokument von Salford selbst (keine Studie, sondern ein Konferenzbeitrag) holpert es ganz ordentlich. Zuerst schreibt Salford:

One remarkable observation is the fact that the lowest energy levels, with wholebody average power densities below 10mW/kg, give rise to the most pronounced albumin leakage.

Schon im übernächsten Satz aber ist wieder "unser" Faktor 10 im Spiel:

The SAR value of around 1 mW/kg exists at a distance of more than one meter away from the mobile phone antenna and at a distance of about 150 - 200 meters from a base station.

Wie er von den 10 mW/kg ohne Umschweife auf 1 mW/kg kommt, erklärt Salford nicht. Um das mal wieder in Relation zur Realität zu bringen: 0,008 W/kg sind 8 mW/kg - dieser Wert ist nach Darstellung von Prof. Prof. A. das Maximum, was jemand von einem Sendemasten (nicbt Handy) abbekommen kann. Deshalb ist es schon wichtig, ob Salford nun meint, bei 10 mW/kg oder bei 1 mW/kg könne sich die BHS öffnen. Denn mal (10 mW/kg) erwischt es niemanden, mal die Anwohner (1 mW/kg), die nahe und im Hauptstrahl einer Antenne leben.

Salford spielt hier mit den Zahlen kein gutes Spiel, denn Sendemastengegner sehen nur eines: 1 mW/kg noch in 200 Meter Abstand zur Antenne - Alaaaarm! Sich im EMF-Portal durch die Salford-Studien zu beißen, um die tatsächlichen SAR-Werte in Erfahrung zu bringen, wer macht das schon.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Hauptstrahl, Salford


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